Im Jahr 2006, als ihre zweite Platte erschien, steckten die vier New Yorker noch in der Schublade mit der Aufschrift Freak Folk fest. Die 0815-Indie-Band von nebenan sind Grizzly Bear dann aber auch nicht.
Ein bisschen entrückt wirken Grizzly Bear dann auch auf der Bühne. Man könnte auch sagen: langweilig. Grizzly Bear konzentrieren sich lieber auf den Wohlklang ihrer Songs. Live haben sie die auch schon zusammen mit Symphonieorchestern interpretiert. Und während so manche Indie-Band froh sein kann, wenn der Sänger mal den richtigen Ton trifft, singen bei Grizzly Bear alle Bandmitglieder ultra-harmonisch zusammen. Stimmen sind ihnen so wichtig, dass sogar ein Mädchenchor auf dem aktuellen Album zu hören ist. Wegen ihrer glockenklaren Stimmen und ihrer ausgefuchsten Songs kommen Grizzly Bear manchmal wie perfektionistische Streber rüber. Und auch die Armada an Instrumenten und Effektgeräten auf der Bühne zeigt die Detailverliebtheit der Band. Grizzly Bear selbst geben sich bescheiden. Bock auf ein nerdiges Studiofrickler-Image haben sie nämlich nicht.
Grizzly Bear haben einen weiten Weg hinter sich. Vom verdrucksten Schlafzimmer-Lo-Fi zum symphonischen Pathos-Pop. Gut, dass die Jungs so gerne Berge hoch wandern. Denn ihre Musik klingt wie ein Versprechen. Grizzly Bear sind noch lange nicht auf dem Gipfel angekommen.
Links
- Grizzly Bear auf YouTube
- Grizzly Bear auf MySpace
- Offizielle Website von Grizzly Bear
- Chronik des Albums "Horn of Plenty + The Remixes"
Neues Album
"Veckatimest" von Grizzly Bearbei Warp records







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