Hans Walter Müller ist der Erfinder der nutzbaren aufblasbaren Volumen. In den 60er Jahren gehörte er der Bewegung „kinetische Kunst“ an und entwickelte aufblasbare Bauten, die sich leicht auf-, abbauen und transportieren lassen. 1971 richtete sich der Architekt in einem von ihm konzipierten aufblasbaren Bau im Wald von Ferté Allais (im französischen Departement Essonne) ein. Inmitten von Bäumen, umgeben von Wasserbecken, in denen Wasserpflanzen wachsen und seltene Fische leben, befindet sich der gelbe Ballon mit Arbeits- und Erholungsräumen. Im Untergeschoss, teils in den Felsen gehauen, teils von Terrassen umgeben, befinden sich die Wohn- und Schlafräume. Ein aufblasbares Teil, so Hans-Walter Müller, sei wie eine Haut, die einen Raum einschließt, die Innen vom Außen trennt, entsteht und verschwindet. Es sei ein spielerischer, phantastischer und ungewöhnlicher Raum, weit entfernt von traditionellen architektonischen Konzeptionen. Hans-Walter Müller hat etwa hundert aufblasbare Bauten für unterschiedliche Zwecke geschaffen: Ausstellungen, Festivals oder für Künstler (z. B. Jean Dubuffet, Salvador Dali, Maurice Béjart). Ferner hat der ebenso hightechorientierte wie umweltfreundliche Architekt eine 32 kg schwere Kirche für 200 Gläubige geschaffen, 35 aufblasbare Unterkünfte für Obdachlose, ein aufblasbares Theater für die Olympischen Spiele in Barcelona. Und natürlich ist Hans-Walter Müller ein ständiger Besucher des „Festival du vent“ in Calvi.
AusstellungenProjet Phalanstère
Prinz Gholam, Hans Walter Muller, Mathieu Lehanneur,
bis 7. Juli 2007
>> Mehr Informationen
Aufblasbar Module von Hans-Walter Müller
Ab den 14. Juli 2007
Ile de Vassivière - Beaumont du Lac
>> Mehr Informationen
FotosHans-Walter Müller, "Au bord de l’air", 2006.
Plastique PVC.
Courtesy Parc de La Villette, Paris.
Foto : Juliette Delaporte.






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

