Unter dem Pseudonym Heinrich Eckert und getarnt als ein "Vertreter der Wirtschaftlichen Zentrale im Osten" reist Fedotow nach Deutschland und nimmt Kontakt mit einem deutschen Geschäftsmann, Friedrich Pommer auf, dessen Sohn der gesuchte Adjutant von General Rummelsburg ist. Als es Fedotow gelingt, zu Rummelsburg vorzudringen, beginnt ein gefährliches Spiel als Doppelagent ...
ZUSATZINFORMATION
Der Boxer, Schauspieler und Filmregisseur Boris Barnet (1902 - 1965) zählt zu den großen Meistern des russischen Kinos, doch sein Name und sein Werk gelten im Westen immer noch als Geheimtipp. Sein bevorzugter, zwischen Satire und Lyrik schwankender, Stil hat Vergleiche mit Lubitsch, Hawks und Tschechow nicht zu scheuen. Dies trifft den ganz eigenen, manchmal exzentrischen Ton seines Werks aber nur zum Teil, denn wie kein anderer umgibt er so genannte Alltagsstoffe mit emphatischem Witz, mit Schönheit und Charme. Dazu schuf er Charaktere, die diese Welt mit einer unerklärlichen Eleganz durchqueren. Boris Barnets traumwandlerisches und populäres Kino passte nicht zur sowjetischen Doktrin der 30er Jahre. Er wurde politisch diskreditiert und konnte seine folgenden Projekte zumeist nur unter Mühen und großem diplomatischen Aufwand realisieren. Obwohl solch herausragende Filme wie "Goldener Sommer" (1951), "Aljonka" (1961) oder "Heldentaten eines Kundschafters" zu Kassenschlagern wurden, war Barnet selbst von seinem Scheitern überzeugt - und beging 1965 Selbstmord.
Im zeitgenössischen Russland erlebt Barnets Film derzeit ein großes Comeback, bezeichnet Wladimir Putin ihn doch als seinen Lieblingsfilm.
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