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Der Glücksritter vom Roten Meer Schriftsteller, Spion, und Haschischhändler: Henri de Monfreid stürzt sich in das abenteuerliche Leben am Roten Meer. Auch die (...)

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Biographie - 04/09/08

Henry de Monfreid (1879-1974)

In wunderschönen Bildern zeichnet der Fernsehfilm die Abenteuer des Schriftstellers Henri de Monfreid in Afrika vor dem Ersten Weltkrieg nach.

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Die Raffinesse des faszinierenden historischen Abenteuerfilms liegt darin, wie der Nonkonformist par Excellenze seinen eigenen kolonialistischen und rassistischen Vorurteilen auf die Schliche kommt und dabei doch nicht am eigenen Überlegenheitsdünkel und Männlichkeitswahn vorbeikommt. Zerrissen zwischen Afrika und Europa, Abenteuerlust und Heimweh ist Henri eine widersprüchliche Figur: Er verachtet den Kolonialismus seiner Landsleute und kauft doch Sklaven. Selbst Sklave seines Freiheitsdrangs ist Henri bereit, den Abenteuern alles zu opfern - und sei es das Glück seiner Kinder und seiner Frau. "Ich habe immer versucht, Abenteuer zu vermeiden!" schrieb der wahre Henri de Monfreid - und ließ doch kein Abenteuer aus. Georges Daniel de Monfreid, Henris Vater, Bohemien und Maler, war mit Gauguin und Matisse befreundet. Am 14. November 1879 geboren, arbeitete Monfreid zunächst als Lebensmittelchemiker für "Maggi".

In dieser Zeit lebte er mit Lucie zusammen, die bereits einen Sohn hatte. 1905 wurde ihr gemeinsamer Sohn Marcel geboren. Fünf Jahre später erkrankte Monfreid am Maltafieber, trennte sich von Lucie und begegnete Armgart Freudenfeld zum ersten Mal. 1906 brach er im Alter von 32 Jahren nach Afrika auf, um in Abessinien mit Kaffee und Lederwaren zu handeln. Während dieser Zeit unterhielt er ausführliche Korrespondenz mit seinem Vater und Armgart, die er 1913 heiratete. 1914 wurde er wegen Waffenhandels in Dschibuti verhaftet. Nach seiner Freilassung wurde er vom Militärdienst freigestellt, wohl, weil er als Spion gegen die Türken nützlich sein konnte. Sein Handel mit Waffen und Haschisch brachte ihn jedoch immer wieder ins Gefängnis. Der Schriftsteller Joseph Kessel, selbst Kosmopolit und Autor von "Belle de Jour" drängte Monfreid dazu, seine Manuskripte zu veröffentlichen. Dessen erstes Werk "Les secrets de la Mer Rouge" war sofort ein großer Erfolg. Bis zu seinem Tod 1974 schrieb er nicht weniger als 75 Bücher, die in zwölf Sprachen übersetzt wurden.

Erstellt: 30-03-06
Letzte Änderung: 04-09-08


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