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The Sorcerer (Real Audio, 1'00'')
People Music (Real Audio, 1'00'')
Milestones (Real Audio, 1'00'')Erste Bühnenerfahrungen sammelt Hancock bereits elfjährig mit dem Chicago Symphony Orchestra, bevor er als Teenager auf Jazz umsteigt. Donald Byrd entdeckt Hancock und überredet ihn nach New York zu ziehen, sowie zur Aufnahme seines ersten Hits „Watermelon Man“, der das Album eröffnet. Bei einem Konzert als Sideman von Sonny Rollins, erweckt der gerade einmal 24jährige Hancock die Aufmerksamkeit Miles Davis’ und lässt sich von ihm für sein Quintett abwerben, bei dem er fünf Jahre bleibt. Daraufhin ist Hancock ein gefragter Sessionmusiker, unter anderem von Wes Montgomery, George Benson, Roy Ayers, Freddie Hubbard, Stan Getz und Nat Adderly.
Seine prägendste Inspiration findet Hancock, parallel zu Davis, im Funk und Rock der 70er Jahre, bei James Brown, Jimi Hendrix und Sly Stone. Mit Davis läutet er ein neues Zeitalter des Jazz ein, des elektrischen Jazz’. Inspiriert von Joe Zawinul beginnt Hancock mit dem elektrischen Piano, dem Fender Rhodes zu arbeiten und experimentiert mit Moog-Synthesizern, Vocodern und unzähligen Effektgeräten. Als Bandleader der Headhunters schreibt Hancock Jazz-Geschichte, mit einer Melange aus Jazz-Improvisation und stoischen Funkrhythmen, wovon der Track „Chameleon“ zeugt.
In der zweiten Hälfte der 70er Jahre trennt sich Hancock kurzzeitig von seinem Fuhrpark elektronischer Geräte und spielt „Milestones“ ein, in einer rein akustischen Besetzung. Zehn Jahre später inspiriert ihn der HipHop zu seinem größten Hit, dem Breakdance-Klassiker „Rockit“. Aktuell ist es wieder ruhiger um Hancock geworden, er besinnt sich seiner Jazz-Wurzeln und konzentriert sich ganz auf das Klavierspiel, wie auf der Soloaufnahme „Manhattan“ zu hören ist.
Betrachtet man das Gesamtwerk Herbie Hancocks mit all seinen Höhen und Tiefen, so ist vor allem seine musikalische Vielfalt erstaunlich. Selbst wenn sich der Sound Hancocks über all die Jahre gewandelt hat und dieser auch zum Teil stark gealtert ist, so ist sich der Ausnahmepianist stets seinem unverwechselbaren Spiel treu geblieben.
Matthias Schneider







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