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Porträt

Eric Rohmer umgibt sein Leben und seine Person gern mit einem Hauch von Geheimnis. Keiner weiß genau, wann und wo er geboren wurde ...

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Eric Rohmer umgibt sein Leben und seine Person gern mit einem Hauch von Geheimnis. Keiner weiß genau, wann und wo er geboren wurde ...

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Eric Rohmer - 02/09/08

Herbstgeschichte

Magali lebt zurückgezogen auf ihrem Weingut in der französischen Ardèche. Freundin Isabelle will sie verkuppeln und prüft gleich selbst die Kandidaten. Auch Rosine hilft Magalis Liebesleben auf die Sprünge und versucht ihren Ex-Liebhaber auf die Witwe anzusetzen. Komplikationen vorprogrammiert! – Dritter Teil der „Erzählungen der vier Jahreszeiten“ von Eric Rohmer.

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Es fehlt ein Mann in Magalis Leben. Das weiß auch die glücklich verheiratete Isabelle, weshalb sie kurzentschlossen eine Kontaktanzeige für die Witwe und Winzerin aufgibt, die seit dem Flügge-Werden ihrer Kinder in der französischen Ardèche vereinsamt. Kurzerhand fühlt Isabelle den in Frage kommenden Männern selbst auf den Zahn und trifft sich einige Male mit dem ahnungslosen Gérald, der sich zaghaft in die Kupplerin zu verlieben beginnt…
Doch auch Isabelle bleibt etwas verborgen: Rosine, die kokette Freundin von Magalis Sohn Léo, ist auf dieselbe Idee gekommen. Nicht ganz uneigennützig will sie Magali mit ihrem Ex-Geliebten und Philosophie-Lehrer Etienne verkuppeln, damit er sie mit seinen unermüdlichen Liebesschwüren verschont. Die Ränkeschmiede findet einen fulminanten Höhepunkt, als alle Kupplungsversuche auf einer Hochzeitsfeier zusammenlaufen…

Mit einer Geschichte aus dem Herbst des Lebens führt Eric Rohmer 1998 seinen filmischen Zyklus „Erzählungen der vier Jahreszeiten“ fort, der 1989 mit „Eine Frühlingserzählung“ begann. Mit abgeklärter Gelassenheit, feiner Ironie und Eleganz beobachtet der Regisseur erneut die Launen der Liebe und hört augenzwinkernd den – scheinbaren - Weisheiten seiner Charaktere zu, die noch nicht einmal ihre eigenen Gefühle ganz verstehen.
Marie Rivière gibt die listige „Heiratsvermittlerin“ Isabelle in dieser Beziehungskomödie. Sie wird bereits 1986 durch Eric Rohmers preisgekrönten Film „Das Grüne Leuchten“ berühmt. Im Kassenschlager von François Ozons Drama „Die Zeit, die bleibt“ (2005) spielt sie an der Seite von Kinolegende Jeanne Moreau die Mutter des im Endstadium an Krebs erkrankten Romain (Melvil Poupaud).
Hakenschlagende junge Menschen, die versuchen auf Kurs zu bleiben, sind eigentlich die Hauptakteure in vielen Werken Eric Rohmers. „Herbstgeschichte“ erzählt dagegen die Irrungen und Wirrungen im Leben einer Mittvierzigerin und zeigt, dass Liebe und Leidenschaft ohne Altersbeschränkung immer den gleichen jugendlichen Spielregeln folgen.

Herbstgeschichte
(Conte D’Automne)
Spielfilm, Frankreich 1998, 107 Min.
Deutsche Synchronfassung
Arte France / ARD
Regie und Buch: Eric Rohmer
Kamera: Diane Baratier
Musik: Claude Marti, Gérard Pansanel, Pierre Peyras, Antonello Salis
Schnitt: Mary Stephen
Produktion: La Sept Cinéma, Les Films du Losange, Rhône-Alpes Cinéma, Sofadinko
Produzentinnen: Françoise Etchegaray, Margaret Ménégoz
Mit: Marie Rivière (Isabelle), Béatrice Romand (Magali), Alain Libolt (Gérald), Didier Sandre (Etienne), Alexia Portal (Rosine), Stéphane Darmon (Léo), Aurélia Alcaïs (Emilia), Matthieu Davette (Grégoire), Yves Alcaïs (Jean-Jacques)

Erstellt: 30-08-07
Letzte Änderung: 02-09-08