In München wurde Good Bye Lenin! mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet, an den Kinokassen schlug er alle Rekorde. Good bye, Lenin! ist ein skurriler Trip in eine Zeit, die noch gar nicht so lange vorbei und doch so fern ist. Regisseur Wolfgang Beckers Szenario ist ebenso absurd wie denkbar. Genau diese Spannung zwischen Satire und Realitätsnähe verleiht dem Film seinen besonderen Charme, zumal es sich der Regisseur nicht nehmen lässt, an beiden Systemen leise, aber dennoch hörbare Kritik zu üben. Über sechs Millionen Zuschauer haben den Film gesehen, einer der größten Erfolge des deutschen Kinos. Good bye, Lenin! räumte 2003 bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises insgesamt neun Trophäen ab, gewann bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises drei Haupt- und drei Publikumspreise, holte drei Bambis, den Bayerischen Filmpreis, den César in Frankreich und war für den Golden Globe als bester ausländischer Film nominiert.Daniel Brühl ist ohne Frage der Shooting Star unter den deutschen Schauspielern. Für seine Rolle eines an Schizophrenie erkrankten jungen Mannes in Hans Weingartners Das weiße Rauschen wurde er 2002 mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller und mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt er den Deutschen Filmpreis für seine darstellerischen Leistungen in Benjamin Quabecks Nichts bereuen. Der Durchbruch gelang Daniel Brühl kurz davor mit dem Kinoerfolg Schule (2000) von Marco Petry. 2003 stand er in Was nützt die Liebe in Gedanken mit August Diehl vor der Kamera. 2004 spielte er in Oliver Hirschbiegels ambitionierten Der Untergang und sorgte für Aufsehen an der Croisette, wo er mit Die fetten Jahre sind vorbei, einer erneuten Zusammenarbeit mit Hans Weingartner, den ersten deutschen Wettbewerbsbeitrag seit elf Jahren vorstellte. Seinen ersten internationalen Auftritt hatte er 2004 in dem Drama Der Duft von Lavendel an der Seite von Judi Dench und im Jahre 2007 spielte er in Paul Greengrass ' "Das Bourne Ultimatum", unter anderem mit Matt Damon, Julia Stiles und Franka Potente, den Bruder von Marie, der Freundin des Protagonisten Jason Bourne. Im Oktober 2008 wird er in Marco Kreuzpaintners Romanverfilmung "Krabat" von Otfried Preußler in den deutschen Kinos zu sehen sein.
Die 1956 in Schwerin geborene Schauspielerin Katrin Saß war eine der populärsten Darstellerinnen der DDR. Bereits mit ihrem ersten Leinwandauftritt, dem 1979 unter der Regie von Heiner Carow entstandenen Ehedrama "Bis dass der Tod euch scheidet", avancierte sie zur gefragten Charakterdarstellerin. Filme wie Die Verlobte (1980) von Günther Rücker, "Bürgschaft für ein Jahr" (1981) von Herrmann Zschoche, der ihr bei der Berlinale einen Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin bescherte, die beiden Roland-Gräf-Arbeiten Das Haus am Fluss (1984) und Fallada - Das letzte Kapitel (1987) sowie Heute sterben immer nur die Anderen (1989) von Siegfried Kühn gehören dank der Mitwirkung von Katrin Saß zu den wichtigen Hinterlassenschaften der DEFA.Nach der Wiedervereinigung war Katrin Saß in Fernsehproduktionen zu erleben, bis sie in Janek Riekes Kinofilm Härtetest (1997) nach längerer Pause wieder in einem Kinofilm ihre Wandelbarkeit unter Beweis stellen konnte. Für ihre herausragende Leistung in Michael Kliers Heidi M. (2001) feierte sie mit dem Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin ein furioses Comeback. 2003 erschien ihre Autobiografie Das Glück wird niemals alt, worin die Künstlerin ganz offen von den Höhen und Tiefen ihres Lebens erzählt. Außerdem ist sie derzeit in verschiedenen TV-Serien zu sehen, unter anderem in "Siska", "Donna Leon", "Der Alte", "Tatort" und "Mitten im Leben".







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