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"Das Blumenwunder"

Ein seinerzeit emphatisch rezipierter Zeitrafferfilm, der Pflanzenbewegungen sichtbar macht.

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"Das Blumenwunder"

Ein seinerzeit emphatisch rezipierter Zeitrafferfilm, der Pflanzenbewegungen sichtbar macht.

"Das Blumenwunder"

Das Blumenwunder - 13/10/11

Hintergrund zu den Mitwirkenden

Max Terpis (tänzerische Leitung)

Der Schweizer Tänzer und Choreograph Max Terpis (eigtl. Max Pfister) wurde am 01. März 1889 geboren. Nachdem er ab 1922 seine Tanzausbildung in der Laban-Schule von Suzanne Perrottet und Mary Wigman in Zürich genossen hatte, war er von 1923 bis 1924 Solotänzer und Ballettmeister an den Städtischen Bühnen Hannover sowie ab 1924 Ballettmeister an der Berliner Staatsoper. Dort wurde er 1930 von Rudolf von Laban abgelöst. Vor allem während seiner Zeit in Berlin arbeitete er erfolgreich an einer Verknüpfung von klassischem Ballett mit dem Ausdruckstanz und war so maßgeblich an einer Modernisierung und stilistischen Öffnung des Berliner Staatsballetts beteiligt. In Berlin leitete Terpis bis 1939 eine eigene Tanzschule und war nach seiner Rückkehr in die Schweiz als Regisseur und Choreograph in Basel, Bern und Mailand tätig. Zwischen 1945 und 1952 erhielt er zudem Lehraufträge für Choreographie und Regie an den Universitäten Zürich und Bern. Max Terpis starb am 18. März 1958 in Zollikon in der Schweiz.

Daisy Spies (Hyazinthe)

Die am 20. Dezember 1905 in Moskau geborene Daisy Margarete Spies verkehrte bereits von frühester Kindheit an mit ihrer Familie in künstlerischen Kreisen, wo sie mit prominenten Künstlern und Musikern, wie Sergej Rachmaninow, zusammentraf. Auf Vorschlag ihres Bruders Walter Spies wurde Daisy Spies Schülerin bei Toni Freeden und Mary Wigman. Als Tanzpädagogin und Choreographin war sie später selbst an der Wigmannschule und der Akademie der Künste in Berlin und Hamburg sowie als Ballettchefin und Choreographin in Weimar, Leipzig, an der Deutschen Staatsoper Berlin, im Berliner Friedrichspalast, am Hamburger Operettenhaus und im Landestheater Linz tätig. Ab 1924 war Spies Primaballerina unter Max Terpis und Rudolf von Laban am Berliner Staatsballett sowie 1926 als Tänzerin am Triadischen Ballett Oscar Schlemmers in Donaueschingen beteiligt. Ab 1934 übernahm sie zusammen mit ihrem Bruder Leo Spies die Leitung der Charlottenburger Oper als Erste Solotänzerin und Ballettmeisterin. Ursprünglich geprägt von Mary Wigmans und Rudolf von Labans Formen des Ausdruckstanzes und später von Victor Gsovsky an das klassische Ballett herangeführt, entwickelte sie eine moderne Variante des klassischen Tanzes zu ihrem Tanzstil und galt damit als die letzte Vertreterin des deutschen künstlerischen Tanzes der 1920er Jahre. Daisy Spies starb am 04. September 2000 in Berlin.

Maria Solveg (Flora)

Geboren am 14. Juli 1907 in Niederschönhausen, brach Maria Matray – Nichte von Käthe Kollwitz – die Schule 1921 zugunsten einer künstlerischen Laufbahn ab und ging unter der Leitung Ernst Matrays und ihrem Künstlernamen Maria Solveg als Tänzerin auf Tournee. Neben ihrer Tätigkeit als Tänzerin wurde sie auch immer öfter vor allem an Berliner Theatern für Sprech- sowie mehrere Filmrollen engagiert und vertrat dabei während der 1920er Jahre den Typ des kecken, püppchenhaften Mädchens. 1934 emigrierte Solveg mit ihrem Mann Ernst Matray in die USA, wo sie bei Revue-Tourneen tanzte sowie als Regie- und Produktionsassistentin für Max Reinhardt arbeitete. Zudem war sie bei mehreren Filmen gemeinsam mit ihrem Mann für die Choreographie von Tanzeinlagen verantwortlich und schrieb sowohl zahlreiche Drehbücher sowie einen Roman. Diese Tätigkeit führte sie, zurück in Deutschland, ab 1953 weiter; vor allem mit Answald Krüger erarbeitete sie mehrere Theaterstücke, Romane und Drehbücher. In den 1960er Jahren produzierten sie gemeinsam vor allem Fernsehdokumentationen für das ZDF. Maria Solveg starb am 30. Oktober 1993 in München.


Quellen:

Filmographie Elisabeth Grube
  • 1920 Weib
  • 1921 Der Tanz um Liebe und Glück
  • 1922-25 Das Blumenwunder
  • 2002 Der Befehl (Ton)

Filmographie Edith Glück (Kostüme):
  • 1922-25 Das Blumenwunder
  • 1927 Doña Juana
  • 1928/29 Diane – Die Geschichte einer Pariserin
  • 1929 Die Liebe der Brüder Rott. Irrlichter
  • 1930 Zwei Welten

Quelle: www.filmportal.de (04.10.11)

Erstellt: 13-10-11
Letzte Änderung: 13-10-11