Im Juli 2005 findet im spanischen Sevilla der mittlerweile siebte Workshop mit anschließender Tournee durch Europa und Südamerika statt. Das Orchester ist ein wunderbares Mittel, Menschen zusammenzubringen und zum gegenseitigen Zuhören zu bewegen. Ob nun bei der gemeinsamen Arbeit im Orchester oder darüber hinaus während der geselligen Teile.
Daniel Barenboim hat sich entschieden, während der Probenphase nicht über Nahostpolitik zu diskutieren. Das Orchester will keine vordergründigen politischen Aussagen formulieren, sondern den Dialog zwischen den Kulturen des Nahen Ostens durch die Erfahrung gemeinsamen Musizierens ermöglichen. Für Barenboim ist Musik ein Medium, das etwas über die Menschen erzählt – und das kann mitunter auch hochpolitisch sein.
Die Moderatorin Lilli Gruber
Aus dringenden terminlichen Gründen musste Peter Scholl-Latour die Moderation des Live-Konzerts des West-Eastern
Divan Orchestra aus Ramallah am Sonntag, den 21. August, kurzfristig absagen.
Für diese Aufgabe konnte nun die italienische Journalistin und Mitglied des Europäischen Parlaments, Lilli Gruber,
gewonnen werden.
Lilli Gruber begann ihre Karriere beim Privatsender "Telebolzano", wechselte dann zur RAI, wo sie u. a. zur bekanntesten Moderatorin des Staatsfernsehens aufstieg und die erste italienische "Anchorwoman" wurde.Die Karriere von Lilli Gruber zeichnet sich auch durch großes politisches Engagement aus. Als Spitzenkandidatin der "Liste Prodi" des Mitte-Links-Bündnisses Ulivo besiegte sie im Wahlbezirk um Rom die "Forza Italia" von Ministerpräsident Silvio Berlusconi und zog mit Furore ins EU-Parlament ein.
Frau Gruber wird ihr Honorar für diese Sendung der Barenboim- Said-Stiftung spenden, die sich der Völkerverständigung
durch Musik, v.a zwischen Israel und Palästina, verschrieben hat und aus deren Initiative 1999 der "West Eastern Divan"-
Workshop entstanden ist.






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