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Im Reich der Samurai

Eine einzigartige Kollektion von fünf Spielfilmen aus verschiedenen Jahrzehnten erzählt vom Leben der furchtlosen Krieger – den Samurai.

Im Reich der Samurai

Filmreihe "Im Reich der Samurai" - 18/03/10

Akira Kurosawa - Biografie

Akira Kurosawa wurde am 23. März 1910 in Ōmori, dem heutigen Ōta, nahe Tokio, Japan geboren. Gestorben ist er am 6. September 1998 in Setagaya nahe Tokio. Er gilt als international einflussreicher Filmemacher und schuf als Regisseur eine Reihe von Filmklassikern. Am 23. März 2010 gedenken wir seines 100. Geburtstags.

Akira Kurosawa kam als jüngstes von sieben Kindern zur Welt. Schon in jungen Jahren interessierte er sich für Kunst und Malerei, wobei nach eigenen Aussagen vor allem ein Lehrer namems Tachikawa in der Grundschule dieses Interesse bemerkte und förderte.
Videos:
Akira Kurosawa im Video-Interview und über seinen Film "Kagemusha".
Nach der Mittelschule ging Kurosawa an eine Kunstschule, die einen Schwerpunkt auf westlicher Malerei legte. Seinen Lebensunterhalt versuchte er zunächst mit Illustrationen und Malereien aller Art zu verdienen. Künstlerisch stark beeinflusst wurde er zudem von seinem jüngeren Bruder Heigo, der zum Ende der Stummfilmzeit erfolgreich als "Benshi", als Sprecher und Kommentator für hauptsächlich ausländische Stummfilme, arbeitete. Über Heigo lernte Akira Kurosawa unter anderem "Yose", eine Art traditionelles japanisches Varieté, "Kodan", eine Unterhaltungsform, bei der überlieferte Samuraigeschichten erzählt wurden, und vor allem das Kino näher kennen. Der rätselhafte Selbstmord seines Bruders im Juli 1933 belastete Akira Kurosawa nach eigenen Angaben dauerhaft schwer.

Schon 1930 hatte sich Kurosawa auf eine Zeitungsanzeige gemeldet, in der Regieassistenten für ein Filmstudio gesucht wurden. In Folge assistierte er vor allem dem Regisseur Kajiro Yamamoto, inszenierte ganze Sequenzen für dessen Filme und verfasste Drehbücher. 1943 führte er zum ersten Mal selbst Regie. 1959 gründete er seine eigene Produktionsfirma.

Seine Filme gewannen zahlreiche Preise weltweit. 1989 erhielt er den amerikanischen Oscar für sein Lebenswerk.

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Für Kurosawa spielte das Drehbuch stets eine zentrale Rolle. Besondere Merkmale seiner Arbeitsweise sind der simultane Einsatz mehrerer Kameras, die Kontrastierung verschiedener Strukturen und der Wechsel zwischen langen Einstellungen und schneller Montage. Als wahrer "Auteur" beaufsichtigte er bei vielen seiner Filme auch den Schnitt.

Kurosawa arbeitete immer wieder über einen längeren Zeitraum und mehrere Produktionen eng mit den selben Leuten zusammen. Die bekannteste Zusammenarbeit dürfte die mit dem Schauspieler Toshiro Mifune gewesen sein, die zugleich wohl die erfolgreichste Phase der Karriere beider Akteure kennzeichnete.

In seiner Heimat gilt Kurosawa als „westlicher“ Regisseur. Er verfilmte unter anderem Fjodor Dostojewskis Roman "Der Idiot", Maxim Gorkis "Nachtasyl" und William Shakespeares Tragödie "Macbeth".

Seine andauernde Popularität in Europa und den USA beruht vor allem auf seinen Samurai-Filmen mit eindrucksvollen Schwertkampfduellen. Einer der bekanntesten Filme dieser Art ist sicherlich "Die sieben Samurai".

Viele seiner Filme zeigen einen starken Einfluss durch Theorien wie den Pazifismus, den Humanismus, den Realismus, die Dialektik und den Materialismus. In vielen Filmen setzt er sich mit sozialer Ungerechtigkeit auseinander. Auch der Aspekt der Naturverbundenheit ist in seinem Oeuvre unübersehbar enthalten. Weiter steht vor allem die Frage nach der persönlichen Verantwortung des Einzelnen im Vordergrund.

Im Werk und in der Person von Akira Kurosawa verdichtet sich das Spannungsverhältnis von Osten und Westen und jenes von Tradition und Moderne.



Erstellt: 19-02-10
Letzte Änderung: 18-03-10