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28.04.05 - 23.55 : tracks - 28/04/05

Hot Spot - K.M Lo

In Phnom Penh produziert K.M Lo den billigsten Krimi aller Zeiten. Der Streifen "And if God sent his Angel" ist auf dem besten Weg ins Guinness Buch der Rekorde. Gedreht wurde er in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Regisseur K.M Lo verrät uns, was an seiner Superproduktion so besonders ist.

K.M Lo : "Mit 500 Dollar habe ich meinen ersten Film „Motor Thief“ gedreht. Mein nächster soll aber nicht mehr als 320 Dollar kosten. Der billigste Spielfilm steht im Guinness Buch der Rekorde mit 376 Dollar. Das versuche ich jetzt ich um 50 Dollar zu unterbieten."

Spielbergs Konkurrenz ist eher bescheiden. In einem Hotelzimmer hat K.M Lo, für fünf Euro die Nacht, das kleinste Filmstudio der Welt eingerichtet. Das Drehbuch hat er an die Wand gekritzelt. Um die Produktionskosten so niedrig wie möglich zu halten, fanden die Dreharbeiten rund um die Uhr und zum größten Teil in seinem Zimmer statt. Internationale Starbesetzung? Fehlanzeige. Und für die Special Effects griff er in die fernöstliche Trickkiste des Schattentheaters. Natürlich wurde auch beim Catering gespart. Für die Energie: Bananen und Schokolade.

K.M Lo : "Mit dem Mini-Budget will ich auch etwas demonstrieren. In Kambodscha traut sich niemand Filme zu machen, weil alle denken, dass man dafür viel Geld und eine Riesen-Ausrüstung braucht. Ich will beweisen, dass man auch ohne große finanzielle Mittel etwas auf die Beine stellen kann. Auf den Inhalt kommt es an. "

K.M Lo stammt aus Hong Kong. Die Produktion seines Streifens "And if God sent his Angel" verlegte er nach Kambodscha um die Kosten im Low-Budget Bereich zu halten. Für Dreh, Schnitt und Nachvertonung hat er vierzehn Tage vorgesehen. In einer Woche wird sein Meisterwerk auf einem Filmfestival in Frankreich gezeigt, vorausgesetzt, dass es bis dahin fertig wird. K.M Lo ist im Geiz-Rausch. Inzwischen hat er sogar beschlossen, unter der 300 Dollar Marke zu bleiben.

K.M Lo : "Ein Film, in dem man nichts anderes sieht als Menschen die laufen, ist nicht langweilig. Er bringt das echte Gefühl rüber, das man bei einem langen Fußmarsch verspürt. Da nichts passiert, hat der Zuschauer Zeit zu überlegen, über den Film nachzudenken. Ich will die Leute nicht unterhalten. Bei mir braucht der Zuschauer viel Geduld. Wer die nicht hat, braucht sich meinen Film gar nicht erst anzuschauen."
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Festival
11 ème Festival International du film asiatique de Vesoul
vom 22. Februar bis zum 01. März 2005
>> Offizielle Homepage des Festivals

Film
"If God Sent His Angel" - "Si Dieu envoyait son ange?"
Regie, Fotografie, Schnitt: K.M. Lo
>> Mehr zum Film

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TRACKS
Donnerstag, den 28. April um 23.50 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 30.04 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 28-04-05
Letzte Änderung: 28-04-05


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