Augenscheinlich ist Ichi das genaue Gegenteil einer mutigen und kompromisslosen Kämpferin. Die mysteriöse Schönheit reist als Wandermusikerin von Ort zu Ort auf der Suche nach dem Mann, der sie aufgezogen hat. Im Gepäck trägt sie stets ein "Shamisen", eine traditionelle japanisches Laute, und ein als Wanderstab getarntes Schwert. Dieses beherrscht sie tatsächlich genauso meisterhaft wie ihr Musikinstrument.

16:9 / 115 Min.
Spielfilm, Japan 2008, ZDF, Synchronfassung, Stereo, Erstausstrahlung
Regie: Fumihiko Sori, Drehbuch: Taeko Asano, Kamera: Keiji Hashimoto, Musik: Lisa Gerrard, Lisa Gerrard, Michael Edwards, Schnitt: Hisashi Sasaki, Produktion: ICHI Film Partners, Produzent: Nobuyuki Toya, Nobuhiro Azuma, Koji Yoshida, Yasushi Umemura
Mit: Haruka Ayase (Ichi), Takao Osawa (Toma Fujihira), Shidou Nakamura (Banki), Yôsuke Kubozuka (Toraji Shirakawa), Ryosuke Shima (Kotaro), Go Riju (Kihachi), Akira Emoto (Chobei)

Sie gelangen zusammen nach Bito, eine kleine Stadt, die schon seit langer Zeit von der Banki-to-Bande terrorisiert wird. Der Anführer dieser Peiniger ist der kaltblütige Bandit Banki, der wegen seines entstellten Gesichts eine Maske trägt. Toraji, ein Nachfahre der Shirakawa-Familie, versucht, die Bande zu verjagen und der Stadt wieder Frieden zu bringen. Er ist beeindruckt, als er erfährt, dass Toma einige Ganoven niedergestreckt hat. Nicht ahnend, dass diese in Wahrheit Ichis unwiderstehlichem Kampfstil, bei dem sie die Bewegungen ihrer Gegner geradezu erspürt, zum Opfer gefallen sind, heuert er Toma als Leibwächter für seinen Vater an. Ichi hält sich zunächst zurück. Als Toma jedoch bei Angriffen der Bande erneut versagt und Torajis Vater getötet wird, greift Ichi ein. Es kommt zum tödlichen Showdown.
Zusatzinformation:
Die vom japanischen Autor Kan Shimozawa geschaffene Figur des blinden Schwertkämpfers "Zatoichi" ist einer der populärsten Samuraihelden der japanischen Film- und Fernsehgeschichte. Seit den 60er Jahren stand die Figur im Mittelpunkt von stolzen 26 Filmen und über 100 Fernsehfolgen.


Gerade die klassisch von Hiroshi Kuze inszenierten Kampfszenen erinnern an die Choreographie der Schlachtengemälde zahlreicher Kurosawa-Filme. Die Gewichtung von "Ichi - Die blinde Schwertkämpferin" liegt jedoch nicht auf den Kampfszenen, sondern auf der Entfaltung der Charaktere der beiden tragischen Außenseiter und ihres Seelenlebens. Aber auch auf der philosophischen Betrachtung von Wahrnehmung und Blindheit wird viel Wert gelegt, was seinen Ausdruck in den ruhigen, intensiven Bildern voller Schmerz und Poesie findet, die häufig von der stimmungsvollen Musik Lisa Gerrads begleitet werden.
"Ichi - Die blinde Schwertkämpferin verbindet die Elemente eines alten Mythos mit moderner dramaturgischer Gestaltung und einer differenzierten Figurenzeichnung zur gelungenen Komposition einer offenen Form des klassischen Material-Arts-Films." (Marie Anderson/Kino-Zeit).






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