Die Reportage sehen (real video - 4mn08)
Schon zum zweiten Mal nimmt es Luc Bondy mit dem "Idomeneo" auf. Er hatte die Mozart-Oper bereits an der Mailänder Scala inszeniert, war damit aber nicht zufrieden gewesen. Ein Jahr später hat es der Starregisseur ganz bescheiden noch einmal versucht. Und hat das Projekt für die Pariser Oper ganz und gar umgekrempelt.Luc Bondy: "Die große Frage ist: wie inszeniert man den Idomeneo? Das ist schwierig. Früher hatte ich eine genaue Vorstellung von dieses Oper... Alle, die darüber sprachen, fanden sie irgendwie erstarrrt und monumental. Vielleicht sind wir auf dem richtigen Weg, die Geschichte etwas zugänglicher zu machen..."
Mozart ist erst 24, als er "Idomeneo" komponiert. Die traditionelle Form der "opera seria", der Oper mit mythologischem Hintergrund, wird ihm vorgeschrieben: Der griechische König Idomeneo soll seinen Sohn opfern. Selten aufgeführt, galt das Werk als langweilig. Schade, denn die Musik ist überwältigend. Schwierig ist die Inszenierung. Luc Bondy gelingt es, das auf 4 Stunden angelegte Drama zu dynamisieren.Eleganz und klasheit prägen die Aufführung. Dirigent Thomas Hengelbrock stellt sich ganz in den Dienst des brillanten Idomeneo, explosiv singt Joyce DiDonato die Rolle des Idamante.
AufführungenIdoménée
Inszenierung von Luc Bondy
Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Mit: Ramon Vargas, Joyce DiDonato, Camilla Tilling, Mireille Delunsch, Thomas Moser...
vom 30. November bis zum 29. Dezember 2006
im Palais Garnier - Paris
>> Mehr Informationen
>> Website des Opéra national de Paris






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