Musik und der menschliche Körper besitzen ähnliche Schwingungsmuster. Klänge können deshalb Zellstoffwechsel, Blutkreislauf und Atemrhythmus stark beeinflussen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man sich darauf einlässt, mit den Klängen auf die Reise zu gehen und sie auf sich wirken zu lassen. "Der Verstand kann aufhören, darüber nachzudenken", sagt der Klangtherapeut Otto-Heinrich Silber. "Er wird eingeladen, sich einfach auf die sinnliche Wahrnehmung einzulassen, zu spüren, ohne dauernd darüber zu reflektieren.""Positiver, offener, stärker"
Nachgewiesen ist, dass Klangtherapie Patienten mit Herzrhythmusstörungen helfen kann. Erleichternd wirkt sie bei Atembeschwerden und chronischen Schmerzzuständen. Und auch bei seelischen und körperlichen psychosomatischen Verstimmungen können die Schwingungen des Didgeridoos oder des Monochords harmonisieren. "Ich fühle mich, seit ich Klangtherapie mache, wie ein anderer Mensch. Positiver, offener, stärker", beschreibt eine Frau ihre Erfahrungen. Sogar das Wachstum von Krebszellen scheint die Einwirkung von Klängen verlangsamen zu können, wie Freiburger Wissenschaftler berichtet haben.
Über die Haut in den KörperKlangtherapie wird in der Gruppe angeboten, aber auch für einzelne Teilnehmer. Mit dem Monochord zum Beispiel, einem Saiteninstrument, lassen die Schwingungen vom Therapeuten direkt über die Haut in den Körper übertragen. "Weil der Klang über die Haut zu den Knochen übertragen wird, zu den Muskeln, zu den Körperflüssigkeiten bis in alle Zellen, entsteht eine Art Mikromassage", so die Münchener Klangtherapeutin Frederike Lechner. "Ziel ist es, dass sich auch kleinste Spannungen im ganzen Körper lösen. Nicht immer erzeugen allerdings die Töne des Gongs, der Tonschalen oder anderer Instrumente bei den Teilnehmern sofort ein positives Gefühl. Oft braucht es etwas Zeit, bis sich Schmerz, Ärger, Angst abbauen und sich stattdessen Entspannung, Wohlbefinden und innere Harmonie einstellen."
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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 16. Mai 2006, 14.00 Uhr
Wiederholung vom 31. Mai 2005
Redaktion: Birgit Engel Koproduktion BR -ARTE G.E.I.E.






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