(Die Interviews sind auf französischer Sprache)
Claudia de Smet, Sie tanzen den Engel der Verkündigung. Könnten Sie sich kurz vorstellen und uns ihren Werdegang erzählen? Die Verkündigung ist ein sehr wichtiges Thema der christlichen Religion, wie haben Sie sich darauf vorbereitet.Kabel -- Modem
Ich begann als kleines Mädchen im Alter von sechs Jahren mit dem Turnen und machte dann mit Tanzen weiter, weil mir das gefiel. Im Alter von zehn Jahren begann ich richtig mit dem Tanzen. Ich habe in Belgien studiert und mit den Compagnien dort gearbeitet, unter anderem auch mit Charlerois Danse. Ich habe auch kleinere Projekte gemacht. 1995 tanzte ich dann Angelin Preljocaj in Paris vor. Er engagierte mich, und wir fingen gemeinsam in Châteauvallon an. Von da ab habe ich an Neuinszenierungen von Stücken mitgearbeitet, insbesondere bei l’Annonciation und einem Stück, das wir mit Julie, Angelin und zwei weiteren Mädchen, Pénélope und Carole, gemacht haben. Ich habe fünf Jahre mit ihm getanzt, und das Stück, das mir in besonders guter Erinnerung geblieben ist, das schönste Werk mit ihm, war l’Annonciation, denn es war sehr intim. Wir waren nur wenige, und es ist ein schönes Stück.
SL: Sie wurden auch für Ihre Darstellung des Erzengels Gabriel ausgezeichnet ...
CD: Ja. Zusammen mit Julie bin ich mit l’Annonciation viel auf Tournee gegangen, und deshalb wurde das Stück immer ausgereifter. Wir fanden großen Anklang, und es lief gut zwischen Julie und mir. Dann sind wir nach New York gegangen und haben im Joyce getanzt. Wir wussten eigentlich nichts davon, aber an diesem Abend war dort eine Jury, die sich viele Stücke aus dem Jahr ansah. Wir bekamen mit L’Annonciation den Bessie Award 1997 für die beste Darstellung (Julie als Maria, und ich als Erzengel Gabriel). Angelin erhielt auch einen Preis für das beste Stück des Jahres 1997, was eine schöne Überraschung war.
Bevor wir 1995 in die Ferien fuhren, sprach er mit den vier Tänzerinnen, mit denen er diese Choreographie machen wollte. Er sagte uns, dass er im September 1996 mit der Arbeit für l’Annonciation beginnen wolle. Julie sollte Maria und ich den Erzengel Gabriel tanzen. Er fügte hinzu, dass wir uns zur Vorbereitung Gemälde zu dem Thema ansehen sollten, um uns die Positionen für den Engel und Maria anzueignen. Wir begannen zusammen mit ihm zu improvisieren und wussten, dass dies das Thema des Stücks war. Nach und nach entwickelte er das Stück. Er ließ uns bei der Darstellung viel Freiheit, obwohl er bestimmte Passagen festlegte: alle Tanzpassagen, die Flügel usw., all das schrieb er vor. Aber bei der eigentlichen Darstellung vertraute er uns völlig, so dass wir etwas zwischen Julie und mir entwickeln konnten, und das hat sehr gut funktioniert.






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