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24.02.2005 - 23.25 : tracks - 23/02/05

Interview der Woche : Kristian von Hornsleth

Tabu-Bruch und Provokation sind nur zwei von den Spezialitäten des 41-Jährigen Malers und Bildhauers Kristian von Hornsleth. Er lässt kaum einen Skandal aus, um der zeitgenössischen Kunst-Szene an den Karren zu fahren. Zum ersten Mal konnte man seine Kunstwerke in Paris bestaunen. Für die Premiere fuhr der Künstler seine schwersten Geschütze auf.

Videoausschnitte der Reportage (real video - 1 Min.28)

Viele haben Angst vor dir. Mit recht?

Kristian von Hornsleth: "Schwer zu sagen. Die Antwort muss man schon selber in meinen Werken finden. Mit Worten kann ich nicht so gut umgehen. Ich habe die Rolle des Hofnarren. Das ist eigentlich genau wie früher, als der König immer einen Witze-Reißer an seiner Seite hatte. Es geht darum, das Establishment so lange zu kritisieren, bis es dir den Kopf abschlägt. Die Bonzen lieben es, wenn man ihnen auf die Füße tritt, vorausgesetzt, man tut es mit Stil. Ich bin der Hofnarr der Elite."

Seit 99 entlarvt Hornsleth mit seinen trashigen Kunstwerken die perversen Machenschaften des Marketings. Eigentlich hat er es auf die gesamte Kunstszene abgesehen, die er als Mafia bezeichnet. Sein Slogan: „Fuck you Art Lovers“. Für seine vergoldeten Beleidigungen löhnen masochistische Kunstliebhaber schon mal bis zu 12.000 Euro. Trotzdem ist Hornsleth in den meisten Galerien, kein besonders willkommener Künstler.

Kristian von Hornsleth: "Das ist eine Mischung aus Punk, Barock, Gothic, aus Dingen die mir einfach durch den Kopf gingen. Das hat sich ganz natürlich entwickelt. So intensiv hatte ich seit dem Kindergarten nicht mehr geackert. Jeden Sommer ging ich nach Italien um an diesen Stücken zu feilen, aber inzwischen sind sie mir zu perfekt, zu glatt. Die frühen Werke hatten etwas rohes an sich. Zeitgenössische Kunst macht die Menschen misstrauisch. Sie wissen nie, wie lange der Künstler an einem Objekt gearbeitet hat. Mit etwas Neuem, fängt man ganz unten an. Das ist wie mit den Drogen. Zuerst sind sie umsonst, später muss man dafür löhnen."
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HORN$L€TH HURT$ CU€TO
bis zum 28. Februar 2005
Galerie Valérie Cueto
10 / 12, rue des Coutures Saint-Gervais
75 003 Paris
Tel : 33 (0) 1 42 71 91 89
>> Offizielle Website der Galerie Valérie Cueto

Links
>> Offizielle Website von Kristian von Hornsleth
>> Biographie und online shop


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TRACKS
Eine Reportage von Chrystelle André
Donnerstag, den 24. Februar 2005 um 23.25 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 26.02 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 23-02-05
Letzte Änderung: 23-02-05


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