„Mein Kampf, Geschichte einer Hetzschrift“
1 – Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Film über „Mein Kampf“ zu drehen?
Vor einigen Jahren habe ich für das französische Institut für audiovisuelle Medien (INA) Gespräche mit ehemaligen KZ-Häftlingen geführt. Eine der Kernfragen war dabei, wie und inwieweit diese Menschen in den 30er- und frühen 40er-Jahren sich der Gefahr durch die Nazis bewusst werden konnten. Es stellte sich heraus, dass sie diese Gefahr mehr oder weniger erkannten, vor allem durch die Zeitungen. Einer dieser Zeitzeugen erzählte mir, „Mein Kampf“ habe damals seine Aufmerksamkeit erregt und ihn gewarnt. Das ist mir im Gedächtnis geblieben. Als ich dann zwei oder drei Jahre später einen Dokumentarfilm über die politischen Ziele und die Referenztexte al-Qaidas plante, suchte ich nach möglichen geschichtlichen Parallelen. Da kam mir „Mein Kampf“ wieder in den Sinn. Der Nationalsozialismus und al-Qaida haben natürlich nichts miteinander zu tun, aber es ist ein Vergleich zwischen totalitären politischen Texten möglich, die zwar völlig verrückt erscheinen mögen, aber dennoch einen ideologischen Rahmen abstecken und zur Umsetzung bestimmt sind. Damals habe ich mich gefragt, was beim Erscheinen von „Mein Kampf“ geschehen war: War der Text gelesen worden, und wie hatte man vor Hitlers Machtergreifung darüber gedacht? Zunächst beschäftigte ich mich also unter diesen beiden Gesichtspunkten mit „Mein Kampf“. Ich stellte fest, dass es praktisch keine Studie und auch keinen Dokumentarfilm über die Rezeption des Buches gab und dass der Umgang mit dem Werk gerade in Deutschland immer noch problematisch war. Diese Gründe haben mich bewogen, mich näher mit dem Thema zu befassen, und alles, was ich dabei herausfand, war ungemein interessant.2 – Wie haben Sie die Dreharbeiten zu Ihrem Film vorbereitet? Sind Sie auf Schwierigkeiten gestoßen?
Die Vorbereitung der Dreharbeiten war nicht besonders schwierig. Bei manchen Themen stößt man auf verschlossene Türen, aber das war nicht der Fall. Ich bekam recht schnell Zugang zu allen erforderlichen Informationen, von Historikern oder aus Film- und Textarchiven. So habe ich z.B. im Pariser Stadtarchiv Berichte über die Veröffentlichung von „Mein Kampf“ in Frankreich gelesen. Im Grunde bin ich auf die übliche Weise verfahren. Etwas ungewöhnlicher waren dagegen meine Beziehungen zu manchen Historikern. Im Allgemeinen treten diese als objektive, neutrale Experten ihres jeweiligen Fachgebiets auf. In diesem Fall jedoch kannten sich die Historiker – vor allem in Deutschland – nicht immer sehr gut in der Frage aus, und überdies waren sie aktiv an der Rezeption und der Geschichte des Buchs beteiligt, die auch heute noch nicht abgeschlossen ist. Beispielsweise habe ich einmal einen renommierten Spezialisten für Hitlers Weltanschauung angerufen, d.h. für den Inhalt von „Mein Kampf“, und nicht für seine Rezeption. Er lieferte mir hervorragende Informationen über Hitlers Ideologie, aber meine Fragen, wie viele Exemplare des Buchs verkauft worden seien und ob die Leute es gelesen hätten, konnte er nicht beantworten. Ein zweites Beispiel: Ein anderer Historiker und herausragender Fachmann für die Geschichte des Nationalsozialismus wies mich zunächst mit den Worten ab, „Mein Kampf“ sei völlig uninteressant, und er wolle nicht darüber reden. Doch dann wurde er zugänglicher; ich konnte ihn interviewen, und er sprach ausführlich und sehr fesselnd über „Mein Kampf“. Das zeigt, wie emotionsgeladen das Thema ist, und wie sehr das Schweigen darüber ein gewisses Unbehagen, ja vielleicht sogar ein Tabu kaschiert. Die Informationen existieren und sind leicht zugänglich, aber man muss zunächst das Tabu überwinden.
3 – Hat sich die Rezeption von „Mein Kampf“ im Lauf der Zeit gewandelt?
Ja, sie hat sich sehr stark gewandelt. Nach dem Krieg war es natürlich schwierig, über das Buch zu sprechen. Außerdem bestand die (nie völlig zu überwindende) Versuchung, alle Übel des Nationalsozialismus und dieser Epoche im Allgemeinen Hitler allein anzulasten und zu übersehen, dass er ein allgemein bekanntes politisches Programm hatte, das breite Zustimmung fand. Ebenso führte in den Jahren nach Kriegsende der strukturalistische Ansatz aus sehr guten Gründen zu der Annahme, die Verantwortung sei geteilt und Hitler selbst (und damit sein Buch) seien nicht so wichtig gewesen, während man die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen wie die SS u.a. berücksichtigen müsse. Diese beiden – scheinbar widersprüchlichen – Positionen haben dazu beigetragen, die Bedeutung von „Mein Kampf“ zu schmälern.
Heute haben Historiker wie Ulrich Herbert, Götz Ali oder Ian Kershaw eine umfassendere Sichtweise, die sowohl intentionalistische als auch strukturalistische Aspekte berücksichtigt. Sie beginnen daher, sich mit „Mein Kampf“ zu befassen. Dennoch glaube ich, dass das Buch in Deutschland und vielleicht auch in Frankreich das letzte große Tabu des Nationalsozialismus ist. Die Person Adolf Hitlers ist heute in Deutschland „enttabuisiert“ worden, sie ist Teil der Geschichte geworden und wurde ihres – negativen – Nimbus beraubt. Doch „Mein Kampf“ bleibt ein „heikles“ Thema.
4 – Warum hält sich dieses Tabu so hartnäckig?
Dafür gibt es wohl mehrere Gründe. Vor allem kann man sagen – das ist nur ein Vergleich, aber er ist interessant –, dass „Mein Kampf“ im Nationalsozialismus etwa denselben Stellenwert hatte wie die Hostie in der katholischen Religion. Anders gesagt: „Mein Kampf“ ist ein Teil von Hitlers Leib. Ich denke, dass in dieser Vorstellung etwas Wahres steckt. Hitler ist tot, und der Nationalsozialismus ist mit ihm gestorben. Übrig geblieben sind nur ein paar Reliquien wie zum Beispiel die Hakenkreuzfahne – aber das ist nichts, das sind nur Gegenstände. Ein Buch dagegen hat einen Sinn, man kann es lesen und verstehen. Außerdem lässt das geschriebene Wort seinen Autor über den Tod hinaus fortbestehen. In „Mein Kampf“ lebt etwas von Hitler weiter, und da liegt das Problem.
Der andere, sehr wichtige Grund für den Fortbestand des Tabus in Deutschland (und nicht nur dort) ist, dass die meisten der in „Mein Kampf“ geäußerten Ideen in die Tat umgesetzt wurden. Sie waren schon lange vor der Machtübernahme durch die Nazis aufgezeichnet worden. Natürlich musste das, was dort geschrieben stand, nicht automatisch auch eintreten – aber auf jeden Fall stand alles bereits in „Mein Kampf“. Die Tatsache, dass die Deutschen die volle Tragweite von „Mein Kampf“ damals nicht erkannt hatten, erklärt heute ein gewisses kollektives Gefühl der Scham. Das Buch gelesen zu haben, ohne die Konsequenzen zu begreifen, oder – schlimmer – es nicht gelesen und damit nicht ernst genommen zu haben, ist im Nachhinein beschämend und führt zu einer Art kollektivem Schuldgefühl.
5 – Sie legen Wert auf die Feststellung, dass das nicht nur für Deutschland gilt.
Der Nationalsozialismus ist Teil der Weltgeschichte, weil er auf universellen ideologischen Mechanismen beruht und weil die ganze Welt von ihm betroffen war. Natürlich gelten für Deutschland bestimmte Besonderheiten; was „Mein Kampf“ angeht, ist das Land jedoch kein Ausnahmefall. Denn das Buch fand vor dem Krieg weltweite Verbreitung – gerade in Frankreich, obwohl Hitler dies zu verhindern suchte. Das ist übrigens eine sehr interessante Geschichte: In Frankreich waren 20.000 Exemplare im Umlauf, was nicht sehr viel ist, aber alle Parlamentarier hatten je eine vollständige Ausgabe des Buchs erhalten. Überall auf der Welt war „Mein Kampf“ erhältlich, aber genau wie in Deutschland wurde es nicht gelesen, man verstand seine Tragweite nicht, oder man stand der dargelegten Ideologie gleichgültig gegenüber. Das kann man nachvollziehen, denn es fällt immer sehr schwer, politische oder gesellschaftliche Neuerungen zu begreifen. Und „Mein Kampf“ war eine radikale Neuerung, eine völlig neue Ideologie. Doch manche verstanden seine Auswirkungen, und daher stellt sich die Frage der Kollektivschuld. Wenn Churchill und de Gaulle, oder auch deutsche Oppositionelle wie Konrad Heiden u.a., die Tragweite des Textes verstanden haben – die Kriege, Zerstörung und Unmenschlichkeiten, von denen die Rede war –, dann konnten alle sie verstehen. Diese Verantwortung wird von allen Nationen getragen.
6 – In den meisten Fällen wurde „Mein Kampf“ nicht kostenlos verteilt, sondern verkauft. Es gab also Tantiemen.
Ja, damals gab es Tantiemen. Für Hitler hatte „Mein Kampf“ anfangs einen finanziellen Zweck. Natürlich verfolgte das Buch auch politische Ziele, vor allem innerhalb der NSDAP, aber es sollte auch Geld einbringen. Bei Erscheinen des Buchs 1925 war Hitler durch den misslungenen Münchner Putschversuch bekannt, und er konnte damit rechnen, dass „Mein Kampf“ sich gut verkaufen würde, wenn auch vielleicht nicht zu erwarten war, dass es ein solcher Bestseller werden würde. Fest steht, dass der zweite Band aus diesen Beweggründen entstand. Auf seinem Weg zur Macht brauchte Hitler Geld. Und im Dritten Reich taten die NSDAP und der Verlag alles, damit das Buch möglichst oft verkauft wurde. So verordnete die Partei, dass alle Standesämter in Deutschland das Buch kaufen und es jungen Brautpaaren zur Hochzeit schenken mussten. Einige Ämter leisteten dagegen übrigens Widerstand.
7 – Wie sieht es heute in Deutschland und der restlichen Welt aus? Wie ist die Verbreitung des Buchs geregelt?
In Deutschland wurde „Mein Kampf“ im Zuge der Entnazifizierung verboten. Mit der Verwaltung des Werkes wurde das bayerische Finanzministerium beauftragt. Natürlich bezieht das Ministerium daraus keinerlei Einnahmen. Ihm gehören zwar die Urheberrechte, aber Nachdrucke oder Neuauflagen des Buchs sind verboten. Nur in Antiquariaten findet man heute noch alte Exemplare, für die keine Tantiemen mehr fällig werden. Das Finanzministerium achtet auf die Einhaltung des Verbreitungsverbots, d.h. es verhindert, dass zum Beispiel ein Professor den vollständigen Text fotokopiert und an seine Studenten verteilt. Das Ministerium ließ auch den Druck und Vertrieb des Buchs in der Türkei verbieten, wo in wenigen Monaten 80.000 Exemplare verkauft worden waren. In den Vereinigten Staaten und in England ist die Lage anders, denn Hitler hatte hier die Rechte in den 1930er-Jahren legal verkauft. Daher gibt es in diesen Ländern Verlage, die aus dem Verkauf von „Mein Kampf“ Einnahmen beziehen, doch anscheinend kommen diese Gelder verschiedenen Vereinen zugute.
8 – Ihr Film zeigt einen peinlichen Zwischenfall bei einem Treffen mit einem für die Einhaltung des Verbreitungsverbots zuständigen leitenden Mitarbeiter des bayerischen Finanzministeriums. Und das, obwohl dieser Mitarbeiter von einem Kommunikationsbeauftragten begleitet wurde. Könnten Sie erklären, was da vorgefallen ist?
Ja, dieser Vorfall ist interessant, weil er zeigt, dass „Mein Kampf“ nach wie vor mit einem gewissen Tabu behaftet ist. Ich wollte über die konkreten Maßnahmen des bayerischen Finanzministeriums als Rechteinhaber sprechen, aber auch über die intellektuellen oder politischen Gründe, die nach Meinung des Ministeriums das Publikationsverbot rechtfertigen. Ich dachte, dass sowohl meine technischen Fragen als auch die Fragen nach den Gründen für das Verbot, die ja sehr gut nachvollziehbar sind, leicht zu beantworten wären. Doch während mir der hohe Beamte problemlos und äußerst kompetent die konkrete Vorgehensweise des Ministeriums erklären konnte, fiel es ihm zu meiner Überraschung sehr schwer, mir die Motive für das Verbot zu erklären. Als ich ihn fragte, ob jeder Kontakt der Deutschen mit dem Buch verhindert werden solle und ob man Angst vor einem solchen Kontakt habe, antwortete er, wie ich glaube, nicht mehr als hoher Beamter des Finanzministeriums, sondern ganz einfach als Deutscher. Es war klar ersichtlich, wie schwierig diese Frage für ihn zu beantworten war. Natürlich ist er nicht repräsentativ für ganz Deutschland; es gab auch Leute, mit denen ich problemlos über die Gründe für das Verbot von „Mein Kampf“ sprechen konnte. Doch dies ist nach wie vor ein sehr heikles Thema. Nach langem Zögern antwortete mir der Beamte, das Buch sei aus Respekt vor den Opfern verboten – was nun wirklich keinen Sinn ergibt. Die Veröffentlichung von „Mein Kampf“ zu erlauben, käme keineswegs einem Mangel an Respekt vor den Opfern gleich. Ich urteile nicht, denn ich verstehe dieses Bedürfnis, sich von dem Buch zu distanzieren, sehr gut. Ich glaube, das Problem wird erst dann gelöst sein, wenn die Deutschen „Mein Kampf“ als geschichtliches Dokument ansehen können, und nicht mehr als Gefahrgut, vor dem man sich hüten muss. Aber solange dies nicht der Fall ist, verstehe ich den Sinn des Verbots.
9 – Und in Frankreich?
In Frankreich ist das Buch, entgegen der landläufigen Meinung, nicht verboten. Dass man glaubt, es sei verboten, zeigt deutlich, wie sehr sich der Gedanke festgesetzt hat, „Mein Kampf“ sei ein heißes Eisen, etwas Besonderes. In Wirklichkeit ist „Mein Kampf“ ganz und gar nicht verboten. 1979 verpflichtete allerdings ein Prozess die Verleger dazu, eine Warnung anzufügen, aus der hervorgeht, welche Verbrechen im Namen dieses Buchs begangen wurden. Eine Zeit lang stand „Mein Kampf“ sogar in den Regalen der FNAC (einer großen französischen Buchhandelskette, A.d.Ü.). Ich weiß nicht, ob dies immer noch so ist, aber auf jeden Fall kann man das Werk bestellen. Es ist recht leicht zu finden.
10 – Wie verläuft in Deutschland die Debatte über eine eventuelle Veröffentlichung?
In Deutschland dürfen kommentierte Auszüge aus „Mein Kampf“ veröffentlicht werden – natürlich nur zu Forschungszwecken und nicht zur Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut. Es gibt auch Pläne, eine kommentierte Gesamtausgabe zu veröffentlichen, wahrscheinlich mit einem textkritischen Anhang, Anmerkungen usw. Ich verstehe nicht genau, wozu dies gut sein soll, denn ich halte geschichtswissenschaftliche Werke über die Naziideologie zwar für unverzichtbar, finde aber andererseits, dass der vollständige, 700 Seiten umfassende Text von „Mein Kampf“ keines Kommentars bedarf.
Zu der Frage, ob „Mein Kampf“ in Deutschland wieder veröffentlicht werden soll oder nicht, habe ich ehrlich gesagt keine Meinung. Ich finde sowohl die Argumente dafür als auch die Gründe dagegen klug und einleuchtend. Die Gegner einer Veröffentlichung sagen, das Buch müsse seinen Symbolcharakter behalten und weiterhin auf Distanz gehalten werden – was ich verstehen kann. Anderen Meinungen zufolge sollte das Buch veröffentlicht und kommentiert werden, weil es ein geschichtliches Dokument ist. Daher müsse das Tabu überwunden werden – und auch diesen Standpunkt kann ich verstehen.
11 – Heute verkauft sich „Mein Kampf“ nach wie vor, beispielsweise in der arabischen Welt und in Russland. Wie erklären Sie das?
Man muss begreifen, was hinter dem Erfolg von „Mein Kampf“ in der arabischen Welt steckt. Das Buch hat in den arabischen Ländern eine lange Tradition, denn bereits in den 1930er-Jahren veröffentlichte der Mufti von Jerusalem, Amin el-Husseini, eine Übersetzung von Auszügen. Für die Präsenz von „Mein Kampf“ in der arabischen Welt gibt es zwei Hauptgründe. Erstens ist das Buch ein Zeichen des Widerstands gegen die westliche Welt: Es verkörpert Dinge, die der Westen ablehnt, und bringt somit seinerseits Ablehnung gegenüber dem Westen zum Ausdruck. Zweitens steht „Mein Kampf“ für die Vernichtung der Juden durch die Nazis und dient daher gewissen Kreisen als – zweifelsohne provokantes – Mittel, ihre feindselige Haltung gegenüber Israel kundzutun. Dennoch muss ich sagen, dass ich sehr überrascht war. Im Film erzähle ich das nicht, aber diesen Sommer ist mir bei einem Besuch in der Türkei bewusst geworden, dass „Mein Kampf“ dort nicht nur aus Provokation gekauft wird. Viele Käufer haben das Buch tatsächlich gelesen (wenn auch vielleicht nicht ganz) und seine Botschaft verstanden. In der Türkei hat „Mein Kampf“ außerdem auch deshalb Erfolg, weil es ultranationalistisches Gedankengut enthält, d.h. die Idee der völligen Hingabe des Menschen an sein Volk, an seine Rasse. Dieser äußerst aggressive, gegen die gesamte restliche Welt gerichtete Nationalismus kann verführerisch wirken. Was nicht unbedingt bedeutet, dass man mit dem gesamten Inhalt des Buchs einverstanden ist und die Juden vernichten will. Für Russland gilt dasselbe. Einige Aspekte der in „Mein Kampf“ geäußerten Ideologie sind zeitlos, und wer sich heute mit „Mein Kampf“ befasst, befasst sich auch mit der heutigen Welt.
12 – Haben Sie das Buch gelesen?
Ja, ich habe es gelesen. Eine recht seltsame Erfahrung. Heute erscheint das Buch ziemlich verrückt, sehr schwerfällig, redundant und langatmig. Zu seiner Zeit war es praktisch das Handbuch des Nationalsozialismus, eine Art Leitfaden für das, was vor sich ging. Sowohl für die Anhänger als auch für die Gegner des Regimes muss es somit eine äußerst fesselnde Lektüre gewesen sein.






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