Jochen Distelmeyer ist der Pop-Philosophe der Nation. Mittlerweile findet auch er für komplexe Zustände schöne, einfache Sätze.
1992 veröffentlichen Blumfeld ihr Debütalbum „Ich-Maschine“. Blumfeld – benannt nach einer Figur von Kafka. Die Lyrik ist geschult an der „Neuen Innerlichkeit“: Lieber einmal öfter „ICH“ sagen! Distelmeyer gab dem Deutsch-Pop eine neue Sprache, arbeitete mit Parolen, Brüchen, Philosophie-Zitaten. Adornos „Frankfurter Schule“ lässt grüßen. Kein Wunder, dass Blumfeld als „Hamburger Schule“ gelabelt wurden.
Vor zwei Jahren war Schluss mit Blumfeld. Der 16 Jahre lange Song, wie es Distelmeyer nennt, war zu Ende geschrieben. Als Songschreiber bringt er Gegensätze zusammen: Befindlichkeits-Monologe und puren Pop, Metaphern-Schlager und Lärm-Rock. Er lässt auch gerne mal Welten aufeinander prallen. Im Video „Wohin mit dem Hass?“ fordert er auf zum Kampf gegen die Reichen und Mächtigen – und stilisiert sich selbst zum Erlöser.
Doch schon im nächsten Tanz-Video „Lass uns Liebe sein“ macht er einen auf Karaoke-Popper und möchte die Welt umarmen.
Distelmeyer gibt die Richtung vor. Seine Erbauungslieder euphorisieren ganz wunderbar... schön, dass man ihnen neuerdings auch leichter folgen kann.
Neues Album
"Heavy" von Jochen Distelmeyerbei Columbia/ Sony
Links
- Jochen Distelmeyer auf Wikipedia
- Offizielle Website von Jochen Distelmeyer
- Offizielle Website von Blumfeld
Konzerte
12.12.09 - Regensburg - Alte Mälzerei13.12.09 - Frankfurt - Mousonturm
14.12.09 - Bremen - Modernes
02.02.10 - Hannover - Musikzentrum
03.02.10 - Münster - Metropolis
04.02.10 - Darmstadt - 603qm
06.02.10 - Düsseldorf - Zakk
07.02.10 - Schorndorf - Manufaktur
08.02.10 - CH-Zürich - Macotte
09.02.10 - CH-Düdingen - Bad Bonn
10.02.10 - CH-St Gallen - Palace
12.02.10 - Magdeburg - Moritzhof
13.02.10 - Dresden - Scheune
14.02.10 - Rostock - Zwischenbau
15.02.10 - Hamburg - Markthalle
26.02.10 - Oldenburg - Kulturetage







per E-Mail verschicken



Facebook
Twitter
RSS

