
John le Carré wurde 1931 als David John Moore Cornwell in der südenglischen Küstenstadt Poole (Dorset) geboren. Er besuchte die renommierte Sherborne School, studierte zwei Semester Deutsche Literatur an der Universität Bern und schloss sein Studium der Modernen Sprachen am Lincoln College in Oxford mit Auszeichnung ab. Von 1956 bis 1958 war er als Lehrer in Eton tätig. Im Jahr darauf wechselte er zum britischen Geheimdienst, dem er bis 1964 angehörte, zunächst als Zweiter Sekretär der britischen Botschaft in Bonn und danach als Konsul für politische Angelegenheiten in Hamburg. Seinen ersten Roman schrieb er 1961. Seitdem hat er 20 Bücher veröffentlicht.

Das Telefon ist mir ein Gräuel. Ich kann nicht Maschine schreiben. Meine Romane schreibe ich mit der Hand. Ich lebe in Cornwall, in einem Haus auf den Klippen. Ich hasse Städte und halte es nicht länger als drei Tage und Nächte in einer Stadt aus. Ich lebe sehr zurückgezogen. Mein Tag ist mit Schreiben, Spazierengehen, Schwimmen und Trinken angefüllt.
Abgesehen vom Spionieren habe ich in meinem Leben auch noch andere Sachen gemacht. Ich habe Badetücher verkauft, mich scheiden lassen, Elefanten geschrubbt, bin von der Schule abgehauen, habe eine Herde Schafe mit einem 25-Pfünder dezimiert, weil ich zu begriffsstutzig war, die Anweisungen des Artillerie-Offiziers zu verstehen. Außerdem war ich Lehrer an einer Sonderschule.
Ich habe vier Söhne und zwölf Enkel. Es ist vierzig Jahre her, dass ich Mantel und Degen an den Nagel gehängt habe. Meine ersten drei Bücher habe ich als Geheimagent geschrieben, die nächsten achtzehn dann als freier Mann.

... John le Carré ein großer Verehrer von Thomas Mann ist?
... Le Carré ein heftiger Kritiker des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair ist?
... Fernando Meirelles Verfilmung von „Der ewige Gärtner“ in den USA rund 82,5 Millionen
Dollar einspielte?

Bis zu einem gewissen Grade fühle ich mich geschmeichelt, dass man meine erfundenen Geschichten so ernst nimmt. Zugleich verachte ich mich in der Rolle des Guru, die mir nicht zusteht, denn sie hat keinerlei Bezug zu meiner Person oder meiner Arbeit. Nach meiner Erfahrung haben Künstler wenig eigene Substanz. Sie tun so als ob. Sie sind nicht die Sache selbst. Sie sind Spione, und ich bin da keine Ausnahme."
Quelle: John le Carré - Official Author's Website (mit freundlicher Erlaubnis des Verlegers)







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