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> Unsere Tipps vom 19.03.2003 > Joseph-Guy Ropartz

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18/03/03

Joseph-Guy Ropartz

Klassik

JOSEPH-GUY ROPARTZ : 1. und 2. Sonate für Violine und Klavier
Alexis Galpérine (Violine),
Jean-Louis Haguenauer (Klavier)
Label : La Guilde des Musiciens ; Vertrieb : Intégral

CD zu gewinnen


Ausschnitt 1 : Modem - Kabel / Ausschnitt 2 : Modem - Kabel

Alexis Galpérine und Jean-Louis Haguenauer - Fortsetzung einer Annäherung an Joseph-Guy Ropartz.

Ropartz hat die Gabe, mit seiner Musik nostalgische Gefühle zu wecken. Obgleich er nicht der einzige Komponist ist, der auf diese Emotionen setzt, gehört er doch zu den Meistern seiner Kunst. Beeinflussung und Wirkung sind hier die richtigen Stichworte: Musik, die beharrlich ein gleichbleibendes Thema aufgreift, berührt die verborgensten Winkel unserer Erinnerungen dort, wo wir das Fehlende und endgültig Verlorene immer wieder neu erfinden wollen.

Mit Themen, die sich beharrlich festsetzen und Klangwelten, die seit langer Zeit bekannt scheinen, spielt Ropartz auf der eigentlich altbekannten Klaviatur: Irgendwo gibt es Etwas, das wir wiederfinden wollen, einen Garten, der uns allein gehört, ein vertrautes Nest. Vielleicht ist genau dies das Geheimnis von Musik: Es geht einfach darum, Erinnerungen wachzurufen. Dabei fließen die Mythen der Bretagne, die diese beiden Sonaten durchziehen, so stark in unsere eigenen Phantasien ein, dass sie dort sogar die Oberhand gewinnen.

Der Ort der Erinnerungen, in diesem Fall die Bretagne, ist letztlich unwesentlich, genauso wie die Geschichten, die sie speisen, ohne Belang sind. Die Musik von Ropartz präsentiert sich uns wie ein Spiegel. Die Interpretation von Jean-Louis Haguenauer und Alexis Galpérine geht in dieselbe Richtung, wobei sie sich der Musik Ropartz' behutsam und einfühlsam nähern. Mit ihrem äußerst präsenten Vortrag gelingt es ihnen, diese vehemente Spiel der Verschmelzung noch zu verstärken.


Mathias Heizmann

Erstellt: 10-06-04
Letzte Änderung: 18-03-03


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