>22:30 Uhr: Belgrad, bleiben oder gehen?
VPS : 22.30
Dokumentation, Frankreich 2002, Erstausstrahlung
Von: Goran Pascaljevi
Belgrad hat in den letzten zehn Jahren ständig Schlagzeilen gemacht: nationalistische Euphorie, Kriege ringsum, Demonstrationen gegen das Milosevic-Regime, Bombardierungen, Regierungssturz und schließlich die Reaktionen auf das Kriegsverbrechergericht in Den Haag als grotesker Epilog.
Der preisgekrönte Regisseur Goran Pascaljevic ("How Harry became a tree") berichtet von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Belgrad, die dieselben Freuden und Probleme haben wie andere junge Leute in Europa, die aber zusätzlich die Isolation und das Unglück von ideologisch-militärischen Konflikten erlebt haben. Sie sehnen sich nach Modernität, nach einem Leben als Europäer. Die Dokumentation zeichnet ein neues, optimistischeres Bild von Belgrad, als man es bisher in den alten EU-Ländern gewöhnt war. Es zeugt von einer überraschend positiven Grundeinstellung und regt zum Nachdenken über das eigene Leben an.
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>23.30 Uhr: Unterwegs in Belgrad
VPS : 23.30
Wiederholungen:
05.07.2004 um 02:30
Dokumentation, Frankreich 2002, Erstausstrahlung
Von: Roland Allart
Städte sind der Ort eines unablässigen Wandels. Vor allem in den Hauptstädten treffen Tradition und Moderne spannungsvoll aufeinander.
Europa ist gegenwärtig in einem Prozess der Wandlung und Erneuerung begriffen. Der Kontinent spiegelt die verschiedenen Einflüsse wider, die ihn formen, und bezieht seine Einheit gerade aus den so verschiedenartigen Charakteren und Temperamenten seiner Bewohner. Gerade im Osten bewegt sich viel. Einer der symbolträchtigsten Orte dieses unablässigen Wandels und Austauschs ist Belgrad. Zwischen Kriegsruinen und Flohmärkten, zwischen Nachtclubs und Wodkafrühstück, zeichnet der Film ein lebendiges Portät der Stadt Belgrad.
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>00:00 Uhr: Goran Bregoviç - der Sound des Balkans
Dokumentation, Frankreich 2002, Erstausstrahlung
Von: Milos Radoviç
Milos Radoviçs berichtet von einem Künstler, der die traditionellen Klänge des Balkans ohne Effekthascherei in ein zeitgemäßes Gewand kleidet.
Im Jugoslawien der 70er Jahre war Goran Bregoviç der Rock-Star schlechthin, seine Band "Bijelo Dugme" (Weißer Knopf) erlangte Kultstatus. In ihren Rock-Sound integrieren die Musiker auch folkloristische Elemente der Heimat. International bekannt wurde Goran Bregoviç durch seine preisgekrönten Soundtrack-Kompositionen für die Filme von Emir Kusturica, für "Time of the Gypsies" (1989) und "Underground" (1995). Außerdem komponierte er die Musik für "Arizona Dream" (unter anderem mit Iggy Pop, Johnny Depp und Jerry Lewis) und "La Reine Margot". Der 1950 geborene Musiker ist Sohn einer Serbin und eines Kroaten und verkörpert die Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit dieses Teils des Balkans.






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