________________________________________
> 20.45 Uhr:
Der Raubzug - Osteuropäische Banden in Deutschland
Dokumentation von Stephan Kühnrich
Deutschland 2004,45 min.
Erstausstrahlung
Schon seit längerem sind kriminelle Netzwerke aus Osteuropa in Deutschland aktiv. Seit Jahren treibt eine Gruppe aus dem polnischen Koszalin in Deutschland ihr Unwesen. Als so genannte „Hammerbande“ hat sie inzwischen traurige Berühmtheit erlangt. Die Täter reisen nach Deutschland, überfallen Juweliergeschäfte in Minutenschnelle und ziehen sich sofort wieder nach Polen zurück. Ähnlich geht eine Bande vor, die Banken überfällt und sich gleich wieder mit dem nächsten Reisebus auf den Weg in ihr Heimatland macht. Nach langen Ermittlungen hat die Polizei herausgefunden, dass die Überfälle in Deutschland von einer Gruppierung durchgeführt werden, die aus Estland stammt.
>21.30 Uhr: Mafia Polska
Dokumentation von Stephan Kühnrich
Deutschland 2003, 27 min.
Im März 2003 umstellen Polizeieinheiten in einem Vorort von Warschau ein Haus, um zwei Mitglieder der örtlichen Mafia festzunehmen. Was folgt, wird für die polnischen Sicherheitskräfte zum Albtraum: Die beiden Verbrecher haben sich verschanzt, wehren sich mit Handgranaten, Panzerfäusten und MG-Feuer. Es ist ein Krieg, auf den die Polizei nicht vorbereitet war. Die beiden Kriminellen werden getötet, auch ein Polizist stirbt. Seither wird der Kampf gegen die diversen Mafiabanden nicht nur von der Polizei, sondern auch von der polnischen Staatssicherheit geführt. Die Geschichte der organisierten Kriminalität in Polen reicht bis in die 70er Jahre zurück. In den Wirren des politischen Umbruchs 1989 konnten die sonst im Untergrund operierenden Verbrecherorganisationen ganz offen agieren und mit Autodiebstählen und Schutzgelderpressungen im großen Stil Milliarden erwirtschaften. Heute konzentrieren sich die Banden auf das klassische Feld des Menschenhandels, auf Prostitution und den Gewinn bringenden Drogenhandel. Die Polizei rüstet auf und bereitet sich auf die kriegsähnlichen Auseinandersetzungen mit den Banden vor, wie die Arbeit einer Breslauer Einheit von Spezialkräften zeigt.
> 22.00 Uhr:
Gesprächsrunde
22 min.
Die Gesprächspartner werden an diesem Abend Dr. Udo Elfkotte von Europol Deutschland und Dr. Veronique Pujas, Politikwissenschaftlerin der Universität Grenoble und Expertin für internationale Verbrechensbekämpfung sein.






per E-Mail verschicken
Europa wächst nur langsam und unter erheblichen Geburtswehen zusammen. Ganz besonders gilt das für die Polizeiarbeit. Auf EU-Seite gibt es zu wenige Kompetenzen, um eigenständig gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen. Das zeigt das Beispiel Europol ganz deutlich. Die nationalen Regierungen sind sehr zurückhaltend, wenn es um offenen Informationsaustausch oder die Aufgabe von nationalen Hoheitsrechten geht.
Facebook
Twitter
RSS

