King Stitt: "Das erste mal, dass ich alleine bei einem Sound-System auflegte, das war für ein Set von Sir Coxsone. Ich wurde verhaftet und man warf mich in den Knast."
Sound-Systems gibt es in Jamaika schon seit den 40er Jahren. Am Anfang rissen die DJs noch die Etiketten von den Import-Scheiben, damit sich die Konkurrenz nicht die selben Platten besorgen konnte. „Sir Lord Comic“, “Tom the great Sebastian“ und “Count Machuki“ hießen damals die Stars, die noch heute King Stitts Idole sind. Mehr als bloße Entertainer, waren die DJs die Stimme des Volkes. Während der 70er Jahre unterstützte King Stitt mit seinen Sets den Wahlkampf von Michael Manley, den Kandidaten der sozialistischen Partei Jamaikas.
Während seiner ganzen Karriere hat Winston Sparkes, alias „King Stitt- The Ugly One“, gerade mal 30 Songs aufgenommen, trotzdem ist er einer der ganz Großen des Dancehall.
>> Biographie und Diskographie von King Stitt
>> From Downbeat to Studio One
DVD
Studio One Story
bei Soul Jazz Records
Auf einer DVD (mit ca. vier Stunden Gesamtspielzeit), einer CD und einem ca. 100-seitigen Booklet wird die Geschichte des wohl wichtigsten Reggae-Labels von den Beteiligten (nach)erzählt. Zu Wort kommen dabei Legenden wie Coxsone Dodd, Horace Andy, Alton Ellis oder King Stitt (den man auch bei seinen abenteuerlichen und schier unglaublichen DJ-Performances sehen kann). Dazu gibt es rarestes Material, bei dem sogar ein Filmchen von Count Ossie und seinen Rastafari-Trommlern gefunden wurde. Die waren ja bekanntlich jene Rhythmusgruppe, die Studio-One-Chef Coxsone Dodd einst mit seinem Soundsytem zusammenschloss und so quasi Reggae erfand.
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TRACKS
Donnerstag, den 12. Mai um 23.15 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program 33
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