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19/08/09

Kino auf ARTE 17.08.2009

Vom 17. bis 24. August 2009


Die Filmtipps:



Die Abenteurer

Mittwoch, 02.9. um 14.45 Uhr

Kultfilm aus dem Jahr 1966, der männliche Träume und Abenteuer verherrlicht. Die Stars sind Alain Delon und Lino Ventura.


Diva

Montag, 07.9. um 14.45 Uhr

Der junge Jules vergöttert die berühmte Sopranistin Cynthia: Am liebsten würde er rund um die Uhr nur ihrer Stimme lauschen.


Riviera

Mittwoch, 19.8. um 03.00 Uhr

Stella lebt mit ihrer Mutter Antoinette an der Côte d'Azur. Während sie nachts als Tänzerin in einem Club arbeitet, bezieht ihre Mutter tagsüber Betten im (...)


Der Marschall

Dienstag, 25.8. um 15.10 Uhr

Für seine Interpretation des raubeinigen Marshalls Rooster Cogburn wurde John Wayne mit dem einzigen Oscar seiner Laufbahn ausgezeichnet.


Kama Sutra

Freitag, 28.8. um 01.00 Uhr

Indien im 16. Jahrhundert: Zwei seit ihrer Kindheit befreundete Frauen entzweien sich, als die eine in der Hochzeitsnacht den königlichen Ehemann der anderen (...)


Paris, Texas

Montag, 24.8. um 14.50 Uhr

Vor 25 Jahren wurde Wim Wenders’ Film „Paris, Texas“ in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.



Mehr Filme:


Montag, 17. August 2009

15:15
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Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Long Walk Home

Australien 1931: Auf dem fünften Kontinent herrscht eine Politik der Rassentrennung...

DETAILS

Montag, 17. August 2009 um 15.15 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Long Walk Home
(Australien, 2002, 90mn)
NDR
Regie: Phillip Noyce
Drehbuch: Christine Olsen
Kamera: Brad Shield, Christopher Doyle
Musik: Peter Gabriel
Schnitt: John Scott, Veronika Jenet
Darsteller: Everlyn Sampi (Molly), Kenneth Branagh (A.O. Neville), Laura Mongahan (Gracie), Tianna Sansbury (Daisy)

16:9 (Breitbildformat)

Australien 1931: Auf dem fünften Kontinent herrscht eine Politik der Rassentrennung. Opfer dieser Politik werden auch Molly, ihre Schwester Daisy und ihre Cousine Gracie. Gewaltsam verschleppt man sie in das weit entfernte Camp Moore River. Doch die Mädchen beschließen, zu fliehen. Zu Fuß machen sie sich auf den Weg zu ihren Müttern. Die einzige Orientierung, die die sie haben, ist ein Zaun, der als Schutz vor Kaninchenplagen ganz Australien durchzieht - der "Rabbit-Proof Fence".

1931 erprobt der australische Staat eine neue Rassenpolitik. Mit dem offiziellen Vorwand, ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen zu wollen, werden Mischlingskinder - zumeist aus der Verbindung weißer Wanderarbeiter mit Aborigines-Frauen - ihren Müttern entrissen und in sogenannte "Umerziehungslager" verschleppt. Die Kinder sollen von ihren Familien getrennt aufwachsen, um so auf lange Sicht eine "Entmischung" der Rassen erreichen zu können.
Auch in dem westaustralischen Dorf Jigalong verfolgt der "Chief Inspector of Aborigines" mit großer Härte die Richtlinien der australischen Regierung. So werden die Schwestern Molly und Daisy gemeinsam mit ihrer Cousine Gracie aus ihrem Heimatdorf entführt und in das 1.500 Meilen entfernte Lager Moore River gebracht. Unter Mollys Führung wagen die Mädchen jedoch bereits nach kurzer Zeit die Flucht aus dem Camp. Als Orientierung dient ihnen einzig der "Rabbit-Proof Fence", ein Zaun, der als Schutz vor den zur Plage gewordenen Kaninchen den gesamten australischen Kontinent durchzieht. Verfolgt von der Polizei und dem erbarmungslosen Spurensucher Moodoo machen sich Molly, Daisy und Gracie zu Fuß auf den weiten Weg nach Jigalong.

Das Drehbuch verfasste Christine Olsen nach einer wahren Geschichte von Doris Pilkington Garimara.
Der "film-dienst" schreibt: "Ein Kapitel australischer Geschichte, das lange vertuscht und verschwiegen wurde, obwohl die behördlich organisierten Entführungen bis 1971 andauerten, als Grundlage für einen engagierten, politisch brisanten Film, der die emotionale Härte durch einen poetischen Grundtenor, das Aussparen von Härten und mythologische Überhöhungen mildert."


Donnerstag, 10. September 2009

14:45
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Meine Wiederholung
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Der zweite Atem

Der berüchtigte Gangster Gu entkommt aus dem Gefängnis. Der erfahrene Kommissar Blot nimmt seine Spur auf...

DETAILS

Donnerstag, 10. September 2009 um 14.45 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Der zweite Atem
(Frankreich, 1966, 144mn)
ARTE F
Regie: Jean-Pierre Melville
Kamera: Marcel Combes
Musik: Bernard Gérard
Schnitt: Michèle Boëhm (als Michele Bohem), Monique Bonnot
Darsteller: Christine Fabréga (Simone, genannt Manouche), Lino Ventura (Gustave Minda, genannt Gu), Marcel Bozzuffi (Jo Ricci), Michel Constantin (Alban), Paul Meurisse (Kommissar Blot), Raymond Pellegrin (Paul Ricci)
Autor: Jean-Pierre Melville, José Giovanni, nach dessen Roman "Un règlement de comptes", Jose Giovanni
Produktion: Les Productions Montaigne
Produzent: André Labay, Charles Lumbroso

16:9 (Breitbildformat) Zweikanalton Nativ HD

Der berüchtigte Gangster Gu entkommt aus dem Gefängnis. Als er einen Doppelmord begeht, nimmt der erfahrene Kommissar Blot seine Spur auf. Mittlerweile in Marseille trifft Gu seinen Freund Paul, der einen Überfall auf einen Geldtransporter plant. Gu willigt ein, mitzumachen, auch wenn er dafür einen Polizisten ermorden muss. Der Coup gelingt, doch Blot stellt Gu eine Falle, bei der er unwissentlich Paul verrät. Diesen Ehrenverlust kann Gu nicht auf sich sitzenlassen ...

Gustave Minda alias Gu entkommt nach zehn Jahren aus dem Gefängnis. In Paris sucht er seine alten Freunde auf - die Restaurantbesitzerin Simone, genannt Manouche, und den Barmann Alban, einen ehemals gefürchteten Scharfschützen. Gu kommt gerade rechtzeitig, um Manouche in letzter Minute aus den Händen zweier skrupelloser Gangster zu befreien, die für den berüchtigten Jo Ricci arbeiten. In einem Wald erschießt er die beiden Männer. Die Art und Weise, wie er sie beseitigt, führt Kommissar Blot auf Gus Spur, der die Handschrift des ehemaligen Staatsfeindes Nr. 1 wieder erkennt.
Die treuen Freunde verstecken Gu in Paris, verlegen das Versteck jedoch wenig später nach Marseille, um ihm von dort zur Flucht nach Italien zu verhelfen. Während er auf seine falschen Papiere wartet, weigert sich Gu, von Manouches Geld zu leben. Durch Vermittlung seines alten Bekannten Orloff will er sich an einem Überfall auf einen Geldtransporter beteiligen - unter der Leitung seines guten Freundes Paul Ricci, dem Bruder des zwielichtigen Jo, dessen Männer Gu kaltblütig ermordete. Weder Manouches Warnungen noch die Tatsache, dass er bei dem Überfall einen Polizisten ermorden muss, können Gu zurückschrecken.
Der Coup gelingt, aber er führt auch Kommissar Blot auf seine Spur. Ballistische Untersuchungen ergeben, dass die beiden Gangster in Paris und der Polizist aus Marseille mit derselben Waffe getötet wurden. Blot stellt Gu eine Falle.
Der tappt nicht nur hinein, sondern belastet dabei auch noch seinen Freund Paul Ricci. Doch der prinzipientreue Gu, der einem altmodischen Ehrenkodex verpflichtet ist, kann mit dem Verrat an einen Freund nicht leben. Und er versucht das Unmögliche: noch einmal zu entkommen, um Paul von jedem Verdacht reinzuwaschen - gejagt von der Polizei und von Jo Ricci, der seinen Bruder Paul rächen will ...

Drehbuch nach dem Roman "Un règlement de comptes" von José Giovanni
Jean-Pierre Melville - eigentlich Jean-Pierre Grumbach - begann als passionierter Autodidakt, der schon als Kind mit einer "Pathébébé"-Kamera seine Familie filmte und als Jugendlicher eine lebenslange Begeisterung für den Gangsterfilm der 30er und den Film noir der 40er entwickelte. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er zunächst auf der französischen, dann auf der englischen Seite und schließlich in den Reihen der Résistance. Sein Deckname "Melville" stammt aus dieser Zeit und ist eine Hommage an den US-amerikanischen Schriftsteller Herman Melville, den Autor des "Moby Dick". Nach dem Krieg gründete Jean-Pierre Melville in Paris seine eigene Produktionsfirma und sein eigenes Studio. So konnte der Regisseur, der sich viele Jahre vor der Nouvelle Vague als "auteur" verstand - Jean-Luc Godard setzt ihm dann auch in "Au ß er Atem" ein Denkmal - in vollkommener künstlerischer Unabhängigkeit seine ersten Filme machen, wie eine Trilogie über die deutsche Besatzung. Danach wechselte er vom Historien- und Kriegsfilm zum "Männerfilm" und arbeitete in Folge unter anderem mit Lino Ventura, Jean-Paul Belmondo und Alain Delon. Melville schätzte gutes Handwerk über alles und besaß dennoch eine eigene Handschrift: Er entwarf düstere Kriminalfilme, die von desillusioniertem Pessimismus, großer Einsamkeit und dem unabwendbaren Scheitern ihrer männlichen Protagonisten geprägt sind. Mit "Der zweite Atem" (1966) und "Der eiskalte Engel" (1967) zeigte sich Melville als meisterhafter Erneuerer des Film noir.
ARTE zeigt "Der zweite Atem" zum ersten Mal in Deutschland in der Originalfassung; die deutsche Fassung wurde um 25 Minuten nachsynchronisiert.
Der Hauptdarsteller Lino Ventura, geboren in Italien und gestorben in Frankreich, zählte jahrzehntelang zu den beliebtesten französischen Charakterdarstellern. Gleichermaßen überzeugend verkörperte er den Flic wie den Ganoven - so war er in "Der zweite Atem" zunächst für die Rolle des Kommissars vorgesehen. In Paul Meurisse fand er dann letztlich einen schauspielerisch ebenbürtigen Antagonisten.


Montag, 17. August 2009

01:20
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Meine Wiederholung
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Am Tag als Bobby Ewing starb

Norddeutschland, 1986: Die Protestbewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf liegt in den letzten Zügen. Nur eine einzige Landkommune ist übriggeblieben...

DETAILS

Montag, 17. August 2009 um 01.20 Uhr

Wiederholungen:
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Am Tag als Bobby Ewing starb
(Deutschland, 2005, 91mn)
RB
Regie: Lars Jessen
Kamera: Andreas Höfer
Musik: Jakob Ilja, Paul Rabiger
Schnitt: Elke Schloo
Darsteller: Eva Kryll (Elli), Franz Dinda (Niels), Gabriela Maria Schmeide (Hanne), Jens Münchow (Rakete), Luise Helm (Martina), Nina Petri (Gesine), Peter Heinrich Brix (Prestin), Peter Lohmeyer (Peter), Richy Müller (Eckardt)
Autor: Ingo Haeb, Kai Hensel, Lars Jessen
Vertreiber: Jetfilm Verleih
Produktion: ARTE, Jakob Ilja, Norddeutscher Rundfunk, Radio Bremen
Produzent: Elke Peters
Ton: Bianka Ihnke, Stephan Hyndes

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Norddeutschland, 1986: Die Protestbewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf liegt in den letzten Zügen. Nur eine einzige Landkommune ist übriggeblieben: Peter, Eckhardt, Gesine, Walther, Elli und Bauer Hein leben in ihrem "Alternativen Wohnkollektiv Regenbogen" gemütlich vor sich hin und denken nicht daran, den friedlichen Widerstand aufzugeben.

Für sie könnte es immer so weiter gehen: Peter, Eckhardt, Gesine, Walther, Elli und Bauer Hein sind die letzte übriggebliebene Kommune aus der Zeit des breiten Anti-AKW-Widerstands im nördlichen Flachland Schleswig-Holsteins. Die umweltbewegten Kommunarden vertreiben sich die Zeit mit Sit-ins vorm AKW-Tor, mit endlosen Konsensdiskussionen, Schafescheren und nacktem Gemeinschaftsbaden. Wäre da nicht der drohende Abschied von Gesine, der Sozialarbeiterin, die einen Frauenbuchladen aufmachen will.
Da kommen den Kommunarden die beiden Städter Hanne und ihr Sohn Niels gerade recht, die in der norddeutschen Provinz stranden, nachdem Hanne der Mann weggelaufen ist und nur Schulden hinterlassen hat.
Während Hanne sich überraschend schnell an Schreitherapie, Gemüseaufzucht und - mit besonderem Vergnügen - an die Tantraspiele mit Kommunenguru Peter gewöhnt, hat Niels immer weniger Lust auf dogmatische WG-Regeln. Kein Fleisch, keine Gewalt, kein Atomstrom - all das wird dem pubertierenden Jungen bald zu viel.
Zum Glück findet Niels Anschluss bei Dorfrocker Rakete und Martina, der Tochter des Bürgermeisters. Mehr aus Trotz denn aus Überzeugung schließen sich die Drei dem gewaltbereiten AKW-Widerstand an, bringen damit das beschauliche Chaos der Kommune reichlich durcheinander und setzen sogar den Fortbestand der pazifistischen Gemeinschaft aufs Spiel. Zum großen Knall kommt es, als im entfernten Tschernobyl ein Reaktor explodiert - genau an dem Tag, als Bobby Ewing stirbt, der Erdölprinz aus "Dallas" und Serienliebling der WG ...

"Am Tag als Bobby Ewing starb" ist eine humorvolle Zeitreise in die Alternativbewegung der 80er Jahre, die mit treffendem, liebevoll ironischem Blick typisch deutsche Szenerien der damaligen Zeit wieder aufleben lässt.
Im Mittelpunkt steht Niels, ein junger Mann kurz vor dem Erwachsenwerden, der in der verregneten Weite Schleswig-Holsteins zwischen Müsli-kauenden WG-Pazifisten, saufenden Dorfproleten, gewaltbereiten Politaktivisten und ländlichen Spießern seinen eigenen Weg zu finden versucht.
So geht es in diesem Film neben der heftig umkämpften Frage des Atomstroms um Themen wie erste Liebe und Loslösung von den elterlichen Bindungen - ein Prozess, der Niels aufgrund des engen Verhältnisses zu seiner Mutter zu schaffen macht. Diese hat es selbst nicht einfach: Nach der destabilisierenden Erfahrung einer gescheiterten Ehe bemüht sie sich, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.
Abgesehen von der feinen Beobachtungsgabe der Autoren hinsichtlich des deutschen Zeitgeists der 80er Jahre zeichnet sich der Film durch eine hochkarätige Besetzung aus: Neben Peter Lohmeyer, Richy Müller, Nina Petri und auch Gabriela Maria Schmeide, deren Gesicht sich dem deutschen Publikum spätestens seit ihren Rollen in "Die Polizistin" (2000) und "Halbe Treppe" (2002) von Andreas Dresen eingeprägt hat, sind auch die kleineren Nebenrollen hervorragend besetzt.
Vor allem Jens Münchow gibt als rockiger 80er-Jahre-Landproll Rakete einen Auftritt mit Kultcharakter. "Der Tag als Bobby Ewing starb", Max-Ophüls-Preisträger 2005, ist nach langen Jahren Fernseherfahrung der erste Kinofilm von Lars Jessen ("Großstadtrevier" etc.), der mittlerweile mit Filmen wie "Die Schimmelreiter" (2008) oder "Dorfpunks" (2009) erfolgreich im Register der satirischen norddeutschen Flachlandkomödie nachgelegt hat.


Freitag, 22. Juli 2011

01:35
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Meine Wiederholung
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Ein mörderischer Sommer

Die ebenso geheimnisvolle wie verführerische Eliane versetzt die Männer einer südfranzösischen Kleinstadt in Aufregung. Der sanftmütige Automechaniker Florimond, Pin Pon genannt, verliebt sich in Eliane und hält trotz aller Anfeindungen zu ihr.

DETAILS

Freitag, 22. Juli 2011 um 01.35 Uhr

Wiederholungen:
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Ein mörderischer Sommer
(Frankreich, 1982, 128mn)
ARTE F
Regie: Jean Becker
Kamera: Etienne Becker
Musik: Georges Delerue
Schnitt: Jacques Witta
Darsteller: Alain Souchon (Florimond auch Pin Pon genannt), Evelyne Didi (Elianes Lehrerin), François Cluzet (Florimonds jüngerer Bruder Mickey), Isabelle Adjani (Eliane), Jean Gaven (Sägewerkbesitzer Leballech), Jenny Clève (Florimonds Mutter), Manuel Gélin (Florimonds jüngster Bruder Boubou), Maria Machado (Elianes Mutter), Max Morel (Immobilienmakler Touret), Michel Galabru (Elianes Stiefvater), Suzanne Flon (Cognata)
Autor: Jean Becker, nach dem gleichnamigen Roman von Sébastien Japrisot
Produktion: Compagnie Artistique de Productions et d'Adaptations Cinématographiques (CAPAC), Société Nouvelle de la Cinématographie (SNC, TF1 Films Production
Produzent: Christine Beytout

16:9 (Breitbildformat) Zweikanalton Nativ HD

Die ebenso geheimnisvolle wie verführerische Eliane versetzt die Männer einer südfranzösischen Kleinstadt in Aufregung. Der sanftmütige Automechaniker Florimond, Pin Pon genannt, verliebt sich in Eliane und hält trotz aller Anfeindungen zu ihr. Er ahnt nicht, dass Eliane unter einem Trauma leidet: Sie sucht die Vergewaltiger ihrer Mutter, von denen einer ihr unbekannter Vater ist. Und Pin Pon soll in ihrem Racheplan eine ganz besondere Rolle spielen ... Jean Becker zeigt in diesem virtuosen Psychothriller Isabelle Adjani als tragische Femme fatale.

Die verführerische Eliane lebt erst seit Kurzem in einer südfranzösischen Kleinstadt, wo sie mit ihrem aufreizenden Verhalten und ihren kecken Sprüchen große Unruhe verbreitet. Die Männer fühlen sich zu Eroberungsversuchen ermutigt, die Frauen dagegen verwünschen die geheimnisvolle Fremde.
Auch der sanftmütige Automechaniker Florimond - von allen nur Pin Pon genannt - ist in Eliane verliebt, wagt es aber nicht, das unnahbare Wesen anzusprechen. Sein jüngerer Bruder Mickey verhilft ihm zum ersten Rendezvous mit ihr. Eliane versetzt Pin Pon in ein Wechselbad der Gefühle, denn hinter ihrem provokanten Auftreten verbirgt sie eine tiefe Verletzlichkeit und Angst. Zu Pin Pons Verblüffung zieht sie bald mit auf den Bauernhof, den er mit seiner Mutter, seiner Tante und seinen Brüdern bewohnt. Eliane straft jedoch Pin Pons Familie mit Verachtung. Nur mit der alten Tante verbindet sie eine verschworene Gemeinschaft. Die alte Frau hat nur scheinbar ihr Gedächtnis verloren und ahnt, dass Eliane nicht zufällig in den Ort kam.
Eliane leidet seit ihrer Jugend unter einem Trauma: Sie weiß, dass ihre aus Deutschland stammende Mutter Eva im November 1955 von drei Unbekannten vergewaltigt wurde und dass einer davon ihr Vater ist. Mit ihrem Stiefvater Gabriel verbindet Eliane eine Hassliebe, da er sich weigert, mit ihr über den Vorfall zu reden. So hat sich die junge Frau vorgenommen, die Peiniger ihrer Mutter selbst aufzuspüren, um Rache zu nehmen. Verdächtig sind ihr der Sägewerksbesitzer Leballech und der Immobilienmakler Touret. Kurz nach der Hochzeit mit Pin Pon will sie die Männer in eine Falle locken. Leballech behauptet jedoch immer wieder, dass er und seine Freunde ein Alibi haben. Verdächtigt Eliane die Falschen? Und kann sie von ihrem Racheplan noch Abstand nehmen?

Drehbuch nach dem gleichnamigen Roman von Sébastien Japrisot
Isabelle Adjani, die auch in Wirklichkeit eine deutsche Mutter hat, ist mit ihrem faszinierenden Auftritt als Femme fatale an der Seite des Chansonniers Alain Souchon in einem ihrer größten Publikumserfolge zu sehen. Drei Jahre zuvor hatte sie die Rolle wegen zahlreicher Nacktszenen noch abgelehnt. Adjanis Darstellung der willensstarken und zugleich labilen Eliane knüpft an frühere von ihr gespielte Figuren an, die sich nah an Wahnzuständen bewegten: Schon ihren Durchbruch verdankt sie ihrer Verkörperung der psychisch instabilen Adèle Hugo, der Tochter des großen Romanciers, in "Die Geschichte der Adèle H." von François Truffaut aus dem Jahre 1975.
Regisseur Jean Becker, der Sohn des französischen Regisseurs Jacques Becker, wechselt in seiner Inszenierung stilsicher von der ironischen Provinzkomödie über den knisternden Erotikthriller bis zum beklemmenden Psychodrama. Sébastien Japrisot zählt zu Frankreichs beliebtesten Krimiautoren und schrieb das Drehbuch nach seinem gleichnamigen Roman. Für ihre Leistung in "Ein mörderischer Sommer", einem der erfolgreichsten Filme der 80er Jahre, wurden Isabelle Adjani mit einem César und Jean Becker mit einer Nominierung für die Goldene Palme belohnt.


Dienstag, 18. August 2009

03:00
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Es reicht!

Algerien in den 90ern: Während der Bürgerkrieg tobt, versucht die junge Ärztin Amel mit ihrem Mann ein normales Leben zu führen.

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Dienstag, 18. August 2009 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
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Es reicht!
(Frankreich, Algerien, 2006, 92mn)
ARTE F
Regie: Djamila Sahraoui
Kamera: Katell Djian
Musik: Alla
Schnitt: Catherine Gouze
Darsteller: Fettouma Bouamari (Khadidja), Mohamed Bouamari (Hadj Slimane), Rachida Brakni (Amel), Zahir Bouzerar (der alte Mann)
Autor: Cecile Vargaftig, Djamila Sahraoui
Produktion: Arte France Cinéma, BL Production, Les Films d'Ici, Nomadis Images
Produzent: Dora Bouchoucha, Les Films D'Ici, Lotfi Bouchouchi, Richard Copans

16:9 (Breitbildformat)

Algerien in den 90ern: Während der Bürgerkrieg tobt, versucht die junge Ärztin Amel mit ihrem Mann, einem Journalisten, ein normales Leben zu führen. Doch als sie eines Tages nach Hause zurückkehrt, ist ihr Mann verschwunden - von Terroristen verschleppt. Da die Behörden jede Hilfe verweigern, macht Amel sich selbst auf die Suche. Die energische Krankenschwester Khadidja, die schon am Unabhängigkeitskrieg teilgenommen hat, begleitet sie. Für die zwei Frauen beginnt eine Odyssee durch das kriegsgebeutelte Land ...

Algerien in den 90ern: Die Menschen haben die Traumata des Unabhängigkeitskrieges noch nicht überwunden und es herrscht wieder Bürgerkrieg. Die Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt. Amel, eine junge Ärztin, und ihr Mann, der als Journalist arbeitet, versuchen dennoch, so etwas wie ein normales Leben zu leben.
Doch als Amel eines Abends nach Hause kommt, ist ihr Mann verschwunden; von islamischen Terroristen verschleppt, wie Amel sofort vermutet. Doch von den Behörden erfährt sie nur kühle Gleichgültigkeit. Amel will sich von der patriarchalen algerischen Gesellschaft nicht kleinkriegen lassen und macht sich trotzig selbst auf die Suche nach ihrem Mann. Begleitet wird sie von einem einzigen Menschen - der älteren Krankenschwester Khadidja. Die resolute Frau hat eine kämpferische Vergangenheit hinter sich: Khadidja ist eine jener Heldinnen des Unabhängigkeitskriegs gegen Frankreich, die nachträglich glorifiziert und hinterher dennoch in die dienende Frauenrolle verbannt wurden.
Je länger die Odyssee durch das fast menschenleere Land dauert, desto mehr werden Amel und Khadidja zusammengeschweißt, um der Männerwelt standzuhalten. Sie fordern heraus und provozieren - bis sie einem alten Bauern, einem Weisen begegnen, der "Barakat!" - "Es reicht!" - ausruft, um der allgegenwärtigen Gewalt und (Selbst-)Zerstörung ein Ende zu setzten ...

"Barakat!" ist der erste Spielfilm der algerischen Regisseurin Djamila Sahraoui, die zuvor als Dokumentarfilmerin gearbeitet hat. Mit ihrem Erstlingswerk will Sahraoui zeigen, was die langen Kriegsjahre den Menschen, allen voran den Frauen, angetan haben. Überall sind die Spuren des Unabhängigkeitskrieges noch zu spüren: Wie früher benutzen Frauen ihren Korb oder ihren Schleier, um Waffen zu verstecken, wie früher verscharren sich die Rebellen in Wäldern - mit dem einzigen Unterschied, dass jetzt keine Kolonialisten und Besatzer, sondern eigene Mitbürger bekämpft werden. Die einstigen Freiheitskämpfer sind zu militanten Islamisten geworden.
Wie die Gewalt ist der Frauenhass - und das zeigt Djamila Sahraoui unmissverständlich am Leidensweg ihrer beiden Protagonistinnen - allgegenwärtig. "Der Bürgerkrieg war nur ein Vorwand", erklärt die Regisseurin, "um ein Porträt von zwei Frauen anzufertigen, die unterschiedlichen Generationen angehören, im Angesicht aller Widrigkeiten jedoch auf gleiche Weise reagieren - ohne Klage oder Selbstmitleid."
Die Hauptdarstellerinnen Rachida Brakni und Fettouma Bouamari sind von Sahraoui mit großer Sorgfalt ausgewählt worden. Während Rachida Brakni sich vor allem in Frankreich einen Namen gemacht hatte, gehört Fettouma Buoamari seit fast 40 Jahren zur algerischen Schauspielelite. Ihrer Rolle der kämpferischen Khadidja nicht unähnlich, verkörpert Fettouma Bouamari die Muse der kämpferischen Regisseure der 70er Jahre, die sich mit den Mitteln des Mediums für ein unabhängiges Algerien einsetzten. Zuletzt hat Bouamari für ihre Mitwirkung an Steven Spielbergs "München" (2005) von sich reden gemacht.


Montag, 10. August 2009

00:35
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Der 15. Geburtstag

Echo Park, das lebendige Latino-Viertel von L.A.: Kurz vor dem Fest ihres 15. Geburtstages wird Magdalena schwanger...

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Montag, 10. August 2009 um 00.35 Uhr

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Der 15. Geburtstag
(Usa, 2005, 87mn)
ARTE F
Regie: Richard Glatzer, Westmoreland Wash
Kamera: Eric Steelberg
Musik: . Peter Robinson, Michael B. Jeter, Victor Bock, Westmoreland (als Micko)
Schnitt: Clay Zimmerman, Robin Katz
Darsteller: Araceli Guzmán-Rico (Maria, Magdalenas Mutter), Carmen Aguirre (Tante Silvia), Chalo Ganzales (Tio Tomas Alvarez), Chavez (Onkel Walter), Emily Rios (Magdalena), J.R. Cruz (Herman), Jason L. Wood (James), Jesse Garcia (Carlos), Jesus Castaños (als Jesus Castaños-Chima) (Ernesto, Magdalenas Vater), Johnny David W. Ross (als David Ross) (Gary), Teresa-Michelle Ruiz (Hermans Mutter)
Autor: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Produktion: Cinetic Media, Kitchen Sink Entertainment LLC
Produzent: Anne Clements, Avi Raccah, Mihail Koulakis, Nick Boyias (als Nicholas T. Boyias), Todd Haynes

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Echo Park, das lebendige Latino-Viertel von L.A.: Kurz vor dem Fest ihres 15. Geburtstages - der traditionellen Feier Quinceañera, die das Werden des jungen Mädchens zur Frau zelebriert - wird Magdalena schwanger. Der strenggläubige Vater wirft ihr vor, die Familie entehrt zu haben, und wirft sie aus dem Haus. Zuflucht findet das Mädchen nur bei ihrem Urgroßonkel Tio Tomas, der bereits ihren ausgestoßenen Cousin Carlos - einen Gelegenheitsdieb und Schwulen - aufgenommen hat. Doch Magdalena behauptet, eine Jungfrau zu sein. Ein Wunder?

Die junge Magdalena lebt inmitten ihrer Großfamilie im Echo Park, dem traditionell lateinamerikanischen Viertel von Los Angeles. Nur wenige Monate bleiben bis zu ihrer Quinceañera - dem Fest des 15. Geburtstags, das seit Jahrhunderten das Werden des jungen Mädchens zur Frau zelebriert. Ihrem sparsamen Vater zum Trotz träumt Magdalena von einem teuren Kleid und einer prächtigen Limousine, selbst ihr Freund Herman kann sie nicht aufheitern.
Dann erfährt Magdalena, dass sie schwanger ist. Jegliche Festivitäten sind vergessen, Magdalenas Mutter ist bestürzt, ihr Vater rasend. Doch Magdalena will nichts bekennen, sie behauptet felsenfest, eine Jungfrau zu sein. Da nicht einmal ihr strenggläubiger Vater an eine unbefleckte Empfängnis glauben kann, landet das Mädchen auf der Straße. Ein neues Zuhause findet sie bei ihrem Urgroßonkel Tio Tomas, einem vorurteilslosen Straßenverkäufer, der bereits Magdalenas rebellischen Cousin Carlos bei sich aufgenommen hat. Zunächst bringt Magdalena Carlos kaum Sympathie entgegen: Gerüchten zufolge ist er ein Schläger, ein Dieb und zudem homosexuell. Doch als Magdalena ihrem Freund die Schwangerschaft eröffnet, verlässt Herman Hals über Kopf L.A. - und Carlos wächst immer mehr in die Rolle des Freundes und Beschützers von Magdalena hinein.
Als Carlos sich jedoch in Gary, den neuen Vermieter von Tio Tomas, verliebt, entbrennt dessen Freund James in Eifersucht und kündigt dem alten Mann fristlos den Mietvertrag. Magdalena muss nun ein neues Zuhause für den Urgroßonkel finden und daneben dem wachsenden Spott ihrer Schulfreundinnen standhalten: Sie bleibt nämlich weiterhin bei ihrer Aussage, eine schwangere Jungfrau zu sein.

Die Regisseure und Drehbuchautoren Richard Glatzer und Wash Westmoreland sind keine Neulinge im Filmgeschäft: Während Glatzer - nach einem Studium der amerikanischen Literatur und Herausgabe einer erfolgreichen Monografie über den Filmregisseur Frank Capra - mit seinem Spielfilmdebüt "Grief" (1993) gleich eine Nominierung für den Großen Preis der Jury beim Sundance Film Festival einheimste, gelang dem gebürtigen Engländer Westmoreland ein großer Erfolg im Bereich des Dokumentarfilms: "Gay Republicans" (1994) wurde vom American Film Institute als bester Dokumentarfilm des Jahres ausgezeichnet. Nach "The Fluffer" (2001) - einer Komödie aus der Pornoindustrie - ist "Der fünfzehnte Geburtstag" bereits die zweite Kollaboration zwischen Glatzer und Westmoreland, die auch privat liiert sind.
Wie das Schwulenpaar James und Gary zogen sie vor wenigen Jahren als die einzigen Weißen in das hispanisch dominierte Viertel Echo Park. Als sie 2004 von ihren lateinamerikanischen Nachbarn als Fotografen für die Quinceañera ihrer Tochter engagiert wurden, kam ihnen die Idee zum Film: "Die Zeremonie symbolisiert den Ausbruch der Jugend, der Weiblichkeit und der jungfräulichen Reinheit", erklärt Glatzer. "Aber sie stellt zugleich das sexuelle Erwachen dar - unter dem Joch der katholischen Erziehung." Daneben beabsichtigten die Filmemacher, neben den Spannungen zwischen Tradition und Moderne am Beispiel jugendlicher Sexualität zugleich die besondere Atmosphäre des Stadtteils einzufangen, das sich ebenso im Umbruch befindet: "Mit den Veränderungen im Viertel wandeln sich auch die Sitten", so Glatzer. "Die Gay-Community, die Künstler und Bohemiens, - seit einigen Jahren schon überfluten sie Echo Park. Die Mieten schnellen in die Höhe und erzeugen so Spannungen zwischen verschiedenen Schichten und Ethnien."
In ihrer behutsamen Herangehensweise an die Realität orientierten sich Glatzer und Westmoreland am englischen Kino der 60er Jahre - dem sogenannten "Kitchen Sink Realism", das eine semidokumentarische Ästhetik postulierte. Filmemacher wie Lindsay Anderson, Karel Reisz oder Tony Richardson forderten ein engagiertes Kino, das die Probleme der Arbeiterklasse in den Industriestädten ins Zentrum rückte und ausschließlich an Originalschauplätzen entstand.
Vor allem war es die zauberhafte Tragikomödie Richardsons "A Taste of Honey" (1961) über die rührende Beziehung zwischen einem schwangeren Mädchen und einem jungen Schwulen, die "Echo Park L.A." Pate gestanden hat. Heraus kam ein unprätentiöser, erstaunlich lichter Film, der auf dem Sundance Film Festival 2006 mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde.


Montag, 26. Oktober 2009

14:45
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Ein Weib wie der Satan

Die junge Französin Eva Marchand lebt in einem Armenviertel von Sevilla...

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Montag, 26. Oktober 2009 um 14.45 Uhr

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Ein Weib wie der Satan
(Frankreich, Italien, 1959, 98mn)
ARTE F
Regie: Julien Duvivier
Kamera: Roger Hubert
Musik: Jean Wiener, José Rocca
Schnitt: Jacqueline Sadoul
Darsteller: Antonio Vilar (Don Matteo Diaz), Brigitte Bardot (Eva Marchand), Dario Moreno (Arabadjian), Jacques Mauclair (Stanislas Marchand), Lila Kedrova (Manuela), Michel Roux (Albert)
Autor: Albert Valentin, Jean Aurenche nach dem Roman "La femme et le pantin/Das Weib und der Hampelmann", Julien Duvivier, Marcel Achard
Produktion: Dear Film Produzione, Gray-Film, Progéf, Société Nouvelle Pathé Cinéma
Produzent: Christine Gouze-Renal

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die junge Französin Eva Marchand lebt in einem Armenviertel von Sevilla. Ausgerechnet Don Matteo Diaz, der vornehmste Bürger der Stadt, verliebt sich in sie. Auch Eva scheint er nicht gleichgültig zu sein - dennoch weist sie ihn immer wieder zurück. Um Eva zu erobern, verzichtet Don Matteo für sie nach und nach auf sein Vermögen, seine Frau und seine Ehre. Wird Eva ihn erst lieben, wenn er alles verloren hat?

Eva Marchand, die junge Tochter eines im Exil lebenden, französischen Schriftstellers, wächst in einem Armenviertel von Sevilla auf. Eigentlich müsste sie ihrem alten Vater Stanislas zu Hause Gesellschaft leisten, ihrer Stiefmutter Manuela mit dem Haushalt helfen oder Heiratspläne mit ihrem Kindheitsfreund Albert schmieden. Stattdessen tanzt Eva lieber Flamenco oder durchstreift die Straßen von Sevilla - um ihre weiblichen Reize an männlichen Opfern zu erproben.
Bei einem Straßenfest begegnet sie Don Matteo Diaz, einem der vornehmsten Bürger der Stadt: Er ist steinreich und aus gutem Hause, hat eine wunderbare Frau, genießt hohes Ansehen bei seinen Geschäftsfreunden - und sein Erfolg bei den Frauen ist sprichwörtlich. Doch er verliebt sich ausgerechnet in die wilde Eva - sie zu seiner Geliebten zu machen, wird zu seiner Obsession.
Von nun an vernachlässigt Don Matteo seine Frau, seine früheren Mätressen, seine Verpflichtungen gegenüber seinen Freunden und Partnern, nur um Eva zu erobern. Tatsächlich scheint sie an dem reichen Galant nicht uninteressiert, denn den Heiratsantrag ihres besten Freundes Albert schlägt sie aus. Dennoch weist sie den liebeskranken Don Matteo immer wieder zurück - bis er alles für sie zu verlieren droht ...

Drehbuch nach dem Roman "La femme et le pantin/Das Weib und der Hampelmann"
Julien Duvivier, dessen Karriere mit dem Stummfilm begann, gilt als einer der Hauptvertreter des Poetischen Realismus der 30er Jahre. Sein "Pépé le Moko - Im Dunkel von Algier" mit Jean Gabin gilt bis heute als einer der wichtigsten Filme dieser Epoche. Nach dem Krieg kehrte er von seiner Arbeit im Exil, in Hollywoods luxuriösestem Studio MGM, zurück nach Frankreich - und konnte bald als Autor der "Don Camillo und Peppone"-Filme mit Fernandel große Erfolge feiern.
Für "Ein Weib wie der Satan" griff Duvivier auf den wohl bedeutendsten Roman des französischen Schriftstellers Pierre Louÿs zurück: "La femme et le pantin" aus dem Jahr 1898 (auf Deutsch: Das Weib und der Hampelmann). Die berühmte Vorlage ist mehrfach verfilmt worden - unter anderem von Josef von Sternberg unter dem Titel "Der Teufel ist eine Frau" (1935) mit Marlene Dietrich. Auch "Dieses obskure Objekt der Begierde" (1977), letzter Film von Luis Buñuel, ist eine Adaptation des Stoffes.
Anders als seine Kollegen konzentriert sich Julien Duvivier auf die Perspektive der vermeintlichen Femme fatale: Brigitte Bardot, deren leuchtende Schönheit alles andere in den Schatten stellt, mimt hier ein spöttisches, doch im Grunde unschuldiges Mädchen: Eva ist verliebt und damit verwundbar - aber sie kann es nicht mit ihrem Stolz vereinbaren, nur eine weitere Eroberung zu sein. Die Femme fatale hat nämlich doch ein Herz.


Montag, 26. Oktober 2009

14:45
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Ein Weib wie der Satan

Die junge Französin Eva Marchand lebt in einem Armenviertel von Sevilla...

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Montag, 26. Oktober 2009 um 14.45 Uhr

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Ein Weib wie der Satan
(Frankreich, Italien, 1959, 98mn)
ARTE F
Regie: Julien Duvivier
Kamera: Roger Hubert
Musik: Jean Wiener, José Rocca
Schnitt: Jacqueline Sadoul
Darsteller: Antonio Vilar (Don Matteo Diaz), Brigitte Bardot (Eva Marchand), Dario Moreno (Arabadjian), Jacques Mauclair (Stanislas Marchand), Lila Kedrova (Manuela), Michel Roux (Albert)
Autor: Albert Valentin, Jean Aurenche nach dem Roman "La femme et le pantin/Das Weib und der Hampelmann", Julien Duvivier, Marcel Achard
Produktion: Dear Film Produzione, Gray-Film, Progéf, Société Nouvelle Pathé Cinéma
Produzent: Christine Gouze-Renal

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die junge Französin Eva Marchand lebt in einem Armenviertel von Sevilla. Ausgerechnet Don Matteo Diaz, der vornehmste Bürger der Stadt, verliebt sich in sie. Auch Eva scheint er nicht gleichgültig zu sein - dennoch weist sie ihn immer wieder zurück. Um Eva zu erobern, verzichtet Don Matteo für sie nach und nach auf sein Vermögen, seine Frau und seine Ehre. Wird Eva ihn erst lieben, wenn er alles verloren hat?

Eva Marchand, die junge Tochter eines im Exil lebenden, französischen Schriftstellers, wächst in einem Armenviertel von Sevilla auf. Eigentlich müsste sie ihrem alten Vater Stanislas zu Hause Gesellschaft leisten, ihrer Stiefmutter Manuela mit dem Haushalt helfen oder Heiratspläne mit ihrem Kindheitsfreund Albert schmieden. Stattdessen tanzt Eva lieber Flamenco oder durchstreift die Straßen von Sevilla - um ihre weiblichen Reize an männlichen Opfern zu erproben.
Bei einem Straßenfest begegnet sie Don Matteo Diaz, einem der vornehmsten Bürger der Stadt: Er ist steinreich und aus gutem Hause, hat eine wunderbare Frau, genießt hohes Ansehen bei seinen Geschäftsfreunden - und sein Erfolg bei den Frauen ist sprichwörtlich. Doch er verliebt sich ausgerechnet in die wilde Eva - sie zu seiner Geliebten zu machen, wird zu seiner Obsession.
Von nun an vernachlässigt Don Matteo seine Frau, seine früheren Mätressen, seine Verpflichtungen gegenüber seinen Freunden und Partnern, nur um Eva zu erobern. Tatsächlich scheint sie an dem reichen Galant nicht uninteressiert, denn den Heiratsantrag ihres besten Freundes Albert schlägt sie aus. Dennoch weist sie den liebeskranken Don Matteo immer wieder zurück - bis er alles für sie zu verlieren droht ...

Drehbuch nach dem Roman "La femme et le pantin/Das Weib und der Hampelmann"
Julien Duvivier, dessen Karriere mit dem Stummfilm begann, gilt als einer der Hauptvertreter des Poetischen Realismus der 30er Jahre. Sein "Pépé le Moko - Im Dunkel von Algier" mit Jean Gabin gilt bis heute als einer der wichtigsten Filme dieser Epoche. Nach dem Krieg kehrte er von seiner Arbeit im Exil, in Hollywoods luxuriösestem Studio MGM, zurück nach Frankreich - und konnte bald als Autor der "Don Camillo und Peppone"-Filme mit Fernandel große Erfolge feiern.
Für "Ein Weib wie der Satan" griff Duvivier auf den wohl bedeutendsten Roman des französischen Schriftstellers Pierre Louÿs zurück: "La femme et le pantin" aus dem Jahr 1898 (auf Deutsch: Das Weib und der Hampelmann). Die berühmte Vorlage ist mehrfach verfilmt worden - unter anderem von Josef von Sternberg unter dem Titel "Der Teufel ist eine Frau" (1935) mit Marlene Dietrich. Auch "Dieses obskure Objekt der Begierde" (1977), letzter Film von Luis Buñuel, ist eine Adaptation des Stoffes.
Anders als seine Kollegen konzentriert sich Julien Duvivier auf die Perspektive der vermeintlichen Femme fatale: Brigitte Bardot, deren leuchtende Schönheit alles andere in den Schatten stellt, mimt hier ein spöttisches, doch im Grunde unschuldiges Mädchen: Eva ist verliebt und damit verwundbar - aber sie kann es nicht mit ihrem Stolz vereinbaren, nur eine weitere Eroberung zu sein. Die Femme fatale hat nämlich doch ein Herz.


Sonntag, 6. September 2009

03:00
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Patrouille in Jerusalem

Die 18-jährigen Israelinnen Mirit und Smadar leisten Militärdienst. Fortan müssen sie gemeinsam in der Jerusalemer Altstadt patrouillieren, Palästinenser nach ihren Papieren befragen und für die Sicherheit der Bürger in den Bussen sorgen. Dabei könnten die Mädchen kaum ungleicher sein: Die gewissenhafte, schüchterne Mirit ist der rebellischen Smadar ein Dorn im Auge - bis sich ein Attentat ereignet ...

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Sonntag, 6. September 2009 um 03.00 Uhr

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Patrouille in Jerusalem
(Israel, 2005, 94mn)
ARTE F
Regie: Dalia Hager, Vardit Bilu (als Vidi (Vardit) Bilu),
Kamera: Yaron Scharf
Musik: Jonathan Bar-Giora (als Yontan Bar Giora)
Schnitt: Joelle Alexis
Darsteller: ), Ilanit Ben Yaakov (Zweiter Offizier), Ami Weinberg (Mirits Vater), Irit Suki (Offizier Dubek), Naama Shendar (Mirit), Orly Doctori (Mirits Mutter), Smadar Sayar (Smadar)
Autor: Dalia Hager, Vardit (als Vidi (Vardit) Bilu) Bilu
Produktion: Transfax Film Production
Produzent: Itai Tamir, Marek Rozenbaum

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Die 18-jährigen Israelinnen Mirit und Smadar leisten Militärdienst. Fortan müssen sie gemeinsam in der Jerusalemer Altstadt patrouillieren, Palästinenser nach ihren Papieren befragen und für die Sicherheit der Bürger in den Bussen sorgen. Dabei könnten die Mädchen kaum ungleicher sein: Die gewissenhafte, schüchterne Mirit ist der rebellischen Smadar ein Dorn im Auge - bis sich ein Attentat ereignet ...

Inmitten der geteilten Stadt Jerusalem wird den 18-jährigen Soldatinnen Mirit und Smadar ein Sektor in der Altstadt zugewiesen, in dem sie fortan Streife gehen müssen. Zu ihren Aufgaben gehört es, Palästinenser nach ihren Ausweispapieren zu fragen und die Sicherheit auf den Straßen sowie in den Bussen zu gewährleisten. Am liebsten jedoch würden die jungen Frauen in Geschäften stöbern, sich in Cafés wärmen und Männerblicke auf sich ziehen. Da sie ihren Posten aber unter keinen Umständen verlassen dürfen, ist es ihre größte Angst, von ihrer Vorgesetzten Drubek bei einem Regelverstoß erwischt zu werden und im Militärgefängnis zu landen.

Mirit und Smadar sind zudem ein ungleiches Paar: Während die schüchterne, introvertierte Mirit - allen Versuchungen zum Trotz - gewissenhaft ihren Verpflichtungen nachkommt, ist der rebellischen Smadar ihre Arbeit, die das Eindringen in menschliche Privatsphäre beinhaltet, zuwider und die Fügsamkeit der braven Mirit ein Dorn im Auge. Als jedoch in ihrem Sektor eine Bombe explodiert, ändert sich alles ...

"Patrouille in Jerusalem" ist der erste gemeinsame Spielfilm der Regisseurinnen Vidi Bilu und Dalia Hager, die bereits für Fernsehserien zusammengearbeitet haben. Die Idee zum Film ist zum einen von persönlicher Erfahrung inspiriert: Schließlich musste Vidi Bilu während ihres Militärdienstes bei der Tzahal, der israelischen Armee, als Patrouille-Kraft die Jerusalemer Polizei unterstützen. Zum anderen entsprang das Drehbuch einem beklagenswerten Mangel, denn "viele Filme, die sich mit der israelischen Armee beschäftigen, basieren auf den Erfahrungen von Männern", erläutert das weibliche Regieduo, "und das, obwohl Frauen dort schon immer vertreten waren" - nämlich von Anbeginn, seit der Gründung Israels 1948. Obwohl sich der Film auf die beiden Protagonistinnen - ihre Schwärmereien, Streitereien und die Probleme des Erwachsenwerdens - konzentriert, lassen Bilu und Hager keinen Zweifel daran, dass sie einen politischen Film machen wollten. Zwar halten sie "als Frauen, die in Israel leben, ... fest am Mythos vom Militär wie jeder andere Bürger dieses Landes." Doch da die Rolle der Frau in der Armee immer noch peripher sei, könnten sie es riskieren, "die Bedeutung des Militärdienstes infrage zu stellen."

Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2006 wurde "Patrouille in Jerusalem" mit dem C.I.C.A.E.-Preis des internationalen Verbandes der Filmkunsttheater ausgezeichnet.


Montag, 31. August 2009

14:45
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Top Secret!

Der berühmte amerikanische Rockstar Nick Rivers reist in die DDR, um auf einem großen Kulturfestival aufzutreten.

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Montag, 31. August 2009 um 14.45 Uhr

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Top Secret!
(Usa, 1984, 86mn)
ARTE
Regie: Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker
Drehbuch: Martyn Burke, Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker
Kamera: Christopher Challis
Musik: Maurice Jarre
Schnitt: Bernard Gribble
Darsteller: Billy J. Mitchell (Martin), Christopher Villiers (Nigel), Lucy Gutteridge (Hillary Flammond), Omar Sharif (Cedric), Val Kilmer (Nick Rivers)

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

In eine dubiose Agentengeschichte zwischen Ost und West gerät der amerikanische Rockstar Nick Rivers bei einer Einladung zu einem Festival in der DDR: Die DDR hat einen amerikanischen Wissenschaftler entführt, um an das Geheimnis einer Bombe zu gelangen, mit der sie gewaltsam die sozialistische Wiedervereinigung Deutschlands erreichen möchte ... Nick macht schließlich Bekanntschaft mit der hübschen Hillary, die ihren entführten Vater aus den Klauen des DDR-Militärkommandos befreien will.

Der berühmte amerikanische Rockstar Nick Rivers reist in die DDR, um auf einem großen Kulturfestival aufzutreten. Tatsächlich dient die Veranstaltung jedoch nur als Manöver, um die Aufmerksamkeit der restlichen Welt von den Machenschaften des ostdeutschen Oberkommandos abzulenken. Unter dem Befehl von General Streck plant das Oberkommando, Ost- und Westdeutschland unter einer Regierung wiederzuvereinigen, und zwar unter der ostdeutschen. Und was heute Westdeutschland ist, ist morgen vielleicht der Rest der Welt?
Um dieses Ziel zu erreichen, hält das Oberkommando den bedeutenden Wissenschaftler Dr. Paul Flammond gefangen und zwingt ihn durch Erpressung, eine tödliche neue Geheimwaffe zu entwickeln, die Polaris-Mine. Sollte er sich weigern, würden sie seine reizende Tochter Hillary entführen und umbringen. Diese versucht bereits, in Ostdeutschland ihren Vater aufzuspüren und zu retten. Der britische Geheimagent Cedric verfolgt den gleichen Plan, den der Feind jedoch auf unorthodoxe und wirkungsvolle Weise durchkreuzt.
Nick und Hillary begegnen sich zufällig in einem Hotelrestaurant und fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Er hilft ihr bei der Suche nach ihrem Vater und erhält nach vielen Abenteuern Unterstützung von einem alten Buchhändler und Untergrundkämpfer, der sie mit der ostdeutschen Widerstandsbewegung in Kontakt bringt. Ihr geheimnisvoller Anführer trägt den Namen "Fackel" und stellt sich als gut aussehender blonder junger Mann namens Nigel heraus. Nigel war einst mit Hillary liiert, deshalb wird Nick etwas eifersüchtig, als sie sich auf diese Art und Weise wiedertreffen.
Das ostdeutsche Militär greift das Hauptquartier der Widerständler an, wird aber zurückgeschlagen. Daraufhin versammeln sich die Helden in einer Pizzeria, um ihre weiteren Pläne zu besprechen. Angeführt von Nick, Hillary und Nigel landen die Widerstandskämpfer schließlich mit Fallschirmen auf dem Gefängnisgelände, um Dr. Flammond zu befreien ...

Das Lexikon des internationalen Films urteilt: "Temporeiche, überwiegend aber grobschlächtige Parodie auf einschlägige Spionagefilme, deren Witze ebenso oft zünden, wie sie die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten."


Dienstag, 8. September 2009

14:45
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Ein Mann besiegt die Angst

Axel Nordmann nimmt unter falschem Namen einen Job auf einem Güterbahnhof an. Aber ein zwielichtiger Vorarbeiter weiß um Axels Vergangenheit und lässt sich sein Schweigen teuer bezahlen. Einzig zu Tommy, einem schwarzen Kollegen, fasst Axel Vertrauen. Als Tommy ihn eines Tages erneut gegen den Vorarbeiter in Schutz nimmt und dabei sein Leben lässt, muss Axel sich endlich der Wahrheit stellen ... Fesselndes Sozialdrama mit Sidney Poitier und John Cassavetes in den Hauptrollen.

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Dienstag, 8. September 2009 um 14.45 Uhr

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Ein Mann besiegt die Angst
(Usa, 1957, 82mn)
ARD
Regie: Martin Ritt
Kamera: Joseph C. Brun (als Joseph Brun
Musik: Leonard Rosenman
Schnitt: Sidney Meyers
Darsteller: Jack Warden (Charles Malik), John Cassavetes (Axel Nordmann), Kathleen Maguire (Ellen Wilson), Ruby Dee (Lucy Tyler), Sidney Poitier (Tommy Tyler)
Autor: Robert Alan Aurthur
Produktion: David Susskind Productions, Jonathan Productions, Metro-Goldwyn-Mayer (MGM)
Produzent: David Susskind

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Axel Nordmann nimmt unter falschem Namen einen Job auf einem Güterbahnhof an. Aber ein zwielichtiger Vorarbeiter weiß um Axels Vergangenheit und lässt sich sein Schweigen teuer bezahlen. Einzig zu Tommy, einem schwarzen Kollegen, fasst Axel Vertrauen. Als Tommy ihn eines Tages erneut gegen den Vorarbeiter in Schutz nimmt und dabei sein Leben lässt, muss Axel sich endlich der Wahrheit stellen ... Fesselndes Sozialdrama mit Sidney Poitier und John Cassavetes in den Hauptrollen.

Jedes Mal wenn Axel Nordmann alias Axel North mit seinen Eltern telefonieren will, hält er mit der Hand den Hörer zu. Nicht einmal seinem Vater, einem vorbildlichen Polizisten, kann er trauen, denn er selbst ist auf der Flucht vor der Polizei.

Unter falschem Namen nimmt Axel auf einem New Yorker Güterbahnhof einen Job an. Der Vorarbeiter Charles Malik kennt seine Vergangenheit und fordert für sein Schweigen einen Teil von Axels Stundenlohn.

Zum Glück lernt Axel den schwarzen Vorarbeiter Tommy Tyler kennen, der sogleich um Axels Freundschaft zu werben beginnt und ihm einen Platz in seiner Kolonne anbietet. Durch Tommy macht Axel die Bekanntschaft mit der sympathischen Ellen, der er auf den Rat des Freundes hin sein Geheimnis anvertraut. Durch Tommys Vertrauen und die erwiderten Gefühle von Ellen innerlich gestärkt, beginnt Axel, sich gegen Maliks Repressionen zur Wehr zu setzen. Malik spürt, dass er seine Macht über Axel zu verlieren beginnt und bricht einen Streit vom Zaun. Als Tommy dem Freund zu Hilfe kommt, stellt sich heraus, dass Malik es die ganze Zeit nur auf den ihm verhassten Farbigen abgesehen hat ...

Martin Ritts Weg zur Filmregie führte übers Schauspiel: Mit Hilfe Elia Kazans gelangte er in den 30er Jahren zum New Yorker Group Theatre, aus dem später das berühmte Actors Studio hervorgehen sollte. Bald behauptete sich Ritt am Broadway als Schauspieler und Regisseur. Anfang der 50er Jahre jedoch geriet Ritt - durch die Nähe der Gruppe zu linken Kreisen und zur kommunistischen Partei - in die Mühlen der von McCarthy ausgelösten "Hexenjagd". Er bekam Berufsverbot und konnte sich jahrelang nur als Schauspiellehrer über Wasser halten. Ritt unterrichtete unter anderem James Dean, Rod Steiger sowie Paul Newman, seinen Lieblingsschüler. Erst 1956 konnte Ritt wieder am Broadway inszenieren und ein Jahr später seinen Debütfilm machen: "Ein Mann besiegt die Angst".

In diesem aufwühlend inszenierten Sozialdrama brillieren Sidney Poitier und der Ausnahmedarsteller/-regisseur John Cassavetes, der 1959 - nur zwei Jahre später - mit seinem Erstlingswerk "Schatten" den US-amerikanischen Independent Film einläutete. Neben seiner realistischen Schilderung des Arbeitsalltags auf einem New Yorker Güterbahnhof überzeugt das bewegende Freundschaftsdrama durch seine klare Absage an autoritäre Erziehungsmethoden und vor allem an den tief verwurzelten Rassenhass.



Erstellt: 17-02-09
Letzte Änderung: 19-08-09