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16/02/09

Kino auf ARTE

Die Filmtipps :

Kino an der Front

Donnerstag, 19.2. um 00.25 Uhr

Porträts von Antihelden gibt es nicht nur im amerikanischen Film der 1960er-Jahre...



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Montag, 16. Februar 2009

14:35
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Excalibur

Nachdem es Arthur gelungen ist, das magische Schwert Excalibur aus dem Felsen zu ziehen, wird er König von Britannien...

DETAILS

Montag, 16. Februar 2009 um 14.35 Uhr

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Excalibur
(Usa, Grossbritannien, 1981, 135mn)
ARTE
Regie: John Boorman
Darsteller: Dame Helen Mirren, Gabriel Byrne, Nigel Terry

16:9 (Breitbildformat)

Nachdem es dem jungen Knappen Arthur gelungen ist, das magische Schwert Excalibur aus dem Felsen zu ziehen, in den es der Zauberer Merlin versenkt hatte, wird er König von Britannien. In seiner legendären Tafelrunde schart er die edelsten Ritter um sich. Mit ihrer Hilfe bringt er dem Land Wohlstand und Frieden. Doch Arthurs machtgierige Halbschwester Morgana und deren Sohn versuchen, den Thron an sich zu reißen. Es gelingt ihnen, Zwietracht unter den Rittern zu säen. Arthur bleibt nichts weiter, als wieder mit dem legendären Schwert Excalibur in den Kampf zu ziehen.

Nachdem die Römer die britische Insel verlassen haben, brechen finstere Zeiten an. In blutigen Kämpfen streiten die Fürsten des Landes um die Herrschaft. Um den permanenten Kriegszustand zu beenden, schafft der Druide Merlin das sagenhafte Schwert Excalibur. Dessen Träger soll über das gesamte britische Reich herrschen.
Als erster König besteigt Uther Pendragon den Thron. Doch er scheitert an seiner Machtgier. Merlin entwindet ihm das Schwert Excalibur und rammt es in einen Felsen. Es entsteht die Sage, dass nur der wirkliche König von Britannien es wieder befreien kann. Erst Jahrzehnte später gelingt es Arthur, dem illegitimen Sohn Uthers, Excalibur aus dem Felsen zu ziehen. Als junger König schart Arthur nun Kämpfer um sich, die als Ritter der Tafelrunde das Reich vor inneren und äußeren Feinden schützen.
Doch der Friede währt nur kurz. Arthurs eifersüchtige Halbschwester Morgana schmiedet mit Hexenwerk Intrigen gegen den erfolgreichen König. Außerdem beginnen Arthurs bester Ritter Lancelot und Königin Guinevere eine Affäre. Als der Ehebruch bekanntwird, stürzt das Reich erneut ins Chaos.
Um seine Tafelrunde wieder zu vereinen, schickt König Arthur seine Ritter auf eine letzte Mission. Er überträgt ihnen die Suche nach dem Heiligen Gral.

Das Drehbuch entstand nach dem Abenteuerbuch "Le Morte d'Arthur" von Thomas Malory.
Für seine Kameraarbeit erhielt Alex Thomson 1982 eine Oscar-Nominierung. Regisseur John Boorman wurde 1981 beim Filmfestival in Cannes für die Goldene Palme nominiert. Die begehrte Trophäe bekam der Film für den besten künstlerischen Gesamteindruck.


Donnerstag, 5. März 2009

00:30
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Die Offizierskammer

August 1914: Der junge Leutnant Adrien wird beim Eintreffen der deutschen Truppen in Frankreich von einer Granate im Gesicht schwer verletzt. Fortan verbringt er den Krieg in einem Militärkrankenhaus...

DETAILS

Donnerstag, 5. März 2009 um 00.30 Uhr

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Die Offizierskammer
(Frankreich, 2001, 128mn)
ARTE F
Regie: Francois Dupeyron
Kamera: Tetsuo Nagata
Musik: Jean-Michel Bernard
Schnitt: Dominique Faysse
Darsteller: Andre Dussolier (Arzt), Denis Podalydes (Henri), Eric Caravaca (Adrien), Grégori Derangère (Pierre), Géraldine Pailhas (Clémence), Isabelle Renauld (Marguerite), Jean-Michel Portal (Alain), Sabine Azéma (Anaïs)
Autor: François Dupeyron, nach dem Roman von Marc Dugain
Produktion: ARP Sélection, France 2 Cinéma
Produzent: Laurent Pétin, Michèle Pétin

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

August 1914: Der junge Leutnant Adrien wird beim Eintreffen der deutschen Truppen in Frankreich von einer Granate im Gesicht schwer verletzt. Fortan verbringt er den Krieg in einem Militärkrankenhaus, in einem Zimmer, das speziell für Offiziere vorgesehen ist. Dort findet er langsam wieder zum Leben zurück.

August 1914: Der junge Leutnant Adrien wird von einer Granate schwer im Gesicht verletzt. Zutiefst verängstigt und der Fähigkeit zu sprechen beraubt, findet er sich in einem Krankenzimmer für Offiziere im Militärkrankenhaus Val de Grâce in Paris wieder. Dort verbringt er Kriegszeit, in einem Raum, in dem es keine Spiegel gibt. Hier wird er gesund gepflegt, stets begleitet von der angstvollen Ahnung, dass sein Gesicht schwer entstellt sein muss. Allein in den schockierten Blicken der Besucher, Krankenschwestern und Ärzte spiegelt sich eine Vermutung dessen wieder, was er befürchtet. Die Anblicke seiner Mitpatienten, die das Offizierszimmer fast als Gruselkabinett erscheinen lassen, beflügeln seine Fantasie zusätzlich.
Langsam kommt Adrien wieder zu Kräften und wagt eines Tages den mutigen Schritt: Er betrachtet sich in einer Fensterscheibe. Der Schock ist groß, denn seine rechte Gesichtshälfte wurde komplett zerstört, sein Mund ähnelt einer klaffenden Höhle. Voller Verzweiflung will Adrien sich umbringen, doch er bricht weinend, mit der Pistole in der Hand, zusammen.
Erst durch die liebevolle Pflege der Krankenschwestern und Ärzte und vermöge der Anwesenheit der anderen Patienten, lernt er nach und nach, sich zu akzeptieren. In der wohlbehüteten Welt des Offizierszimmers, in der alle Männer das gleiche Schicksal teilen, kommt Adrien wieder zu sich selbst. Doch auch die Welt außerhalb gilt es, eines Tages wieder zu betreten. Und dort, wo er nicht mehr nur einer unter seinesgleichen ist, sondern als entstellt und hässlich auffällt, muss Adrien die Herausforderung annehmen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden ...

François Dupeyrons "Die Offizierskammer" zeigt in stimmungsvollen und ruhigen Bildern den Kampf eines Mannes mit der bitteren Wirklichkeit. Schonungslos und realistisch führt uns der Regisseur dabei die furchtbaren Entstellungen, die Kriegsverletzungen mit sich bringen können, vor Augen. In einem Zimmer, das den eigentlichen Krieg ausschließt, ficht Adrien seinen eigenen Krieg aus: für ein neues Leben, für die Akzeptanz seines Äußeren und gegen seine Scham vor anderen, besonders vor Frauen. Doch Adriens Verzweiflung über sein neues Aussehen und seine Angst davor, nie wieder eine Frau zu finden, wird relativiert durch die anderen Patienten, die wie er durch den Krieg entstellt wurden und dasselbe Schicksal teilen. In der Welt des Offizierszimmers gibt es kein Ekel, keine Abscheu voreinander. Dort fühlt jeder das Gleiche, dort sieht jeder gleich aus.
Die langsame Regenerierung Adriens wird dabei von der ruhigen und detailhaften Kameraführung Tetsuo Nagatas gezeichnet, die dem Zuschauer Adriens Anblick, genauso wie dem Verletzten selbst, erst im Moment seines Blickes in die Fensterscheibe offenbart. Und wenn die Kamera beispielsweise langsam über Adriens Körper fährt, während dessen angstvolle Gedanken zu hören sind, baut sich eine unglaubliche Spannung auf, die gerade dadurch gesteigert wird, dass Adriens Gesicht nicht zu sehen ist. Tetsuo Nagata wurde für die beste Kameraführung 2002 mit dem César ausgezeichnet.
Regisseur François Dupeyron ("Die Maschine" 1994, "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", 2003) gelingt mit diesem Film, der dem gleichnamigen Roman von Marc Dugain nachempfunden ist, eine unvergleichliche Ode an die Fähigkeiten und Stärken der menschlichen Psyche, die schrecklichsten Erlebnisse und Verletzungen zu überstehen und trotz allem wieder zu einem normalen und glücklichen Leben zurückzufinden.
Seit die Menschheit existiert, führt sie Kriege. Seit das Kino existiert, gibt es Filme darüber. ARTE setzt mit seinem Schwerpunkt "Kino an der Front" auf sechs große Kriegsfilme, die aus den verschiedensten Blickwinkeln die Thematik des Krieges beleuchten. Neben Deutschen und Franzosen stehen sich Nordkoreaner und Südkoreaner, Franzosen und Algerier und sogar Amerikaner und Aliens an der Front gegenüber. In "La chambre des officiers" ficht ein junger Lieutnant seinen eigenen Krieg, während "Brotherhood" die Geschichte von zwei Brüdern erzählt, die in Korea zwangsrekrutiert werden. "Der Verrat" thematisiert die Frage nach Vertrauen im Algerienkrieg und in "Mars Attacks!" wollen schrille Aliens die Erde unter ihre Gewalt bringen.


Dienstag, 17. Februar 2009

14:45
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Die Ritter der Tafelrunde

Der tapfere Edelmann Sir Lancelot schließt sich Ritter Artus an, den er zutiefst bewundert. Artus besiegt die wilden Stämme des Landes und wird König des vereinten Englands...

DETAILS

Dienstag, 17. Februar 2009 um 14.45 Uhr

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Die Ritter der Tafelrunde
(Usa, 1953, 111mn)
ARD
Regie: Richard Thorpe
Kamera: Freddie Young, Stephen Dade
Musik: Miklos Rozsa
Schnitt: Frank Clarke
Darsteller: Anne Crawford (Fee Morgan), Ava Gardner (Königin Genever), Mel Ferrer (König Arthur), Robert Taylor (Sir Lancelot), Stanley Baker (Sir Mordred)
Autor: Jan Lustig, Noel Langley, Talbot Jennings
Produktion: MGM
Produzent: Pandro S. Berman

16:9 (Breitbildformat)

Der tapfere Edelmann Sir Lancelot schließt sich Ritter Artus an, den er zutiefst bewundert. Artus besiegt die wilden Stämme des Landes und wird König des vereinten Englands. Doch sein aufrührerischer Neffe Sir Modred deckt Lancelots heimliche Liebe zu Königin Genever auf, um durch den Skandal einen Krieg zu entfachen. Der aufwendige und dramatische Abenteuerfilm wird im ARTE-Schwerpunkt "Ritter, Pfaffen, Knechte - Leben im Mittelalter" ausgestrahlt.

England um 500: Der Edelmann Lancelot bricht auf, um sich dem berühmten Ritter Artus von Pendragon anzuschließen, der die verfeindeten Stämme des Landes in einem vereinten Königreich befrieden will. Unterwegs gerät Lancelot in einen Hinterhalt, dem er mit Hilfe eines Fremden entkommt. Der tapfere Helfer stellt sich als Artus selbst heraus. Schon bald werden sie zu engen Vertrauten im Kampf gegen die Truppen von Artus' Neffen Mordred, seinem stärkstem Rivalen.
In einer wagemutigen Schlacht bezwingen sie schließlich dessen Truppen und Artus wird zum König ernannt. Auf dem Weg zur Krönungszeremonie in Camelot befreit Lancelot das gefangen gehaltene Burgfräulein Genever. Artus macht sie zur Königin, unwissend, dass ihr Herz Lancelot gehört. Das nutzt der aufrührerische Mordred für eine Verschwörung. Als Genever Lancelot heimlich in seiner Kammer besucht, wird das Liebespaar von Mordred überrascht.
Er fordert Artus auf, Lancelot als Hochverräter zu verurteilen. Artus, der mit seiner Tafelrunde eine Politik der Ideale und des Friedens verficht, rettet Lancelot vor der Todesstrafe. Doch Lancelot muss mit seiner Frau Elaine in die Verbannung, Genever geht in ein Kloster. Nun nutzt Mordred Artus' geschwundene Autorität und löst einen Krieg aus, der erneut das Land verwüstet. Lancelot kehrt zurück, um Artus zu helfen, doch er kommt zu spät ...

Die Legende um den Keltenkönig Artus, die schon im Mittelalter eine Renaissance erlebte, inspirierte zahlreiche Verfilmungen. Richard Thorpe - "Tarzans Rache" (1939), "Lassie in Not" (1949) - nahm sie zur Vorlage für ein farbenprächtiges Historienstück, das nicht nur durch die aufwendigen Massenszenen der Ritterschlachten, sondern auch durch komödiantische Momente überzeugt. Dabei ist der Film der zweite Teil einer Ritter-Trilogie, die mit "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" (1952) ihren Anfang nahm und mit "Liebe, Tod und Teufel" (1955) beendet wurde. "Die Ritter der Tafelrunde" war zudem der erste Film, den MGM im damals neuen Breitwandformat drehte.
"Spezialisten für mittelalterliche Literatur werden sich ob dieser aufwendigen, prominent besetzten Hollywood-Verfilmung der Artussage natürlich die Haare raufen. Davon abgesehen ist der Film ein handwerklich glänzend gemachtes Stück Unterhaltungskino, das mit viel Ritter-Romantik, Edelmut und Kampfgetümmel für Kurzweil sorgt und optisch einiges zu bieten hat."
Seit Jahren fasziniert die Welt des Mittelalters Fernsehzuschauer und Kinogänger gleichermaßen. ARTE widmet der mythischen Epoche im Februar den Schwerpunkt "Ritter, Pfaffen, Knechte - Leben im Mittelalter" mit zwei Spielfilmen und zwei Themenabenden mit opulent gefilmten Neuproduktionen. Im Themenabend "Geduldet, verdächtigt, verfolgt - Juden im Mittelalter" werden die damals existierenden Vorurteile gegenüber Juden in einer neuproduzierten Dokumentation wie auch im Spielfilmklassiker "Ivanhoe" mit Robert Taylor in der Hauptrolle thematisiert. Der zweite Themenabend forscht nach der wahren Geschichte des König Artus und wird durch einen Dokumentarfilm von Wilfried Hauke zu einer mittelalterlichen Detektivgeschichte.


Mittwoch, 16. Februar 2011

21:40
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Der Kreis

Acht exemplarische Geschichten, die vom alltäglichen Schicksal der entrechteten Frauen im Iran erzählen.

DETAILS

Mittwoch, 16. Februar 2011 um 21.40 Uhr

Wiederholungen:
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Der Kreis
(Iran, Italien, Schweiz, 2000, 85mn)
ARTE F
Regie: Jafar Panahi
Kamera: Bahram Badakshani
Schnitt: Jafar Panahi
Darsteller: Elham Saboktakin (Elham), Fatemeh Naghavi (Mutter), Fereshteh Sadr Orfani (Pari), Maryiam Palvin Almani (Arezou), Mojgan Faramarzi (Prostituierte), Monir Arab (Fahrkartenverkäufer), Nargess Mamizadeh (Nargess), Solmaz Panahi (Solmaz)
Autor: Kambuzia Partovi
Produktion: Jafar Panahi Film Productions, Lumière & Company, Mikado Film S.r.l., Mikado Lumiere & Co
Produzent: Jafar Panahi
Ton: Ahmad Ardalan, Sassan Bagherpour

16:9 (Breitbildformat)

Acht exemplarische Geschichten, die vom alltäglichen Schicksal der entrechteten Frauen im Iran Zeugnis geben. Am Anfang steht die Geburt eines Kindes. Kein erfreuliches Ereignis für die Familie, denn statt des erhofften Stammhalters hat die Mutter ein Mädchen auf die Welt gebracht ...

"Ein Mädchen? Beim Ultraschall hieß es doch, es sei ein Junge", sagt die zutiefst enttäuschte Großmutter, als sie im Wartesaal eines Krankenhauses erfährt, dass ihre Tochter nicht den heiß ersehnten "Stammhalter" entbunden hat. Eine Verwandte soll die schlechte Nachricht überbringen. Vor dem Krankenhaus kreuzt sich ihr Weg mit dem dreier Frauen, die ihren Hafturlaub zur Flucht nutzen wollen. Ein schwieriges und gefährliches Unterfangen, denn Frauen sind im Iran in ihrer Selbstständigkeit stark eingeschränkt, in der Öffentlichkeit haben sie fast gar keine Rechte. So endet ihr Irrweg durch Teheran für eine der drei mit der Verhaftung, als sie versucht, Geld zum Telefonieren zu erbetteln. Zurück bleiben Arezou und die junge Nargess, die zurück aufs Land will. Die noch unerfahrene Nargess versteht noch nicht, dass ihre ältere Freundin Arezou die einzige Möglichkeit wahrnimmt, das Geld für ein Busticket aufzutreiben: Sie prostituiert sich. Entsprechend kreist das nächste Minidrama um Nargess' Zellengenossin Pari, die von den Brüdern mit Schimpf und Schande aus dem Haus gejagt wird, weil sie unehelich schwanger ist. Ihre einzige Rettung wäre die Krankenschwester Elham. Sie hat einen Arzt geheiratet, verhilft der Schwangeren aber nicht zur Abtreibung - aus Angst, ihr Mann könne so von ihrem Gefängnisaufenthalt erfahren. Auf ihrer Odyssee trifft Pari die unverheiratete Nayer, die aus Armut ihr kleines Mädchen im Stich lassen muss, in der Hoffnung, dass es ihm in einer Pflegefamilie besser ergeht. Nach eindringlicher Aufforderung steigt Nayer daraufhin ohne ihr Kind in den Wagen eines Freiers, der sich prompt als Zivilpolizist bei der Fahndung nach Prostituierten entpuppt. Doch Nayer gelingt die Flucht - im Gegensatz zu ihrer Leidensgenossin Mojgan, die ins Gefängnis geworfen wird, während man ihren winselnden Freier laufen lässt...

In seinem Film präsentiert Jafar Panahi formal überzeugend mit halb dokumentarischer Kamera mehrere dramaturgisch geschickt verwobene Geschichten, die ein umfassendes Bild der entrechteten Frau im Iran ergeben. "Der Kreis", an der iranischen Zensur vorbei geschmuggelt, ist der erste iranische Film in dem Prostitution thematisiert wird - die im Land offiziell allerdings gar nicht existiert. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gelegentlich auftretender Männer, vom Ticketverkäufer bis zum Polizisten, lässt Panahis mutigen Einblick in die Parallelwelt der unterdrückten Frauen im Iran noch gespenstischer erscheinen. Sein Film bietet keine Lösungen, keine Auswege, er verteidigt oder verurteilt nicht. Auf die Frage, wie Panahi selbst die Botschaft seines Werks resümieren würde, antwortete der Regisseur: "Wenn ich das in irgendeiner Sprache wirklich zusammenfassen könnte, dann hätte ich keinen Film gemacht. Ich bin Filmemacher, ich versuche das auszudrücken, was ich sehe. Es ist nicht meine Aufgabe, Lösungen zu finden." Nachdem Panahis Spielfilmdebüt "Der weiße Ballon" (Badkonake Sefid, 1995) mit der Camera d'Or des Filmfestivals von Cannes ausgezeichnet wurde, erhielt sein zweiter Film "Der Spiegel" (Ayeneh, 1997) den Goldenen Leoparden des Filmfestivals von Locarno. Sein drittes Projekt, "Der Kreis", brachte dem iranischen Regisseur allein im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig 2000 fünf Preise ein, unter anderem den Goldenen Löwen und den Fipresci-Preis als bester Film. 2006 wurde Panahi auf der Berlinale mit dem silbernen Bären für seinen Film "Offside" geehrt.
Im Dezember 2010 wurde Panahi zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot wegen angeblicher "Propaganda" verurteilt.
ARTE zeigt "Der Kreis" zeitgleich zur Berlinale 2011 als Hommage an den prominenten iranischen Filmemacher.


Montag, 23. Februar 2009

14:45
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Ivanhoe - Der schwarze Ritter

Der englische König Richard Löwenherz wird auf der Rückkehr aus dem Heiligen Land gefangen genommen...

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Montag, 23. Februar 2009 um 14.45 Uhr

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Ivanhoe - Der schwarze Ritter
(Usa, Grossbritannien, 1952, 102mn)
ARTE
Regie: Richard Thorpe
Darsteller: Elisabeth Taylor (Rébecca von York), Felix AYLMER (Isaac von York), Finlay CURRIE (Cédric), George Sanders (Bois-Guilbert), Guy ROLFE (Johann Ohneland), Joan Fontaine (Rowena), Norman WOOLAND (Richard Löwenherz), Robert DOUGLAS (Hugues de Bracy), Robert Taylor (Ivanhoé), Wamba Emlyn WILLIAMS (Wamba )
Autor: Sir Walter Scott

Hörfilm-Fassung

England im Jahr 1190: Der tapfere Ritter Wilfred von Ivanhoe, ein Sachse, und der jüdische Kaufmann Isaac von York sammeln das Lösegeld für den entführten englischen König Richard Löwenherz. Richards Bruder Prinz John, der sich inzwischen Krone und Macht angeeignet hat, will mit Hilfe der Normannen Ivanhoes Plan, König Löwenherz zurückzuholen, durchkreuzen. Doch Ivanhoe kann mit Hilfe Rebeccas, der Tochter von Isaac von York, das Blatt zum Guten wenden.

Der englische König Richard Löwenherz wird auf der Rückkehr aus dem Heiligen Land gefangen genommen. Sein Ritter Wilfred von Ivanhoe, ein Sachse, findet ihn nach langer Suche als Geisel Leopolds von Österreich. Der fordert die ungeheuere Summe von 150.000 Mark für die Freisetzung des Monarchen. Richards infamer Bruder John, der die Herrschaft über England übernommen hat, weiß von Richards Verbleib. Aber er genießt die Macht zu sehr, um seinem Bruder zu helfen.
Ivanhoe kehrt nach England zurück. Er bittet seinen Vater Cedric um das Lösegeld für den normannischen König Richard. Doch das lehnt der Vater als Sachse schroff ab. Zur selben Zeit wird der jüdische Kaufmann Isaac von York von der Entourage der normannischen Ritter Sir Brian de Bois-Guilbert und Sir Hugh de Bracy überfallen. Ivanhoe rettet ihn und bietet ihm Geleitschutz ins heimatliche Sheffield. Aus Dankbarkeit für die Rettung ihres Vaters besucht Isaacs Tochter Rebecca nachts Ivanhoe und schenkt ihm Juwelen, damit er sich für ein anstehendes Turnier rüsten kann. Dabei verliebt sich die junge Jüdin in den Ritter, wohl wissend dass der Standesunterschied zwischen ihnen eine Liebesbeziehung unmöglich macht.
Beim Turnier kommt es zum Zweikampf zwischen Bois-Guilbert und Ivanhoe, die beide für Rebecca entflammt sind. Ivanhoe, der als unbekannter schwarzer Ritter in das Turnier gegangen ist, wird verletzt und flieht in Begleitung von Robin Hood in die Wälder. Auch Rebecca muss flüchten. Doch sie wird gefangen genommen. Jetzt steht die jüdische Gemeinde vor dem Dilemma, das als Lösegeld für König Richard gesammelte Geld für ihre Glaubensgenossin zu verwenden, die von Prinz John als Hexe angeklagt wird.

Das Drehbuch entstand nach einem Abenteuerroman des britischen Schriftstellers Sir Walter Scott.
Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Dank guter Besetzung und reicher Ausstattung eine fesselnde Schilderung des Hochmittelalters." Der "Motion Picture Guide" lobt: "Neben 'Quo Vadis' - ebenfalls mit dem unvergleichlichen Robert Taylor in der Hauptrolle - ist 'Ivanhoe, der schwarze Ritter' einer der größten und opulentesten Farbfilme der 50er-Jahre, ein Kassenknüller und eine superbe Produktion in jeder Hinsicht und auf jedem Gebiet. Dieses blühende Kinoepos bietet wundervolles Gepränge, spannende Intrigen, Romantik und fesselnde Action". Und die "Süddeutsche Zeitung" ergänzt: "Naives spannendes, prächtiges Ausstattungskino, das mit Humor und Selbstironie jeden Kitsch überwindet und allen Freunden des Abenteuerfilms Vergnügen bereitet."


Montag, 2. März 2009

14:45
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Der schwarze Hengst

Der 12-jährige Alec überlebt zusammen mit einem schwarzen Araberhengst als Einziger eine Schiffskatastrophe...

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Montag, 2. März 2009 um 14.45 Uhr

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Der schwarze Hengst
(Usa, 1979, 112mn)
ARTE
Regie: Carroll Ballard
Drehbuch: Melissa Mathison, Jeanne Rosenberg, William D. Wittliff
Kamera: Caleb Deschanel
Musik: Carmine Coppola
Schnitt: Robert Dalva
Darsteller: Clarence Muse, Hoyt Axton (Alecs Vater), Lelly reno, Mickey Roony, teri Garr (Alecs Mutter)
Produzent: Francis Ford Coppola

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Der 12-jährige Alec überlebt zusammen mit einem schwarzen Araberhengst als Einziger eine Schiffskatastrophe. Ein Rettungsschiff bringt die beiden in die USA, wo sie einen erfahrenen Pferdetrainer kennenlernen, der den Hengst zu einem außergewöhnlichen Rennpferd und den Jungen zu einem erfolgreichen Jockey trainiert.

Der 12-jährige Alec reist mit seinem Vater auf einem Überseedampfer. Bei seinen Streifzügen durch das Schiff entdeckt Alec einen schwarzen Araberhengst, der in einer der Kabinen versteckt gehalten wird. Er fühlt sich von dem wilden und aufbrausenden Tier magisch angezogen. Als ein Feuer an Bord ausbricht und das Schiff zu sinken beginnt, versucht der Junge das Pferd loszubinden. Beim Kampf mit dessen Betreuer wird Alec ins Meer geschleudert. Doch der schwarze Hengst rettet ihm das Leben. Mit einem Rettungsschiff gelangen die beiden in die USA, wo Alec den früheren Jockey und Pferdetrainer Henry Dailey kennenlernt. Dessen erfahrener Blick bemerkt sofort das Potenzial der Gemeinschaft zwischen Alec und seinem Pferd, zwischen dem hoch entwickelten Instinkt des Hengstes und der unerschütterlichen Hingabe des Jungen. Gemeinsam beginnen sie mit dem Training für das Jahrhundertrennen der weltbesten Vollblüter.

Produzent dieser überdurchschnittlichen Familienunterhaltung ist Erfolgsregisseur Francis Ford Coppola. Inzwischen hat "Der schwarze Hengst" Kinogeschichte geschrieben und zahlreiche Nachfolger bekommen.
Der Schauspieler Mickey Roony erhielt für "Der schwarze Hengst" eine Oscar-Nominierung.


Freitag, 20. Februar 2009

14:45
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Ein perfekter Freund

Als der Journalist Julien Rossi im Krankenhaus aufwacht, muss er feststellen, dass er sich weder an den Unfall noch an die letzten 50 Tage seines Lebens erinnert...

DETAILS

Freitag, 20. Februar 2009 um 14.45 Uhr

Wiederholungen:
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Ein perfekter Freund
(Frankreich, Deutschland, 2005, 102mn)
ZDF / ARTE F
Regie: Francis Girod
Kamera: Thierry Jault
Musik: Laurent Petitgirard
Schnitt: Isabelle Dedieu
Darsteller: Antoine de Caunes (Julien Rossi), Carole Bouquet (Anna Ferre), Claude Miller (André Barth), Hanns Zischler (Rodolph Hartmann), Jean-Pierre Lorit (Lucas Jäger), Marie-France Pisier (Jaqueline Barth), Martina Gedeck (Marlène Schwartz)
Autor: Francis Girod, Philippe Cougrand
Produktion: Arte France Cinéma, France 2 Cinéma, Lichtblick Filmproduktion, Ognon Pictures, Rhône-Alpes Cinéma, Studio Canal, ZDF/Arte
Produzent: Humbert Balsan

Hörfilm-Fassung 16:9 (Breitbildformat)

Als der Journalist Julien Rossi im Krankenhaus aufwacht, muss er feststellen, dass er sich weder an den Unfall noch an die letzten 50 Tage seines Lebens erinnert. Doch das ist nicht das einzige Rätsel, vor dem er steht: Wer ist die Frau, die behauptet seine neue Freundin zu sein? Warum hat er seine Stelle bei einer großen Tageszeitung gekündigt? Und warum verhält sich sein bester Freund Lucas Jäger so merkwürdig? Julien beginnt zu recherchieren, nicht ahnend, dass er sich auf gefährliches Terrain begibt.

Als der Journalist Julien Rossi im Krankenhaus erwacht, ist nichts mehr so, wie es sein soll. Eine Amnesie infolge eines Schlags auf den Kopf hat die Erinnerung an die letzten 50 Tage seines Lebens gelöscht. Sein bester Freund Lucas ist sein einziger Orientierungspunkt, doch dieser verhält sich plötzlich äußerst merkwürdig und reserviert. Doch er kann Julien immerhin erklären, wer die Frau ist, die ihn ständig im Hospital besuchen kommt: Marlène, Juliens neue Geliebte. Lucas macht Julien auch klar, dass er seine langjährige Lebensgefährtin Anna für diese neue Liebe im Stich gelassen hat.
Als Julien aus dem Krankenhaus entlassen wird, steht er vor den Bruchstücken seiner Existenz. Die letzten 50 Tage vor der Amnesie scheinen sein Leben so radikal verändert zu haben, dass seine alten Freunde ihn schneiden und sich neue, zwielichtige Bekannte um ihn scharen.
Einziger Anknüpfungspunkt, um die Gedächtnislücke zu erhellen, ist seine letzte journalistische Recherche, die sich um genmanipulierte Nahrungsmittel drehte. Dabei stößt er auf dramatische Erkenntnisse über die Verunreinigung von Nahrungspulver mit Prionen. Doch die Nachforschungen fördern einen Julien zutage, den er selbst nicht kennt. Was verbindet ihn mit den zwielichtigen und reichen Brüdern Lelièvre? Und welche Rolle spielt sein bester Freund Lucas in dieser Sache?
Als Julien kurz vor der Enthüllung des riesigen Skandals steht, bekommt er die Macht der Lebensmittelkonzerne zu spüren. Sie machen ihm ein verlockendes Angebot. Doch wem kann Julien jetzt noch trauen, wenn nicht einmal sich selbst?

Der letzte Film des 2006 verstorbenen Regisseurs Francis Girod - unter anderem "Trio Infernal" (1974), "Die Bankiersfrau" (1980) und "Der Rachepakt" (1998) - ist eine ausgewogene Kombination aus Thriller, Wirtschaftskrimi und subtiler Charakterstudie und entstand nach dem gleichnamigen Roman des Schweizers Martin Suter (erschienen 2002).
In mühsamer Sisyphusarbeit versucht Julien sein altes Leben einzuholen, während es ihm doch unaufhaltsam entgleitet. Was passiert, wenn die Erinnerung und das daraus abgeleitete Selbstbild nicht nur lückenhaft sondern schlicht falsch sind? Wem kann man trauen, wenn man sich seiner eigenen Motive und Überzeugungen nicht mehr sicher ist? Diese und ähnliche Fragen stellt der Film, während er packend von einer komplexen Verschwörung erzählt, in der es um die Nahrungsmittelindustrie und sehr viel Geld geht.
Antoine de Caunes, Martina Gedeck, Carole Bouquet und Jean-Pierre Lorit sind nur einige herausragende Darsteller in dem durchgehend exzellent besetzten Film, der Elemente des klassischen Krimis mit der Paranoia der Noir-Filme mischt. Doch das eigentliche Zentrum des Films bilden Julien und dessen "perfekter Freund" Lucas. In sehr europäischer Tradition lotet der Film aus, wie der Gedächtnisverlust zur Dekonstruktion des Subjekts führt. Das Selbstbild vom aufrichtigen Journalisten bröckelt, doch wer ist der Mann dahinter? Und bedeutet ein Neuanfang zwingend, dass man die gleichen Fehler nicht zweimal begehen kann?
Jedes Jahr im Februar wird Berlin zur Welthauptstadt des Kinos: Die Internationalen Filmfestspiele von Berlin gehören neben Cannes und Venedig zu den weltweit wichtigsten Festivals. ARTE ist auch dieses Jahr (5. bis 15. Februar 2009) mitten im Geschehen und bringt seinen Zuschauern Filme, Schauspieler und Regisseure näher. "ARTE Kultur" berichtet vom 5. bis 13. Februar täglich live vom Potsdamer Platz. Am 14. Februar schreitet ARTE mit den Gewinnern über den roten Teppich und zeigt die Live-Gala der Preisverleihung. Neben Interviews mit Filmschaffenden und interessanten Reportagen erwarten die Zuschauer auf ARTE außerdem jede Menge preisgekrönte Filme.




Erstellt: 02-02-09
Letzte Änderung: 16-02-09