Regie: Ten Shimoyama
Mit Yukie Nakama, Joe Odagiri, Kippei Shiina, Taku Sakaguchi, Erika Sawajiri
Synopsis: Japan, Anfang des 17.Jahrhunderts: Nach etlichen Jahrzehnten der Kriege wird das Land unter der Herrschaft des des Tokogawa-Shogunats endlich befriedet. Doch dadurch werden die Shinobi-Ninjas, die geheimen Personen, die im Krieg die Drecksarbeit für die Samurai erledigten, eigentlich überflüssig. Der Shogun hat vor, zwei Clans der Shinobi-Ninjas, die Iga und die Kuga auf einander zu hetzen, damit sie sich selbst vernichten. Oboro und Gennosuke gehören unterschiedlichen Clans an, doch unglücklicherweise haben sie sich ineinander verliebt...
Kritik: Japanische Filme, denen der schwierige Weg auf eine deutsche Kinoleinwand gelingt gehören fast alle der Arthouse-Programmschiene an. Das liegt daran, dass Regisseure wie Takashi Miike, Takeshi Kitano oder gar Akira Kurosawa von Cineasten zwar verehrt werden, aber dass sie an der Kinokasse nicht eben erfolgreich sind. SHINOBI jedoch bietet alles was ein Hollywood-Blockbuster auch in seinem Sortiment hat: Action, Kampfkunst, eine romantische Liebesgeschichte, zahlreiche Special Effects – das alles eingebettet in einen historischen Hintergrund. Yukie Nakama und Joe Odagiri spielen die Hauptrollen. In ihrem Heimatland werden die jungen Schauspieler wie Popstars verehrt. Kein Wunder, Yukie Nakama ist auch als Popsängerin tätig. Man könnte SHINOBI als eine perfekte Mischung aus HERR DER RINGE, X-MEN, TIGER AND DRAGON, HERO, HOUSE OF FLYING DAGGERS und ROMEO & JULIA bezeichnen.
Sein Gelingen liegt in der richtigen Mischung. So ergänzt Regisseur Ten Shimoyama seine Action-, Drama und Liebesgeschichte auch noch um eine philosophische Dimension: die Shinobi-Ninjas wissen, dass ihre Tage gezählt sind, dass dauerhafter Frieden für ihren Clan den sicheren Untergang bedeutet. Die eher konservative Oboro will sich ihrem Schicksal treu hingeben. Dadurch wird sie oder ihr Geliebter den Tod finden. Gennosuke stellt diese traditionelle Weltsicht in Frage: Er sucht nach einem Ausweg vor dem scheinbar unentrinnbar drohenden Schicksal, und er scheint ihn gefunden zu haben... Für europäische Zuschauer erleichtert die Perspektive von Gennosuke den Zugang zu diesem Film, da es für viele sicher nicht möglich wäre, sich mit der Haltung von Oboro zu identifizieren. Aber Ten Shimoyama vertieft die Charakterzeichungen seiner beiden Haupthelden nicht.
Er lässt sie vielmehr als Führer der jeweils fünf besten Krieger ihres Clans in temporeichen, mit vielen Special Effects versehenen Kämpfen gegeneinander antreten, in denen die Shinobi-Ninjas ihre speziellen Kampfkünste austesten können. Da gibt es etwa die Gift versprühende Schönheit Kagero, die scharfen Krallenhände des Mino oder den tödlichen Blick der Oboro. Das gleichnamige Sega-Spiel von 1987 hat vor allem Einfluss auf den gelungenen visuellen Stil des Films. SHINOBI ist eine erfolgreiche filmische Adaption des gleichnamigen Mangas, sehenswerte und actionreiche Unterhaltung. Nana A.T. Rebhan






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Martial-Art aus Japan trifft
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