Erstausstrahlung, 52 Min.
Todestrieb, Sex, Träume und verborgene Wünsche - das Unbewusste ist für das Kino eine unversiegbare Quelle von Stoffen und für die Psychologie ein unerschöpflicher Gegenstand theoretischer Analyse. Sigmund Freud beargwöhnte das aufkommende Kino. Er traute dem neuen Medium eine halbwegs gelungene Veranschaulichung seiner Theorien nicht zu. Offener in dieser Frage war Karl Abraham, einer seiner nächsten Mitarbeiter. Er wirkte als psychoanalytischer Fachberater an Georg Wilhelm Pabsts Spielfilm "Geheimnisse einer Seele" (1926) mit. Das war die erste Begegnung zwischen zwei Welten, die einander nicht mehr loslassen sollten und deren spannungsvolle Wechselbeziehungen die Dokumentation herausarbeitet. Filmemacherin Elisabeth Kapnist hat amerikanische und europäische Meisterwerke des Kinos auf symbolische Szenen hin durchforstet.
Namhafte Regisseure wie Fritz Lang, Federico Fellini, Ingmar Bergman, David Cronenberg und David Lynch äußern sich zum Blick des Cineasten auf das Innenleben der Menschen. Der ausgedehnte Spaziergang im Reich des Traumes und des Unbewussten fordert den Zuschauer auf, seine Erinnerung zu mobilisieren, Neues zu lernen und sich Fragen zu stellen. Die geschickt zusammengestellten Spielfilmausschnitte, Trailer und Off-Stimmen laden ein zu einer Reise in die kollektiven Fantasiewelten, die nicht zuletzt auch ein Produkt des Kinos sind.






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