Kite Jumping, das ist High Speed-Fliegen mit Low fi-Ausrüstung. Eine Disziplin, an die sich bisher nur wenige rantrauen. Dabei braucht man außer dem Schirm nur Turnschuhe und eine gut sitzende Unterhose.
Die Chinesen haben den Drachen schon im 13. Jahrhundert als Antrieb entdeckt. 1828 versetzt der Engländer George Pocock seine Mitmenschen mit Panzern und Booten in Angst, die von riesigen Drachen gezogen werden. Schließlich beweist Flugpionier Samuel Cody 1903 mit seiner Ärmelkanal-Überquerung, dass sein Zugdrachen als Fortbewegungsmittel tauglich ist. Und 70 Jahre später, legen zwei bretonische Brüder mit dem aufblasbaren Tubekite die Grundlagen des Kitesurfens.
Mit über 300.000 praktizierenden Fans hat die Disziplin inzwischen diverse Ableger hervorgebracht: Snow Kiting auf verschneiten Hügeln, Kite Buggying auf Sand, und Mountain Board auf Gras. Das Kite Jumping ist der letzte Spross in der Familie des Schirmantriebs.
Nathan ist 29, lebt in Brighton und gehört zu den absoluten Kite Jumping- Experten. Er leidet schon von klein auf am Ikarus-Syndrom. Seine ersten Flüge macht er 1996, und seitdem erfindet er täglich neue Kunststücke. Die halsbrecherischen Drachenkunststücke des unerschrockenen jungen Familienvaters sind nicht zu toppen, wie dieses Video dokumentiert, das auf YouTube schon über 340.000 Mal angeklickt wurde.
Tracks
Samstag 25. Oktober 2008 um 01.45 Uhr
Keine Wiederholungen
( 2008, 52mn)
ARTE F