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18.01.07 - 23.35 / 23.01.07 - 01.40 - 31/10/08

Kiyoshi Kurosawa

Exklusivinterview mit einem Starregisseur des Genrekinos


Irgendwo in einem Pariser Hotel erwartet uns das Wunderkind des japanischen Horrorfilmes. In weniger als 10 Jahren ist Kyoshi Kurosawa zum Regie-Superstar aufgestiegen. Sein Film „Loft“ hatte bereits im April 2006 Deutschlandpremiere, kommt aber erst diese Woche in die französischen Kinos.

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Der Film erzählt die Geschichte einer Schriftstellerin, die sich permanent übergibt und literweise Schlamm spuckt, und die zusammen mit einer mysteriösen Mumie unter einem Dach lebt – Ein Streifen, bei dem man schnell den Faden verliert.

Kiyoshi Kurosawa: "Das ist völlig normal. Der Handlung zu folgen ist fast unmöglich. Aber wenn trotzdem jemand meinem Film auf Anhieb verste- hen sollte, dann macht mich das auch glücklich. Ich kann mich einfach nicht entscheiden: Einerseits möchte ich immer versuchen, den besten Horror- film aller Zeiten zu drehen, aber auf der anderen Seite würde ich am liebsten nie mehr etwas mit diesem Genre zu tun haben. Vielleicht ist Letzteres gerade dabei Überhand zu nehmen, dann wäre „Loft“ eine logische Konsequenz. Einige Zuschauer haben den Film sogar für eine Komödie gehalten. Das zu entscheiden, überlasse ich dem Publikum und ich akzeptiere seine Wahl. Obwohl ich nicht ganz verstehe, an welcher Stelle „Loft“ komisch sein soll. Vielleicht liegt es daran, dass zu ernste Dinge oft lächerlich wirken. Vielleicht bin ich ja, ohne es zu merken, zur Komödie gewechselt."

Kyoshi Kurosawas Karriere beginnt mit Soft Pornos, bevor er sich dem Thriller widmet. Zuerst fürs Fernsehen, später für die Großleinwand. Filme wie „Cure“ oder „Kairo“ festigen seinen Ruf als Meister des Horrorkinos. 2003 landet sein Streifen „Akarui Mirai“ im offiziellen Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes. Im selben Jahr dreht Wes Craven ein Remake von „Cure“. „Loft“ könnte fast als Stummfilm durchgehen. Hier spielt die Stille die Hauptrolle.

Kiyoshi Kurosawa:"Mir gefällt es, mit Vergangenheit und Gegenwart zu spielen. Mich interessiert, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen kann, obwohl sie doch zu etwas völlig Unsichtbarem geworden ist. Die Vergangenheit bietet unzählige Möglichkeiten, um Geschichten zu erzählen. Ich finde aber, dass sich die Vergangenheit auf der Leinwand nur sehr schwer darstellen lässt, da Filme ja eigentlich dazu bestimmt sind, die Gegenwart und die Zukunft zu zeigen. In der Regel sieht man im Kino, was mit dem Protagonisten in der Zukunft passieren wird, und nicht das, was bereits geschehen ist. Dennoch ist die Gegenwart immer eine Folge von dem, was in der Vergangenheit stattgefunden hat."


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Filmtipp
"Loft"
von Kiyoshi Kurosawa
in Frankreich ab den 03. Januar in den Kinos
Mit Yumi Adachi, Miki Nakatani, Etsushi Toyokawa

Links
>> Chronik zum Film auf AsianFilmWeb
>> Mehr Infos zum Film
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TRACKS
Donnerstag, den 18. Januar 2007 um 23.35 Uhr
Wiederholung am Dienstag, den 23. Januar um 01.40 Uhr
Redaktion: Program33
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Erstellt: 18-01-07
Letzte Änderung: 31-10-08


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