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27/01/09

Klamotten mit Message

Klamotten – nur zum Anziehen? Langweilig! Für Designer aus aller Welt sind sie vor allem Träger einer Botschaft und Tor zu einer anderen Welt.

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Fetisch-Fashion

Wer Fetisch-Fashion sucht, hat im Londoner House of Harlot, zu deutsch Freudenhaus, bestimmt seinen Spaß. Der ehemalige Skimode-Designer Robin Archer macht jetzt Latex statt Gore-Tex. In den 90ern bastelt er seiner Frau für einen Besuch im berühmten SM-Club Torture Garden ein Fetisch-Outfit vom Feinsten. Die Kreation kommt so gut an, dass er sich gleich an seine erste Kollektion macht. Zwei Jahre später schmücken seine Kreationen den Catwalk des größten englischen SM-Clubs und machen ihn zum Yves Saint Laurent für Lack und Leder. Robin gibt der Mode Gummi und macht den Weg für Gleichgesinnte frei.
15 Jahre später ist alles erlaubt. Die Londoner Designerin Lady Onna macht die Lack-Sirene und die Fetischmarke Pretty Pervert präsentiert eine aufblasbare Arche Noah.

Yang Du

Björk hat im östlichen Teil Londons die chinesische Stylistin Yang Du aufgestöbert und sie für ihr nächstes Bühnenoutfit rekrutiert. Yang Du hat ihr Atelier in einer 40 m²-Sozialwohnung eingerichtet. Bevor sie 2003 ins Londoner St. Martin’s College kommt, geht sie in China durch die Hölle: Wegen einer schweren Kinderkrankheit liegt sie lange im Krankenhaus.
Die Inspiration für ihre erste Kollektion schöpft Yang Du aus ihren abenteuerlichen Reisen durch Indien und Ägypten. Yang Dus Kreationen haben es einer Boutique im Herzen Londons angetan, die ihre neuesten Modelle anbietet. Für ihre Fleisch-Handtasche stand der Metzger um die Ecke Pate.

Yang Du : "Meine Inspiration war das synthetische Fell von Plüschtieren. Das Fleisch ist aus Wolle gestrickt, was, wie ich finde, echtem Fleisch sehr nahe kommt. Es ist interessant, wie die Leute reagieren, wenn sie erst außen das Fell, und dann auf der Innenseite das Fleisch sehen. Ich habe zwei Ideen kombiniert. Wie man sieht, ist es eine Fleischtasche, und das Futter ist aus einem Stoff mit Coca Cola-Print."

Fashion goes Land Art

Das Künstlerpaar Adrienne Pao und Robin Lasser aus Los Angeles laden unter dem Tarnmäntelchen ihres Dress Tent zum Tabubruch ein. Wenn sie ihre
“tragbare Architektur“ vor atemberaubender Kulisse in Szene setzen, ist das eher Kunst-Performance als Modedesign. Bei der Inszenierung ihrer Werke überlässt das Duo nichts dem Zufall. Das “Gletscherschmelze“-Kleid haben die beiden vor dem kalifornischen Mont Shasta fotografiert, dem einzigen Gletscher der Welt, der noch wächst. Für „Ms. Homeland Security“ schlagen Robin und Adrienne ihr Zelt in Tijuana auf, an der Grenze zwischen den USA und Mexiko.

Robin Lasser: "Das Dress Tent ist für uns der perfekte Weg, beides miteinander zu verbinden. Körperlichkeit und Landespolitik verschmelzen zu einer Einheit, die sich aus Körper, Mode und Architektur zusammensetzt. Insofern sind unsere Kleider politisch, aber mit einem Augenzwinkern. "


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Samstag 31. Januar 2009 um 03.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2008, 52mn)
ARTE F

Erstellt: 25-01-09
Letzte Änderung: 27-01-09


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