Overnight Slavery, Musik: Jonas Imbery, Text: Klaus Lemke, Vocals: Sandra Schwittau
Klarer Fall von Sexismus? Kein Stück. Denn am Ende zeigen bei Lemke die Mädels, wo der Hammer hängt.
Anfang der 60er entdeckt Lemke den „Film Noir“ und die „Nouvelle Vague“. Mit 20 sieht er Godards „Außer Atem“. Danach ist klar – er muss Regisseur werden. Das charmante Großmaul wickelt mit seiner Begeisterung alle um den Finger. Für sein Spielfilm-Debut „48 Stunden bis Acapulco“ dreht der Autodidakt gleich in Mexiko. Damals noch mit echten Schauspielern. Es geht um Spionage, harte Kerle in engen Anzügen und natürlich um viel Geld.
Für Lemke ist mit 27 alles möglich. In seinem dritten Film soll Brigitte Bardot die Hauptrolle spielen. Er schnappt sich seinen Produzenten und will sie mit 50.000 Mark rumkriegen. Doch die Bardot schlägt eine Partie Poker vor. Was Lemke nicht weiß, die Dame ist ein Profi. Er verliert sein Geld und seine Chance auf eine Spitzenbesetzung im nächsten Film.
Anfang der 70er hat Lemke dann die Schnauze voll. Er will das wahre Leben spüren und geht nach Hamburg. Für seinen Film „Rocker“ besetzt er alle Rollen mit echten Typen vom Hamburger Kiez.
Die Typen von der Straße werden Lemkes Markenzeichen. Seine Filme Ende der 70er bringen ihm Millionen, noch mehr Drogen und schließlich den Absturz. Doch Lemke schlägt zurück. Seit knapp zehn Jahren dreht er mit seinem Low-Budget-Konzept einen Film nach dem anderen nach dem bewährten Lemke-Prinzip und das geht so:
Auch wenn er dieses Jahr siebzig wird - im Grunde ist er genau wie seine Darsteller: ewige 22. Und so stellt er sich in der Rolle des Psyko auch mal höchstselbst vor die Kamera und greift die jungen Mädels ab:
BÜCHER
„Inside Lemke: Ein Klaus Lemke Lesebuch“, erschienen bei Schnitt – der Filmverlag
LINKS
Interview mit Klaus Lemke über seinen neuen Film „Schmutziger Süden“
Die Website des Films „Rocker“
Website des Rocker Fanclubs in Hamburg
Klaus Lemke bei Wikipedia
Klaus Lemke bei imbd







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