Der Klimawandel - eine Gefahr für den Frieden - 16/05/08
Kleines Glossar über das Klima und die Klimatologie
Von der Eiszeit bis nach Kyoto - einige Begriffe zum besseren Verständnis der Thematik.
Die Eiszeit
Die Eiszeit (Synonym zu Kaltzeit bzw. Glazial) ist ein Zeitraum der Erdgeschichte. Die Gletscher bedecken eine mehr oder weniger breite Zone der Erde, und ganz besonders die kontinentalen Gebiete. Die Vergletscherung kann sich bis zum Äquator erstrecken. Unser jetziges Eiszeitalter hat vor etwa ca. 3 Millionen Jahren, im Pliozän, begonnen.
Der Treibhauseffekt
Die Energie der Sonne dringt durch die Atmosphäre auf Erdoberfläche. Der Boden wandelt diese Energie in Infrarotstrahlung um. In der Erdatmosphäre bewirken Treibhausgase wie Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan einen Treibhauseffekt, da sie den Austritt der Infrarotstrahlungen von der Erdatmosphäre verhindern. Gäbe es keinen Treibhauseffekt, besäße unsere Erde eine Durchschnitttemperatur von -18°C. Dieser Prozess hat also einen entscheidenden Einfluss auf das heutige Klima. Aufgrund dieser Gegebenheit herrscht auf der Erde eine Durchschnitttemperatur von 15°C.
Das Klima und seine Variationen
Die Klimatologie im Gegensatz zur Meteorologie setzt auf lange Beobachtungsperioden. Die Gesetzmäßigkeiten ergeben sich aus der langfristigen Beobachtung der Strahlung, der Temperatur, des Luftdrucks, der Winde und Windsysteme und des Niederschlags, sowie der geographischen Faktoren, wie Längen- und Breitengrade, Höhenlage, Oberflächengestalt, Bodenbeschaffenheit und Vegetation. Die Klimatologen benutzen zwei verschiedene Methoden: erstens forschen sie so genau wie möglich die Schwankungen der Vergangenheit, und zweitens benutzen sie Modellierungen, die eine Art mathematische Vorhersagen sind, um die zukünftige Entwicklung vorhersagen zu können.
Die Konferenz von Rio
Die Konvention von Rio fand vom 3. - 14. Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Sie ist von der Gemeinschaft und all seinen Mitgliedern während der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung unterzeichnet worden. Sie gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und war die erste größere internationale Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte. Wichtige Ergebnisse der Konferenz sind die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung, die Klimarahmenkonvention, die Wüstenkonvention und die Biodiversitäts-Konvention. Im Nachfolgeprozess der Rio-Konferenz wurde die Kommission für Nachhaltige Entwicklung gegründet, die den Umsetzungsprozess der Konferenzergebnisse überwacht. Leider sind die Teilnehmer nicht verpflichtet die Bedingungen einzuhalten.
Das Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll ist ein 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen für den Klimaschutz. Es schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest, welche als Auslöser der globalen Erwärmung gelten. Da die Ziele, die sich manche Staaten gesetzt haben sehr ehrgeizig sind, sieht das Kyoto-Protokoll mehrere flexible Mechanismen vor, mit denen seine Ziele erreicht werden können. Der Handel mit Emissionsrechten z. B. ist eines der wesentlichen Instrumente, die im Kyoto-Protokoll verankert sind oder wenn ein Industrieland Maßnahmen zur CO2-Reduktion in einem Entwicklungsland durchführt. Die Ratifizierung hat am 16. März 1998 angefangen und das Protokoll trat im Februar 2005 in Kraft.Inzwischen haben 168 Staaten dem Kyoto-Protokoll ratifiziert die USA und Australien aber nicht.
Erstellt: 16-05-08
Letzte Änderung: 16-05-08