Schriftgröße: + -
Home > Die Welt verstehen > Philosophie > Diese Woche

Philosophie

Raphaël Enthoven diskutiert heute mit der französischen Philosophin Fabienne Brugère über die Philosphie der Fürsorge.

Philosophie

Raphaël Enthoven empfängt Ali Benmakhlouf - 13/03/12

Gespräch - Ali Benmakhlouf ist zu Gast bei Raphaël Enthoven in "Philosophie"

Jeden Sonntag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema. Heute: Conversation



Gespräch, Geplauder, Geschwätz oder Smalltalk - die Bandbreite ist weit gespannt, wenn wir uns mit jemandem unterhalten. Während die Diskussion einen klar definierten Gegenstand hat und mit Argumenten arbeitet, gleicht die Konversation eher einem Flanieren, das umso ergiebiger ist, als es kein besonderes Ziel verfolgt. Im Gewand der Ungezwungenheit auftretend, hat die Konversation den doppelten Vorteil, dass sie alle möglichen Themen anschneiden und manche ernste Angelegenheit mit der ihr zuweilen angemessenen Leichtigkeit behandeln kann.

Zugleich hat die Konversation ihre unausgesprochenen Regeln: Sie darf nicht scharf sein und spart die Privatsphäre der Gesprächspartner aus. Die Probe aufs Exempel dieser Kunst des Umherschweifens macht Raphaël Enthoven heute mit seinem Gast, dem Philosophen Ali Benmakhlouf.

Um die Kunst des Gedankenaustauschs, die manchmal auch einem sportlichen Match und Schlagabtausch ähnelt, genauer zu ergründen, ziehen die beiden Schriften von Montaigne und Artaud sowie Passagen aus "Alice im Wunderland" und "Eine Liebe von Swann" heran. Die Frage bleibt dabei immer: Wann haben wir uns beim Sprechen wirklich etwas zu sagen? Gut, dass in der heutigen "Philosophie"-Sendung darüber ernsthaft diskutiert wird.

Gast der Sendung:


Ali Benmakhlouf ist Professor für arabische Philosophie und Logik. Er unterrichtet derzeit an der Universität Sophia Antipolis in Nizza sowie bei "Sciences Po" in Menton. Benmakhlouf ist außerdem Vorsitzender des Beirats für Berufsethik des französischen Forschungsinstituts für die Entwicklung der Südländer (IRD), Mitglied der Französischen Nationalen Beratungskommission für Ethik (CCNE) und seit März 2009 Mitglied des Beirats des Institut Diderot, einer Stiftung für die Entwicklung der Sozialwirtschaft.

Seit 1998 leitet er die Buchreihe "Débats philosophiques" des Verlagshauses Le Fennec, bei dem er 2006 sein Werk "Le lien social" veröffentlichte. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehören "Averroès" (Belles lettres, 2000; Perrin, 2009); "G. Frege, le nécessaire et le superflu" (Vrin, 2002); "Le vocabulaire de B. Russell" (Ellipses, 2002); "Bertrand Russell" (Belles lettres, 2004); "Le vocabulaire d'Averroès" (Ellipses, 2007); "L'identité, une fable philosophique" (PUF, 2011).

Bisher gibt es keine deutsche Übersetzung der Werke von Ali Benmakhlouf.

Philosophie
Samstag 18. Februar 2012 um 07.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2011, 26mn)
ARTE F

Erstellt: 29-06-09
Letzte Änderung: 13-03-12