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ARTE Reportage

Das internationale Nachrichtenmagazin. Jeden Samstag um 18.20 Uhr. Im Wechsel moderiert von Andrea Fies und William Irigoyen.

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Samstag 21. Januar 2012 um 18.20 Uhr - 21/01/12

Korea: Warten auf die Wende

De Anthony Dufour, François Cauwel, Eun-Young Kim et Mathias Lavergne – ARTE GEIE / Hikari Films - France 2012

Nordkorea ist der brisanteste Krisenherd in der Weltpolitik, sagt der Oberkommandierende der US-Armee. Der Tod von Kim Jong-il hat daran nichts geändert, eher im Gegenteil: Die Nachfolge des jungen Erb-Diktators versetzte die Truppen an der Grenze zwischen den beiden Ländern in hoch gespannte Stimmung.


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In Washington und Seoul sind sie sicher, dass sich die Lage in Nordkorea in den nächsten drei Jahren zuspitzen wird: Das Regime könnte stürzen, mit Gewalt, vielleicht in einem Krieg - auf jeden Fall in einer Konfrontation der beiden Länder, die einmal ein Volk waren und hinter denen die beiden Supermächte China und die USA stehen.    
 
Seit 1953 und dem Ende des Koreakrieges stehen sich die beiden Länder in einer Art schwer bewachtem Frieden gegenüber – zwei Gesellschaften, die sich in genau entgegengesetzte Richtungen entwickelt haben: In Südkorea eine Demokratie nach westlichem Vorbild und in Nordkorea eine Diktatur mit totaler Kontrolle des Alltags und Personenkult, das ganze Land ein Gulag nach Stalins Vorbild. Die Menschen in beiden Staaten sind Koreaner, aber mit einem total unterschiedlichen Verständnis davon, was das eigentlich heißen soll. 
 
Entlang der Grenze am 38. Breitengrad haben die beiden Länder eine DMZ eingerichtet, eine Demilitarisierte Zone – eigentlich ein Widerspruch in sich, denn es handelt sich hier um die weltweit höchste Konzentration von Soldaten und Waffen: Entlang dem ein paar hundert Meter breiten Grenzstreifen stehen sich geschätzte zwei Millionen Soldaten gegenüber, zehntausende Artilleriegeschütze richten ihre Rohre aufeinander, Panzerverbände und hochmoderne Raketen warten nur auf den Marsch-Befehl zur Schlacht. Und in all dieser Hochspannung leben noch immer ganz normale Menschen in ganz normalen Dörfern, als ob da garnichts wäre...         
 
Die Arte-Reporter sind entlang dieser Grenze gefahren, östlich von der Insel Yeongpyong aus, traurig-berühmt wegen der letzten Angriffe Nordkoreas, bis rüber zur Westküste. Wir erleben den Alltag der Menschen zwischen Waffen und Minenfeldern, stets unter Kontrolle schon aus Sicherheitsgründen. Es wird deutlich, wie sehr das westliche, wirtschaftlich prosperierende Südkorea im Banne der Bedrohung aus dem Norden steht und der Furcht, eines Tages von den Truppen des Diktators überrannt zu werden.

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ARTE Reportage
Freitag 27. Januar 2012 um 10.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2012, 52mn)
ARTE

Erstellt: 20-01-12
Letzte Änderung: 15-03-12