1. Rang
(im Juni auf Rang 1)
Matti Rönkä: BruderlandAus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara
Grafit, geb., 222 S., 17,90 €
Helsinki/St.Petersburg: Viktor Kärppä, Grenzgänger zwischen Suomi und Rossija, in der Zwickmühle. Den eigenen Leuten, den Russlandfinnen, will er helfen, gezwickt von Drogenfahndung und russischer Mafia. So wirre ist die Welt, dass selbst ein Elitesoldat und Leistungssportler kaum klarkommt. [...]
2. Rang
(im Juni auf Rang 3)
Allan Guthrie: Abschied ohne KüsseAus dem Englischen von Gerold Hens
Hard Case Crime bei Rotbuch, TB, 286 S., 9,90 €
Edinburgh/Orkneys: Erst hat er Literatur studiert, dann Geldeintreiben. Mit dem Baseballschläger ist Joe Hope perfekt. Bis seine Frau damit erschlagen wird. Da muss der Loser sich auf seinen Verstand und neue Freunde einlassen. Sonst landet er lebenslang im Knast. [...]
3. Rang
(im Juni auf Rang 9)
Magdalen Nabb: Vita Nuova Aus dem Englischen von Ulla Kösters
Diogenes, geb., 336 S., 19,90 €
Florenz: Maresciallo Guarnaccia im Gewissenskonflikt, Schicksal italienischer Polizisten: Darf er seine und seiner Kollegen Existenz riskieren? Mordermittlungen unter Neureichen versickern im Sumpf der Oberen Zehntausend. Der letzte Roman der Engländerin entzückt durch Seelenkunde, Atmo, Tiefenschärfe.[...]
4. Rang

Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung Aus dem Amerikanischen von Susanne Goga-Klinkenber
Fischer, TB, 268 S., 7,95 €
Lissabon/Beirut: Nach sechs Jahren Knast bevorzugt Fälscherin Nicole Blake die sichere Seite. Bis sie doch für die CIA in Lissabon ihren früheren Geliebten sucht und im Malstrom landet. Geheimdienstoperationen und Privatvendetta. Überleben im Weltbürgerkrieg: davon erzählt Siler. Einsame Klasse. [...]
5. Rang

Colin Cotterill: Dr. Siri und seine TotenAus dem Englischen von Thomas Moh
Manhattan, geb., 320 S., 17,95 €
Vientiane: 1976. In Laos haben gerade die Kommunisten gesiegt. Statt Revolutionspensionär wird Dr.Siri Paiboun Leichenbeschauer. Fehlen ihm Chemikalien, senden die Toten selbst die Signale. Der 72jährige lernt Maigret: furchtlos fragen. Er hat alles hinter sich. Witzig, gewieft, irregulär: der neue Laote.[...]
6. Rang

John Harvey: Schlaf nicht zu lange Aus dem Englischen von Sophie Kreutzfeldt
dtv, TB, 430 S., 8,95 €
Nottingham: Nur ein Freundschaftsdienst. Ex-Inspektor Frank Elder sucht nach einer verschwundenen Bekannten. Und stößt auf die Muster seines ersten ungelösten Falls. Zwei Frauen erwürgt, aufgebahrt. Bei Harvey, dem großen britischen Erzähler, verstehen wir: Tod ist Elend. Und Leben? Sehnsucht.[...]
7. Rang
(im Juni auf Rang 4)
Matt Beynon Rees: Der Verräter von BethlehemAus dem Englischen von Sigrid Langhaeuser
C.H.Beck, geb., 328 S., 17,90 €
Bethlehem: Als sein Ex-Schüler George unter der Anklage verhaftet wird, ein Spitzel der Israelis zu sein, rafft sich der alte Lehrer Omar Jussuf auf, ihn zu retten. Und legt sich, trotz Husten und Rückenschmerzen, mit den lokalen Polit-Gangstern an, den Märtyrerbrigaden. Gut und Böse unter Kriegsbedingung. [...]
8. Rang
(im Juni auf Rang 10)
Stuart MacBride: Der erste Tropfen BlutAus dem Englischen von Andreas Jäger
Goldmann, TB, 508 S., 8,95 €
Aberdeen: Sex in a Scottish City. Ein Pornodarsteller wird zu Tode sodomisiert, der lokale Fußballstar ist ein Vergewaltiger. DS „Lazarus“ McRae trampelt durch Fettnäpfchen und wird von einem Achtjährigen verhauen. DI Steel flucht und DI Insch frisst. Grotesk, witzig, überscharf: Klasse Schotte. Zum Brüllen.[...]
9. Rang

Michael Chabon: Die Vereinigung jiddischer Polizisten Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer
Kiepenheuer&Witsch, geb., 432 S., 19,95 €
Sitka, Alaska: Zwei Monate vor der Auflösung des geliehenen Siedlungsgebiets, wo Jiddisch Amtssprache ist für 3 Mio. Juden, liegt Mendel Shpilman erschossen im Hotel. Der Rabbisohn, schwul, auf H, Genie, war als Messias geplant. Meyer Landsman entdeckt: Auch nur ein Jid in der Diaspora. Schrill und schön. Und kalt.[...]
und gleich im Ranking:
9. Rang

Rex Miller: Fettsack Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber
Edition Phantasia, TB, 270 S., 15,90 €
Chicago: Er stinkt. Er frisst Menschenherzen, haust in der Kloake und ahnt jede Gefahr. „Fettsack“ Bunkowski, 500 Pfund, ist der Überkannibale unter den Serienkillern. Neu übersetzt. Und für super befunden. 1987 erstgeschrieben: Die Horrorfresse der USA ist Fettsack, home made. Miller heavy.[...]
- Diesen Fall klären wir vielleicht auch noch: Lesen Sie hier ein Interview mit Tobias Gohlis in DIE WELT über die KrimiWelt-Bestenliste
ÜBER JURY UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG DER KRIMIWELT-BESTENLISTE
Die Jury der KrimiWelt-Bestenliste besteht aus 19 Kritikerinnen und Kritikern, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Kriminalliteratur berichten. Einmal im Monat benennt jedes Mitglied vier aktuelle Kriminalromane und bewertet sie mit 7, 5, 3 oder 1 Punkten. Neben der Gesamtpunktzahl pro Titel wird berücksichtigt, wie viele Kritiker in einer Abstimmungsrunde für dasselbe Buch votiert haben. Jeder Kritiker darf insgesamt drei mal für ein von ihm favorisiertes Buch stimmen. Voten für Bücher, an deren Produktion oder kommerzieller Verbreitung der Kritiker beteiligt ist, sind ausgeschlossen. Zwischen Kriminalromanen in der Originalsprache Deutsch und Übersetzungen wird kein Unterschied gemacht.
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