
Dokumentarfilm, Deutschland/Polen, 2009
Mitwirkende: Roman Polanski, sowie Andrzej Wajda, Henning Carlsen u.v.a.
Musik: Krzysztof Komeda, Andreas und Matthias Hornschuh

Die kurze internationale Karriere des Filmmusikkomponisten Krzysztof Komeda begann, als er dem ebenso jungen Filmemacher Roman Polanski begegnete. Es war der Beginn einer langjährigen kreativen Partnerschaft; Polanski erklärte später, dass Komedas Musik seinen Filmen künstlerisch erst die Richtung gewiesen habe. Zudem sollte Polanski seinen Freund nach Hollywood holen – die Filme „Tanz der Vampire“ und „Rosemaries Baby“ verlangten eine innovative Klangsprache, über die seinerzeit nur Komeda verfügte.
Amerika wurde für Komeda zu künstlerischem Triumph und persönlichem Alptraum zugleich: Zwar löste er sich aus seiner unglücklichen Ehe, sein Verhältnis zu Frauen – darunter der Star aus „Rosemaries Baby“, Mia Farrow – blieb jedoch höchst problematisch. Nie kam Komeda so ganz in den USA an, fühlte sich, obwohl von Polanski in jeder Hinsicht unterstützt, fremd. Anders als oft zu lesen, starb er nicht bei einem Autounfall, sondern an den Folgen eines Sturzes nach einem Alkoholgelage mit einem anderen polnischen Exilanten, dem Schriftsteller Marek Hlasko. Hlasko galt als großes literarisches Talent seiner Generation, außerhalb Polens konnte er jedoch nicht so recht Fuß fassen und schwankte stets zwischen Aggression und Depression.
Komedas Musik zu „Tanz der Vampire“ und „Rosemaries Baby“ paart Humor mit Schrecken, Horror mit Unschuld. Seine Musik war stets auch ein Spiegel seiner Seelenzustände; der Film von Claudia Buttenhof-Duffy folgt der Idee, dass Komeda mit seinen Filmmusiken letztlich auch den Soundtrack zu seinem eigenen Leben geschrieben hat.






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