21.00 Uhr: Die Ausgebufften
![]() | |
|
Jean-Claude und Pierrot sind zwei wilde Draufgänger, die keine Skrupel kennen und eine große Schnauze haben. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsdiebstählen durch und teilen alles, auch die geduldige Marie-Ange, die jedoch beim Sex frustrierend teilnahmslos bleibt. Erst eine schöne und zugleich schockierende Erfahrung mit einer älteren Frau bringt die beiden zur Besinnung. Bertrand Bliers Spielfilm, zugleich Road-Movie und erotische Komödie, ist ein fulminantes Beispiel für den Zeitgeist der 70er Jahre, den der Film zugleich parodiert.
Der Kultfilm legt seinem komischen Duo Depardieu und Dewaere wunderbar flapsige, rotzfreche Dialoge in den Mund - auch in der deutschen Synchronfassung -, die gespickt sind mit Wendungen, die für den Slang der 70er Jahre typisch sind. Die flirrende, antreibende Jazzgeige von Stéphane Grappelli setzt eigene Akzente und verhindert eine vordergründige Anbiederung an den Zeitgeist.
(Film von Bertrand Blier 111’ 1974)
Mit: Gérard Depardieu, Miou-Miou, Patrick Dewaere, Jeanne Moreau, Brigitte Fossey.
23.00 Uhr: Pink Floyd at Pompeji
![]() | ||
|
Es ist ein Wohltätigkeitsauftritt. Es wurde der Film Pink Floyd At Pompeji gedreht und hatte in Edinburgh im September 1972 Premiere. Pink Floyd verzichten auf die Einnahmen aus diesem Streifen. Damit sollten die Ausgrabungen in der Stadt finanziert werden. Während des Sonnenunterganges begann das Konzert, das 90 Minuten dauerte. Live At Pompeji ist neben The Wall der einzige Film von einer Pink-Floyd-Show. Doch zu vielen anderen Streifen komponierte die Gruppe die Musik, so zu Zabriskie Point und den heute inzwischen vergessenen Filmen More, und The Commitee.
Im Monat darauf ging die Gruppe auf dreimonatige Tournee, doch zuvor hatte sie im Mai 1972 mit den Aufnahmen von The Dark Side Of The Moon begonnen, die bis zum Januar 1973 dauerten. Die LP wurde nicht nur Pink Floyds größter Erfolg, sondern auch einer der größten der Rockgeschichte, mit Gesamtverkaufszahlen von über 20 Millionen Exemplaren. Die Platte war über 15 Jahre im Top-200- Billboard!
(Konzert 92’, 1972)
00.00 Uhr: Emmanuelle
Der erste einer Serie von Filmen nach dem erotischen Bestseller "Emmanuelle", den die Ehefrau eines französischen Diplomaten unter dem Pseudonym Emmanuelle Arsan mit großem Erfolg veröffentlichte. Als Botschaftergattin in Thailand eingetroffen, pflegt Emanuela eine Reihe lesbischer und heterosexueller Kontakte, während sich ihr Mann mit Dienstmädchen und ihren Freundinnen vergnügt. Ein Sexfilm in kunstgewerblerischer Inszenierung, der das Elend Bangkoks als exotische Staffage mißbraucht, und seine eigentliche Absicht hinter pseudophilosophischen Ergüssen verbirgt. Allein die gediegene Kameraarbeit und die gute Besetzung unterscheiden ihn vom Gros des Genres. Für den deutschen Verleih um 12 Minuten gekürzt.
(Film von Just Jaeckin, 105’ 1974).
Mit: Sylvia Kristel, Alain Cuny, Marika Green, Christine Boisson...
01.35 Uhr: Scopitone - Die Hausbesetzer
Drei Tage im Leben eines jungen Außenseiters. Patrick ist Mechaniker, hat aber Ambitionen zum Rockmusiker. Er lebt als Hausbesetzer im Pariser Stadtteil Belleville und rundet sein Monatsgehalt als Drogenhändler auf. Eines Tages trifft er auf der Straße Amélie und die beiden kommen ins Gespräch. Aus der zufälligen Begegnung wird mehr - die Frage ist nur, für wie lange. "Scopitone - Die Hausbesetzer" ist eine wunderbare Chronik der späten siebziger Jahre, mit aggressiven Punkgirls, Rockmusik, besetzten Wohnungen, echten oder auch weniger echten Drogen und über das Leben von der Hand in den Mund. Obwohl der Film weder besonders freizügige Bilder noch brutale Gewalt zeigt, wurde er erst ab 18 Jahren freigegeben. Die Thematik von illegaler Hausbesetzung und Drogenhandel schätzten Kritiker anscheinend als jugendgefährdend ein.(Film von Laurent Perrin, 34’, 1978)









per E-Mail verschicken



Facebook
Twitter
RSS

