Seasick Steve schlug sich noch mit den Urvätern des Pop wie R.L. Burnside oder Son House die Nächte um die Ohren. Dann kam die Zeit, in der keiner mehr seinen Blues hören wollte. Doch die letzte Blueswelle hat auch ihn wieder auf die Bühne geschwappt.Prediger, Ehebrecher, Knastbruder und begnadeter Geschichtenerzähler: Son House ist ein großes Vorbild für Seasick Steve. Auch für ihn stehen die Geschichten an erster Stelle. So wie in seiner Hymne über „Thunderbird", Amerikas billigsten Fusel von der Tanke. Auch wenn sich sein Blues manchmal wie Punk anhört – egal. Nicht egal ist ihm, wie's klingt – da schraubt er oft Stunden dran.
Seasick Steve kommt von der Straße. Mit 13 ist er von zuhause abgehauen und schlug sich als Wanderarbeiter durch. Wie oft er im Knast gelandet ist, weiss er nicht mehr. Das Leben auf Tour ist dagegen wie im Paradies. Er hat lange in Ton-Studios als Helping Hand und später als Techniker gejobbt. Anfang der 90er zog er mit seinem Equipment von Tennessee nach Seattle. Schon bald gingen in seinem Studio Indie-Bands wie Modest Mouse und Bikini Kill ein und aus. Und natürlich die Grunge Bands. So lief ihm auch Kurt Cobain über den Weg. Seasick Steve weiss, wie es im Doghouse ist, der Hundehütte. Aber wenn das Leben in der Gosse zum Bluesklischee verkommt, muss er kotzen. Seasick Steve kann einen Song nur spielen, wenn er erlebt hat, worüber er singt. Die Verbindung muss da sein. Und wenn die Verbindung zum Leben spürbar ist, ist es egal wie alt man ist. Dann wird am Ende alles gut.
Album"Dog House Music" von Seasick Steve
bei Skycap
Links>> Seasick Steve - Offizielle Website
>> Seasick Steve auf myspace









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