Der Performance-Künstler, Visionär, Schauspieler und Provokateur Joe Coleman ist ein absoluter Outsider und zählt zu den abgedrehtesten Künstlern der USA. Joe Coleman ist nicht nur ein Guru der amerikanichen Freak-Kultur, sondern auch ein Star des Jet-Set. Bei seiner Hochzeit in Baltimore vor vier Jahren, standen auch Hollywood-Größen wie Denis Hopper oder John Waters auf der Gästeliste, während Leonardo Di Caprio und Johnny Depp sich damit begnügen müssen, seine Werke zu sammeln. Colemans Appartement in New York ist das reinste Grusel-Kabinett und Teil seiner Inspiration. Das zentrale Element seiner Malereien sind die Freaks. Unter dem Pseudonym Doctor Momboozoo konzipierte Joe 1972 seine ersten Performances, die er „Party Explosions“ nannte. Dabei testete er am eigenen Körper die Theorie des Big Bang, indem er sich einen Gürtel aus Sprengstoff umschnallte, den er mitten im Publikum zündete. Coleman machte auch ein paar Abstecher auf die Leinwand. In einem Underground-Streifen spielt er eine Figur, die auch in seiner Kunst öfters auftaucht: den Serial-Killer.
Joe Coleman: "Ich habe Serienmörder kontaktiert und gemalt, weil ich davon überzeugt bin, dass sie einen Weg suchen, um zu kommunizieren. Allein die Tatsache, jemanden ein Messer in den Bauch zu rammen, ist eine Form von Kommunikation, bei der man seinen Schmerz direkt auf eine andere Person überträgt. Das Problem an der Sache ist nur, dass man durch das Töten eines Menschen, auch sich selbst zerstört. Deshalb halte ich nicht viel von dieser Form des Kommunizierens. Wie sollen sie also ihren Schmerz anders zum Ausdruck bringen? Durch Musik ganz bestimmt nicht, Poesie ist, glaube ich, auch nicht das Richtige, die würde keiner verstehen. Ich habe also nach einer Ausdrucksform gesucht, die des Schmerzes würdig ist. "
>> Die offizielle Homepage von Joe Coleman
Film
Rest in Pieces: A Portrait of Joe Coleman
Ein Film von Robert Adrian Pejo(1996 - Österreich - Dokumentation)
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Joe Coleman erzählt, erinnert und erklärt sich, philosophiert und phantasiert. Bewunderer kommen zu Wort: Filmer Jim Jarmusch sagt, weshalb er den Künstler und seine Bilder mag. Der Musiker Hasil Adkins sorgt für musikalischen Background. Joe Coleman, der ambivalente Künstler zwischen Himmel und Hölle, öffnete sich und nutzt gleichzeitig die filmische Gelegenheit zu einer vielschichtigen Selbstdarstellung. Er ist der Nabel in diesem egozentrischen Porträt. Die Oesterreicher Wolfgang Lehner, Kameramann, und Walt Michelson, Autor und Komponist, der den Song "Kiss & Kill & Run Away" mit Joe Coleman veröffentlichte, sowie Regisseur Robert-Adrian Pejo, ein Exil-Rumäne, der in Wien und Budapest arbeitet., dokumentieren Colemans Welt, seine "Künstler-Messen" und dunklen Spiegelungen. Der malende Aktionist sieht sich selber irgendwo zwischen Christus und Antichrist. Der facettenreiche Film zeichnet das psychedelische Bildnis eines Missionars des Schmerzes. Coleman lässt sich als Jünger Hieronymus Boschs und der Apokalypse ebenso lesen wie als schräger Extremist mit schwarzem Humor, der sich sowohl als Seelenverwandter des Serienkillers Charles Manson als auch des Comic-Gurus Robert Crumb bezeichnet.
Comics

Muzzlers Guzzlers & Good Yeggsvon Joe Coleman
Fantagraphics books Verlag
ISBN # 1560976284
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The Mystery of woolverine Woo-Baitvon Joe Coleman
Fantagraphics books verlag
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Bücher
The Book of Joevon Joe Coleman
Last Gasp Verlag
ISBN # 0867195781
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Original Sin - The Visionary Art of Joe Colemanmit texten von Jim Jarmusch, John Yau und Harold Schechter
Heck Editions
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TRACKS
Donnerstag, den 12. Mai um 23.15 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program 33
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