Damit war er für die Majors erst einmal gestorben. Er wandte sich der zeitgenössischen Kunst und der Fotografie zu und freundete sich mit Miles Davis an, der ihm das Stück "So What" widmete. 1967 kehrte er nach Los Angeles zurück, wo ihn B-Serien-Papst Roger Corman unter die Fittiche nahm. In dessen Film "The Trip" entdeckte er seine beiden Leidenschaften: Kamera und Drogen.
Zwei Jahre später rüttelten Dennis Hopper und seine Mitstreiter Jack Nicholson und Peter Fonda mit dem zum Kultfilm gewordenen "Easy Rider" ganz Amerika auf. Der Erfolg kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn nun öffneten sich Hopper die Tore des neuen Hollywood. Doch die Begleiterscheinung dieser fulminanten Karriere war ein langer Abstieg in die Hölle: Hopper konsumierte täglich bis zu 30 Bier und drei Gramm Kokain!
Ein Dreh mit dem Exzentriker war für Regisseure ein Alptraum, in "Apocalypse Now" verzweifelte Coppola schier an dem Versuch, dem Schauspieler seinen Text zu entlocken. Am absoluten Nullpunkt angelangt, rappelte sich Hopper in den 80er Jahren mit David Lynchs Film "Blue Velvet" wieder auf. Der Regisseur bezeichnete Hopper im Übrigen als "perfekten Psychopathen". Nach einer Entziehungskur schlug sich der einstige Held der amerikanischen Gegenkultur auf die Seite der Republikaner und drehte in Blockbustern wie "Speed" und der TV-Serie "24". Treu blieb er dagegen seiner Leidenschaft für die zeitgenössische Kunst.
2007 widmet ihm die Eremitage in Sankt Petersburg ihre erste Retrospektive eines lebenden Künstlers. Und im Herbst dieses Jahres waren bei der Vernissage seiner Ausstellung in der Pariser Cinémathèque unter anderen David Lynch, Wim Wenders, Antoine De Caunes und Julian Schnabel zu Gast. "Tracks" war dabei!









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