Der amerikanische Hiphop ist zur Hure des Musikbusiness geworden. Deshalb mussten sich die jungen Afro-Amerikaner nach einem neuen Ventil für ihre Wut umsehen, und dabei stießen Sie auf den guten alten Punk. Die Spezies Punk ist vom Aussterben bedroht. Und ganz besonders in New York. In ganz Amiland war eigentlich schon Mitte der Neunziger Schluss mit der Punk-Bewegung, obwohl Skater-Kapellen wie „Offspring“ oder „Blink 182“ immer noch versuchen in ihren Hawai-Hemden auf dieser Welle zu surfen. Im ehemaligen Hardcore Squatt der Lower East Side von New York trifft man höchstens noch ein paar Sonntags-Punks.
1977 beschlossen vier schwarze Marley- und Clash-Fans, die „Bad Brains“ zu gründen. Schon nach wenigen Monaten wurden sie als extremste Hardcore Punk-Kapelle Amilands gehandelt. Trotz ihres Hammerharten Sounds, waren die Einflüsse von Jazz, Funk und Reggae in ihren Songs nicht zu überhören. Der Fusion-Hardcore war geboren. Ihre Erben heißen: „Living Colour“, „Red Hot Chilli Peppers“ oder „Fishbone“.
Gerade hat James Spooner einen Dokumentarfilm über die Afro-Punk-Bewegung herausgebracht, den er bei Treffen von Aktivisten und Globalisierungsgegnern vorführt. Zwei Jahre lang reiste der Regisseur kreuz und quer durch die USA, um die schwarzen Punks aufzuspüren. Er war es auch, der dieser Szene ihren Namen gab: „Afro-Punk“. James Spooner ist 27 Jahre alt und wird auf Festivals für Independant-Filme mit Preisen nur so überhäuft. Von den Eintrittsgeldern seiner Film-Vorführungen und vom Verkauf bedruckter T-Shirts kann er inzwischen sogar ganz gut leben.
James Spooner: "Nachdem mein Vater den Streifen zum ersten mal gesehen hatte, meinte er zu mir: „Ich wünschte, es hätte so einen Film gegeben, als du noch jung warst, dann hätte ich dich besser verstanden.“ Also hoffe ich, dass ich auf diese Weise, anderen Kids helfe. Bei mir zu Hause gab’s immer Zoff, sei es wegen eines Piercings oder wegen meiner politischen Meinung. Meine Mutter dagegen, hatte genau verstanden, dass man diese Bewegung unterstützen muss, weil es dabei um das Selbstbewusstsein der schwarzen Community geht."
- Die New Yorker Gruppe Game Rebellion
- Tamar Kali
- The Shrine for the Black Madonna
- Italee
- Bad Brains
Der Film
Afropunk
The rock n’ roll nigger experience
ein Film von James Spooner
>> Offizielle Website des Films
>> Ein Artikel der Taz zum Film
Album
"Banned in DC: Bad Brains' Greatest Riffs"
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TRACKS
Eine Reportage von Stéphanie Binet
Donnerstag, den 24. Februar 2005 um 23.25 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 26.02 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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