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19/10/09

La Roux

Ein Hauch Internationalität weht durch St. Pauli: Rendez-vous mit der aufregendsten Föhnwelle seit Elvis: Elly Jackson! „Die Rote“ erobert mit ihrer Band „La Roux“ orkanartig die weite Welt des Pop. Zuhause in England werden La Roux als der Klang des Jahres gefeiert.

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Der Bandname „La Roux“ ist der rotgewellten Engländerin buchstäblich auf den Leib, bessergesagt auf den Kopf, geschneidert. Dabei ist „La Roux“ ein Duo: Ben Langmaid gehört auch dazu. Der hält sich aus der Öffentlichkeit fern, ist aber da, wo er gebraucht wird: an den Synthesizern. „Was schön ist: wenn man einen Gegensatz hat zwischen einem eigentlich unemotionalen, kalten Instrument und einer hoffentlich emotionalen, melodischen Stimme. „

Von St. Pauli geht es mit dem Schiff über Elbe, Nordsee und Themse nach London. Am Big Ben stehen La Roux längst in den Top Ten. Ihre Singles erklimmen die Spitze der Charts. Die Feuilletons applaudieren. Auch in Deutschland kommt der Siegeszug ins Rollen. Die Dame mit der Kopfstimme hat altbekannte Verehrer. Trotz Selbstzweifeln.
„Ich war nie wirklich attraktiv oder ich dachte nicht, dass ich für irgendjemanden attraktiv sein könnte: Männer, Frauen, Hunde, Affen. Wenn du mich jetzt in einen Rock stecken würdest oder in ein Paar Stöckelschuhe, würde ich hier sitzen und so unentspannt aussehen. So komisch, so ‚uh’ (angewidertes ‚uh‘) ich würde am liebsten weglaufen und mich sofort umziehen. Das wäre nicht sexy.”

Sexy genug für die Magazine. Auch ohne knappe Outfits setzt sie neue Trends - vor allem durch ihre mutige Neuinterpretation der Elvis-Tolle. Elly Jackson startet die Renaissance der Androgynität à la Annie Lennox. Die britische Yellow-Press bejubelt längst einen neuen Frauentyp im Showbiz. La Roux: „Es gab schon immer viele Frauen im Pop. Wie Grace Jones, Annie Lennox, Madonna oder Blondie. Manche Journalisten versuchen nur ihrem Artikel irgendeine Wendung zu geben. Ich meine, das Bild der Frau ist in diesem Jahr ein bisschen anders als es vorher war. Offensichtlich verändern Sängerinnen wie Beth Ditto das Image von weiblichen Popstars. „

Wie Beth Ditto, die neue Grande Dame des Pop, sollte ein Popstar nicht nur sein, sondern auch klingen... Mit Gossip klettert Beth Ditto auf den Pop-Olymp – und auf den Laufsteg: Sie ist die neue Muse von Modezar Karl Lagerfeld. Und traut sich etwas, was das Showgeschäft kaum kennt: Die Amerikanerin ignoriert jeden Diätenwahn. Selbstbewusst und sexy ziert sie sogar Zeitschriftencover.

Jede Menge nackte Haut und käufliche Liebe bietet auch St. Pauli. Prostitution, Striptease und Sexkinos leuchten grell an jeder Ecke. Elly Jackson zieht so etwas runter : „Als ich vor ein paar Jahren mit einer Freundin in Amsterdam war, wollte sie sich unbedingt das Rotlichtviertel ansehen, einfach nur mal so. Ich wollte überhaupt nicht mitgehen, gar nicht. Das ist keine schöne Sache. Das ekelt mich irgendwie an, um ehrlich zu sein. Ich würde nie mit jemandem zusammen sein, der sich dafür interessiert oder dahin geht. Das würde mich richtig aufregen.”
Rot wie die Lichter auf St. Pauli – auf der Bühne verschmelzen die kühlen Synthie-Melodien mit der hohen Stimme Elly Jacksons. La Roux – so klingen die Achtziger heute!

Bonus video


La Roux interpretiert "Tigerlily"


Links

Album

"La Roux" (2009)
La Roux
bei Polydor Records

Playlist

Découvrez la playlist La Roux avec La Roux

Video

La Roux - In for the kill

Tracks
Samstag 17. Oktober 2009 um 03.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2009, 52mn)
ZDF

Erstellt: 15-10-09
Letzte Änderung: 19-10-09


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