Synopsis: Juan (Diego Cataño) hat im Wagen seiner Eltern einen Unfall verursacht. In der Agonie eines mexikanischen Sommertages begibt er sich auf die Suche nach einem Ersatzteil, um das Auto wieder flott zu bekommen. Dabei begegnet er dem paranoiden Automechaniker DON HEBER und seiner Hündin Sica, der jungen Mutter Lucía und dem Martial-Arts-Hooligan David. Sie alle helfen ihm dabei, dem Tod seines Vaters ins Auge sehen zu können.
Der Trailer zum Film Kritik: Das Provinzstädtchen Puerto Progreso auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán – Schauplatz von Fernando Eimbckes „Lake Tahoe“ (der nicht etwa am gleichnamigen See in Kalifornien spielt) – ist ein trister, die meiste Zeit des Jahres wie ausgestorben wirkender Industriehafen ohne Horizont. Hier, mitten im flachen Nirgendwo auf einer Industriebrache, die von der schnell wachsenden Vegetation bald überwuchert zu sein scheint, prallt Juans roter Nissan gegen den einzigen Lichtmasten weit und breit. Für den 16-Jährigen weitet sich die Suche nach einem Ersatzteil zu einer Odyssee aus, die den ganzen Tag über andauern wird und die uns, den Zuschauern, Bild für Bild allmählich begreiflich macht, dass es für Juan dabei um weitaus mehr geht, als das Auto seines Vaters wieder fahrtüchtig zu bekommen.
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Eimbckes Meditation über den Tod ist durchdacht und ernsthaft, dabei leicht und voller Lebensfreude und Energie. Absurde Momente des Wartens und des Zeittodschlagens – die mit sekundenlangem Schwarzfilm unterstrichen werden - wechseln mit abrupten Energieausbrüchen. Jedes Bild ist perfekt komponiert, der genau choreographierten Körperlichkeit seiner Amateurschauspieler (die dem „Modell“-Schauspieler bei Bresson entsprechen) und dem Einsatz von Musik, Geräuschen und Sprache kommt darin eine Schlüsselrolle zu. Diese dem klassischen Drama entgegen gesetzte Meditation entlädt sich schließlich in einem einzigen, magischen intimen Moment, der verdeutlicht, wie künstlerisch innovativ und dabei zeitlos schön das mexikanische Kino von heute ist.
Martin Rosefeldt







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In „Lake Tahoe“ erzählt Fernando Eimbke von der Odyssee eines jungen Mannes, der nach dem Tod seines Vaters in dessen Auto einen Unfall verursacht. 
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