
Von Milos Forman
(USA, 1997, 124 Min.)
Mit Woody Harrelson, Courtney Love, Larry Flint, Edward Norton
Porträt von Milos FormanSynopsis: USA, 70er Jahre: Der kleine Nachtclub-Besitzer Larry Flynt baut sich mit dem pornografischen Hochglanzmagazin "Hustler" ein umsatzschweres Verlagsimperium auf. Aus dem Mann ohne Hauptschulabschluss wird das Pendant des Playboy-Herausgebers Hugh Hefner. Der King of Porno genießt den Geldsegen: Er heiratet die Striptänzerin Althea Leasure und residiert fortan in einem herrschaftlichen Wohnsitz mit 24 Zimmern.
Doch das "Hustler"-Magazin strapaziert die Grenzen der amerikanischen Toleranz, womit sich Flynt viele Feinde macht. Während ihn seine feministischen Gegnerinnen auf politischer Ebene kritisieren, stellen ihm der Finanzhai Charles Keating und der sittenstrenge Staatsanwalt Simon Leis bis zum ersten Prozess vor dem Richter Morissey nach - übrigens gespielt vom echten Larry Flint selbst.Mit den ständigen Anfechtungen beginnt ein Kreuzzug gegen die Zensurbestrebungen und die Überzeugungen ultrakonservativer religiöser Fanatiker. Durch seine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Fernsehprediger Reverend Jerry Falwell, die bis vor das oberste US-Gericht, den Supreme Court, geht, erlangt Flynt ungewöhnliche Berühmtheit...
ZusatzinformationMilos Forman, der durch Filme wie "Einer flog übers Kuckucksnest" oder "Amadeus" bekannt ist, erzählt mit "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit" die wahre Lebensgeschichte des streitbaren Pornomagazin-Verlegers, der vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika um sein Recht auf freie Meinungsäußerung kämpfte. Wortwörtlich aus dem tatsächlichen Plädoyer vor Gericht stammt so auch das Schlussplädoyer des Anwalts Alan Isaacman.
Regisseur Milos Forman wurde für "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit" für den Oscar nominiert und mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Neben Woody Harrelson, der als bester Darsteller für den Oscar nominiert wurde, beeindruckt Rocksängerin Courtney Love in der Rolle von Larry Flints feinsinniger Ehefrau.Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Der Film verquickt Dokumentation, Opernhaftigkeit und Ironie zu einem brillanten Porträt, das an einem Extremfall die elementare Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäußerung darstellen will."







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