Das Mariinsky-Ensemble führt unter der Leitung von Valery Gergiev in Sankt Petersburg das Ballett "Le Sacre du Printemps" von Igor Strawinsky auf. "Le Sacre du Printemps" hat keine Handlung im herkömmlichen Sinne. Das Ballett zeigt "Bilder aus dem heidnischen Russland" und beschreibt, wie eine auserwählte Jungfrau in einem Ritual dem Frühlingsgott zur Sommersonnenwende geopfert wird. Die Tänze steigern sich in den beiden Bildern "Anbetung der Erde" und "Das Opfer" ekstatisch bis hin zur Opferszene.Die Uraufführung im Pariser Théâtre des Champs-Élysées am 29. Mai 1913 löste einen Skandal aus. Das Publikum war von der primitiven Gewalt des Stücks schockiert. Die radikale Ablehnung führte dazu, dass das Stück nach acht Vorführungen abgesetzt wurde.
Dem unermüdlichen Einsatz der Tanzhistorikerin Millicent Hodson ist es zu verdanken, dass Nijinskys Originialchoreografie rekonstruiert werden konnte. Nach 15-jährigen Recherchen gelang es Hodson mit Hilfe von Nijinskys damaliger Assistentin Marie Rambert, die "Frühlingsweihe" am 30. September 1987 mit dem Joffrey-Ballett in Los Angeles in Nijinskys Fassung wieder aufleben zu lassen. Igor Strawinsky vertieft in seiner "Frühlingsweihe" die Elemente Rhythmus und Harmonie, mit denen er bereits in seinen vorangegangenen Balletten, "Der Feuervogel" und "Petruschka", experimentiert hatte.






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