Die schüchterne Jeanne, die von ihrem Vater dominiert wird, versucht während dieser Ferien erste Erfahrungen mit der Liebe zu machen und lernt langsam aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen. Albert, der einsame Schatzsucher, forscht unter den Felsen der Schärenküste nach einem Wikingerschatz. Selbst grau wie ein Stein, muss er feststellen, dass das, wonach er wirklich sucht, ganz woanders zu finden ist. Die stille, verlassene Insellandschaft entspricht der Verlorenheit der Charaktere. Doch dank des Zusammenpralls verschiedenster Lebensweisen kommt frischer Wind in die erstarrten Figuren. Denn eigentlich haben alle den gleichen Wunsch: einen Partner. Das führt zu Komplikationen und Missverständnissen, die Komik garantieren und den Film auflockern.
Dabei erleben alle Protagonisten auch schmerzhafte Momente, die für ihre Weiterentwicklung jedoch unerlässlich sind. Die Regisseurin Anna Novion setzt dafür Filmaufnahmen der Landschaft zu verschiedenen Tageszeiten ein. So sieht man einerseits Albert, am Tiefpunkt seiner Suche, einsam bei Nacht auf einer Insel sitzend, als sein Kajak abtreibt. Als Jeanne ihre neuentdeckte Freiheit genießt, radelt sie lächelnd durch den Wald, während Lichtstrahlen von ihrem Haar reflektiert durch das Blätterdach einfallen. Eine Teenie-Kartharsis?Die Frage nach dem Kennenlernen ihrer Eltern, die anfangs noch wortkarg von ihrem Vater abgetan wurde, ist beantwortet. Jeanne, die ohne ihre Mutter aufwuchs, findet so letztendlich zu ihrem Vater zurück und erkennt, dass der leblose Stein ganz wie in seiner Jugend wieder auflebt. Der Metalldetektor hat seine letzte Ruhe in den Tiefen des Meeres gefunden, denn zur Schatzsuche, erkennen alle, war er nutzlos.
Anaïs Jaenisch und Julia Hausmann, Werner- Heisenberg Gymnasium Neuwied







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