ZOOM der Woche: „Was hat es mit der nationalen Identität auf sich?“
In Frankreich läuft derzeit, u.a. im Internet, eine große öffentliche Debatte um die Frage „Was heißt es, Franzose zu sein“. ZOOM Europa will von den anderen EU-Ländern wissen, was sich ihrer Meinung nach hinter den Werten der nationalen Identität verbirgt: Wie und wodurch entsteht nationale Identität? Eng damit verknüpft ist das Thema der Immigration, die - so glaubt manch einer - die nationale Identität gefährdet. In dieser Debatte geht es daher auch um den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb eines Landes wie allgemein um das Zusammenleben der Nationen.
Frankreich-Deutschland: wechselseitige Sicht auf die nationale Identität
Wie erwirbt man in Frankreich und Deutschland die Staatsangehörigkeit. In beiden Ländern soll durch die Perspektive eines Außenstehenden verständlich werden, wie ein Ausländer, dem eine Staatsangehörigkeit verliehen wird, die jeweilige nationale Identität wahrnimmt.
Der Film zeigt in beiden Ländern eine Einbürgerungszeremonie, die von einem ausländischen Betrachter, dem Korrespondenten einer deutschen Zeitung in Paris und einer französischen Zeitung in Bonn, kommentiert wird.
Mazedonien: Identität im Aufbau.
Mazedonien ist noch keine 20 Jahre lang unabhängig.
Der multinationale Staat, eine ehemalige jugoslawische Republik, setzt sich aus Albaniern, Mazedoniern, Türken und verschiedenen Minderheiten zusammen.
Seit Jahren bemüht sich die Republik Mazedonien um eine nationale Geschichte und versucht eine eigene Identität aufzubauen. In Kürze wird eine riesige Statue Alexanders des Großen im Zentrum von Skopje aufgestellt. Griechenland protestiert dagegen und will dem Land sogar den Namen „Mazedonien“ streitig machen. Aber die mazedonische Regierung besteht darauf, sich den mazedonischen Anteil des antiken Kulturguts einzuverleiben. Damit will sie sich Legitimität verschaffen und die Bevölkerung unter dem Dach eines ruhmreichen Erbes vereinen.
Großbritannien: Kommunitarismus und die Auffassung von nationaler Identität
In einem Land, in dem Integration dem Prinzip des Kommunitarismus unterliegt, muss man sich in die Gemeinschaften der ausländischen Bevölkerung begeben, um mehr über ihr Zugehörigkeitsgefühl zu erfahren. Beispielsweise in die der Pakistaner oder Inder. Begegnung mit Menschen, die entweder die britische Staatsangehörigkeit beantragt haben oder schon britische Staatsbürger sind.
Weitere Themen:
Reportage in Dänemark: Irakische Flüchtlinge sollen abgeschoben werden
Im Mai hat die dänische Regierung beschlossen, alle Asylbewerber in den Irak abzuschieben. Die Asylanträge wurden mit der Begründung abgelehnt, dass ein Rückübernahme-Abkommen mit dem irakischen Staat getroffen worden sei. Ein Abkommen, an das sich die irakische Regierung jedoch nicht hält, die unfreiwillige Rückkehrer nicht wieder aufnehmen möchte. 282 Iraker sind von dieser Maßnahme betroffen, die einmal mehr zeigt, wie streng die Einwanderungspolitik der dänischen Regierung ist; europweit ist sie die restriktivste.
Reportage in Ungarn: Flutkatastrophe wegen globaler Erwärmung
Seit 1998 sieht sich Ungarn immer stärkeren Überflutungen ausgesetzt, die auf die globale Erwärmung zurückzuführen sind. Die Regierung setzt seit 2001 auf große Umbauarbeiten, um die Überschwemmungen der beiden Hauptflüsse, Theiß und Donau, einzugrenzen. Kostenaufwand: 2 Mrd. Euro, von denen 85% aus Fonds der Europäischen Union bezogen werden.
Reportage in Venedig: Bauarbeiten zur Rettung der Stadt
Venedig versinkt jedes Jahr etwas tiefer im Wasser. Bericht über Bauarbeiten und Sanierungsprojekte zur Rettung der Stadt.






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