Mittwoch, 30.09.09 um 22.35 Uhr - 29/09/09
Liebte der Osten anders?
Sex im geteilten Deutschland
Als sich im November 1989 der Eiserne Vorhang öffnete und sich die 40 Jahre lang getrennten Deutschen wieder begegneten, traten in fast allen Lebensbereichen unterschiedliche Verhaltensweisen zutage. Soziologen untersuchten auch das Sexualverhalten der Deutschen in Ost und West. Die Dokumentation berichtet über Sex im geteilten Deutschland und wirft die Frage auf, auf welcher Seite des Eisernen Vorhangs man im Bett "besser" war.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Ausgangsbedingungen für die Deutschen in Ost und West gleich. Sie waren kulturell auf einer Ebene, teilten dieselbe Lebensart und dieselben Moralvorstellungen. Vier Jahrzehnte später jedoch hatte sich alles verändert. 40 Jahre Trennung haben vielerorts Spuren hinterlassen - auch in deutschen Schlafzimmern.
Im November 1989 fällt die Mauer, und die Brüder und Schwestern aus Ost und West erkennen sich kaum wieder. Nun schlägt die Stunde der Soziologen, sie vermessen - streng wissenschaftlich - auch alles, was mit deutsch-deutschem Sex zu tun hat. Demnach schien die Diktatur der Libido keineswegs abträglich gewesen zu sein, im Gegenteil. Wenigstens im Bett, so die Statistik, waren die Kommunisten die Sieger. Wie war das möglich? Hatte der Westen nicht alles getan, um die Lust seiner Bürger zu steigern? Gab es nicht an jeder Ecke und für jedermann Sex im Überfluss? Lag es am Einfluss der Kirche, oder war es der Wohlstand, der träge machte? Klappte es im Osten besser, weil die Frauen eigenes Geld verdienten, weil Ablenkung spärlich war und man nur im Bett Zuflucht vor dem Staat fand? Die Dokumentation sucht nach Antworten auf diese Fragen.
Erstellt: 25-08-09
Letzte Änderung: 29-09-09