
Madrid: Aus Liebe zu einer drogenabhängigen Diplomatentochter verursacht der Sohn einer Prostituierten ungewollt eine Schießerei. Das Leben zweier in den Schusswechsel verwickelter Polizisten und der Frau des einen Ordnungshüters nimmt daraufhin eine dramatische Wende.
Madrid: Victor muss für vier Jahre ins Gefängnis, weil er angeblich den Polizisten David zum Krüppel geschossen hat. David wollte bei einem Polizeieinsatz die Diplomatentochter Elena retten, die von Victor mit der Waffe bedroht wurde. Aus Dankbarkeit hat Elena ihren Retter geheiratet, doch ihre Ehe ist nicht glücklich. Der aus dem Gefängnis entlassene Victor nimmt wieder Kontakt zu Elena auf, die er noch immer liebt. Sie gibt ihm einen Job in dem von ihr geleiteten Kindergarten. David ist wütend, dass seine Frau ausgerechnet dem Mann Arbeit verschafft, der ihn zum Krüppel gemacht hat. Doch Victor kann David endlich klar machen, dass nicht er es war, der die Waffe damals abgefeuert hat. Der Schütze war Davids betrunkener Kollege Sancho, der sich rächen wollte, weil seine Frau Clara ihn mit David betrogen hat. Als sich obendrein herausstellt, dass auch Victor nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein Verhältnis mit Clara hatte, kommt es zu einer blutigen Auseinandersetzung.
Drehbuch nach Motiven von Ruth Rendell
"Live Flesh - Mit Haut und Haar" ist ein virtuos inszeniertes Melodram, das der große spanische Regisseur Pedro Almodóvar nach Motiven des Romans "In blinder Panik" (1986) der bekannten Kriminalautorin Ruth Rendell inszeniert hat. Im Rahmen der bewegenden Geschichte, die sich über einen Zeitraum von zehn Jahren erstreckt, thematisiert Almodóvar zum ersten Mal explizit die Franco-Ära. Der schrille Ton früherer Filme weicht dabei einer bewundernswerten Sorgfalt, mit der Almodóvar das Innenleben seiner Figuren ausleuchtet und mit souveräner Leichtigkeit zwischen Pathos und Selbstironie changiert. Das rasante, tragikomische Verwirrspiel um Rachsucht und Schuld, Liebe und Verzicht erhielt Nominierungen unter anderem für den BAFTA Award und den European Film Award. Für letzteren war auch Javier Bardem nominiert. Der 1969 auf Gran Canaria geborene Schauspieler war zuletzt in einer Hauptrolle in "Montags in der Sonne" (2002, Fernando Léon de Aranoa) zu sehen, für die er mit dem spanischen Filmpreis "Goya" ausgezeichnet wurde, und in einer kleinen Rolle in "Collateral" (2004, Michael Mann).






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