Als „Lohn der Angst“ winkt den LKW-Fahrern, die ihre tödliche Fracht – zur Löschung von brennenden Erdölquellen bestimmtes Nitroglyzerin - heil durch den Dschungel Südamerikas kutschieren, zwar ein Batzen Geld. Doch Mario (Yves Montand) und seine Freunde müssen dafür auf den steilen, unbefestigten Gebirgspisten einen Ritt durch die Hölle wagen.
Das Bonusmaterial
Seine „moderne Tragödie“ – wie es im deutschen Vorspann aus den 50er Jahren heißt- machte Henri-Georges Clouzot unsterblich. 1954 gewann der Film in Cannes die Goldene Palme für den Besten Film. Nach dem gleichnamigen Roman von Georges Arnaud ließ er für „Le Salaire de la Peur“ die venezolanische Glücksritterstadt Las Piedras im heißesten, trockensten und entlegensten Teil Frankreichs nachbauen – der Camargue. Die dazugehörige Fauna und die Statisten wurden aus Übersee eingeflogen – so konnte Clouzot sicherer sein, die Kontrolle über sein strapaziöses Mammutprojekt nicht zu verlieren.
Der damals zwar bereits als Chansonnier, aber noch nicht im Kino bekannte Yves Montand schaffte mit seiner Rolle als hemdsärmeliger Draufgänger und Frauenschwarm hinter dem LKW-Lenkrad den Durchbruch und avancierte bald darauf zum internationalen Leinwandstar. Bis heute ist dieses von Männern dominierte Drama um Angst, Hass und Freundschaft (Clouzots Frau Vera sorgte als Montands Geliebte für den allerletzten – den Helden anspornenden – Lohnanreiz) neben „Der Schatz der Sierra Madre“ unerreicht, was Spannung, Männerfreundschaft und –Hass sowie selbstloses Draufgängertum als Reaktion auf die brutalen Anforderungen des modernen Lebens betrifft.
Schade nur, dass die Extras auf diesem Klassiker eher bescheiden ausfallen. Ein langer Original-Kinotrailer, 5 Seiten Produktionsnotizen, Biographien der drei Hauptakteure und Clouzots, der deutsche Vor- und Abspann sowie eine recht gut bestückte Fotogalerie sind alles, was DVD-Rechteinhaber Concorde spendieren mag. Dafür aber ist der Film in seiner ungekürzten Originalfassung zu sehen.






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